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MMA-Elektroantrieb – entwickelt für elektrische Effizienz
- Von Mercedes-Benz entwickelter Antriebsstrang der nächsten Generation für herausragende Effizienz
- Elektro-Hypermiler definiert mit einem Verbrauch von rund 12 kWh/100 km das „Ein-Liter-Auto“ neu
- Zwei fortschrittliche Zellchemien – einschließlich Anode auf Siliziumoxidbasis für hervorragende Energiedichte
- 800-Volt-System maximiert Effizienz sowie Leistung und verkürzt die Ladezeit
Als erstes Fahrzeug auf der neuen Mercedes-Benz MMA-Plattform weist das Concept CLA Class den Weg für die nächste Generation der Elektroantriebstechnologie, die dem Serienmodell zugrunde liegen wird. Mit einer voraussichtlichen Reichweite von mehr als 750 Kilometern (WLTP)[1] liegt der Elektroantrieb mit deutlichem Abstand an der Spitze und setzt damit den Maßstab in seiner Klasse. Dies entspricht einem bemerkenswerten Energieverbrauch von rund 12 kWh/100 km und macht das Concept CLA Class zum „Ein-Liter-Auto“ des Elektrozeitalters.
Der neue, selbst entwickelte Antriebsstrang ist direkt vom Elektroantrieb des VISION EQXX abgeleitet. Er besteht aus einer 800-Volt-Elektroarchitektur in Kombination mit einer Batterie mit außergewöhnlicher Energiedichte und einer hocheffizienten elektrischen Antriebseinheit. Im Concept CLA Class ist er für sportlichen Hinterradantrieb konfiguriert. Dank der modularen Bauweise ist er jedoch auch für Allrad-Fahrzeuge geeignet. Der fortschrittliche Antriebsstrang ist skalierbar für zahlreiche weitere Anwendungsfälle, auch in anderen Fahrzeugsegmenten.
Hochvoltbatterie
Das innovative Batteriesystem, das für die MMA-Plattform entwickelt wird, basiert auf einer hochmodularen Architektur. Kundinnen und Kunden können zwischen zwei verschiedenen Zellchemien wählen. Die Top-Variante verfügt über Anoden mit Siliziumoxid-Anteil für eine hervorragende Energiedichte. Die Einstiegsvariante ist durch die Verwendung von Lithium-Eisen-Phosphat führend in diesem Segment. Die Batterie selbst hat ein bemerkenswert geringes Gesamtvolumen. Erstmals werden die Zellmodule mit Klebstoff statt Schrauben befestigt. Die daraus resultierende Struktur ist nicht nur leichter als eine herkömmliche Batteriekonfiguration, sondern auch steifer. Das wirkt sich auch positiv auf die Crash-Sicherheit aus. Ebenso erlaubt die 800-Volt-Konfiguration ein hohes Maß an elektrischer Ausdauer in einem kompakten Paket und mit geringerem Kühlungsbedarf. Die Hochvoltkonfiguration ermöglicht zudem High-Power-DC‑Laden mit 250 kW, was zu einer Reichweite von bis zu 400 Kilometern in 15 Minuten führt.
Mercedes-Benz Electric Drive Unit (MB.EDU)
Leicht, leistungsstark und kompakt: Die neue hocheffiziente elektrische Antriebseinheit MB.EDU besteht aus Motor, Getriebe und Leistungselektronik. Basierend auf einem modularen Konzept ist sie das erste Mitglied einer Familie von Antriebseinheiten, die für ein breites Spektrum von Leistungsanforderungen in einer Vielzahl von Modellreihen entwickelt wurde. Die 175 kW starke, permanenterregte Synchronmaschine ist mit einem Zweiganggetriebe gekoppelt. Die High-Performance-Leistungselektronik vereint die Steuerung von Motor und Getriebe in einem einzigen Prozessor und verfügt über einen Siliziumkarbid-Wechselrichter für eine außergewöhnlich effiziente Energienutzung. Dies spiegelt den hohen Integrationsgrad in der gesamten MB.EDU wider, der zu einem kompakten Gesamtpaket mit einem Gewicht von weniger als 110 Kilogramm führt. Die extrem hohe Energieeffizienz von bis zu 93 Prozent von der Batterie bis zu den Rädern bei Langstreckenfahrten ist der sorgfältigen Minimierung von Verlusten im gesamten System zu verdanken.
MMA-Elektroantrieb steigert Nachhaltigkeit
Der Permanentmagnet-Synchronmotor in der Mercedes-Benz Electric Drive Unit weist einen deutlich geringeren Anteil – nahezu null Prozent – an schweren Seltenen Erden auf als frühere Generationen. Auch bei der bilanziell klimaneutralen Produktion der Batterien macht das neue MMA-Elektroantriebssystem einen großen Schritt nach vorn. Nicht nur die Zellfertigung ist bilanziell CO₂-neutral, sondern auch die Kathodenproduktion. Dies ermöglicht es Mercedes-Benz, den CO₂-Fußabdruck der Zellen um 40 Prozent zu reduzieren. Weitere Emissionseinsparungen werden durch den Einsatz erneuerbarer Energien bei der Gewinnung und Veredelung von Rohstoffen erreicht.
Bidirektionales Laden
Das Fahrzeug wird zum Stromspeicher fürs Haus: Das Concept CLA Class bietet auch einen Ausblick auf die Zukunft der Vernetzung von Elektrofahrzeugen mit dem Stromnetz. Das software- und hardwarebasierte bidirektionale Laden zeigt, wie Technologieführerschaft neue Potenziale für Kundinnen und Kunden sowie Energieversorger gleichermaßen eröffnet. Wenn das Fahrzeug an eine kompatible bidirektionale Gleichstrom-Ladestation angeschlossen ist, wird es zu einem Energiespeicher, der zum Beispiel Solarstrom für eine spätere Nutzung speichern kann. Vor allem aber kann es auch als Stromlieferant dienen, entweder Vehicle-to-Home (V2H) oder Vehicle-to-Grid (V2G). Die Nutzung des bidirektionalen Ladens kann marktspezifischen Bedingungen in Bezug auf die Gesetzgebung und die Anforderungen der Energieversorger unterliegen.
Ein Beispiel für V2H ist die Bereitstellung einer Notstromversorgung bei Stromausfall. Zu den V2G-Anwendungen gehören der Ausgleich von Spitzen und Tiefpunkten im Stromnetz oder sogar der Handel mit Grünstrom auf dem freien Markt. In allen Situationen sorgt das intelligente bidirektionale Ladesystem dafür, dass das Fahrzeug über ausreichend Ladestrom verfügt, um die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden zu bestimmten Abfahrtszeiten zu erfüllen. Mit der Möglichkeit des bidirektionalen Ladens zu Hause erfüllt Mercedes-Benz den Wunsch vieler Kundinnen und Kunden, die eigene individuelle Mobilität mit einer nachhaltigeren Lebensweise zu verbinden.
[1] Unter realen Fahrbedingungen kann es zu Abweichungen von den zertifizierten Standardwerten kommen. Die realen Werte werden von einer Vielzahl individueller Faktoren beeinflusst, z.B. dem individuellen Fahrstil, den Umgebungs- und Streckenbedingungen.