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Der neue Mercedes-Benz CLA: Antrieb, Fahrwerk, Aerodynamik und Sicherheit
- Mit 800-Volt-System und SiC-Wechselrichter kommt die Technologie des VISION EQXX in Serie
- Das Zwei-Gang-Getriebe trägt zur Effizienz bei und ermöglicht dynamische Fahrleistungen
- Bis zu 325 Kilometer[1] Reichweite können binnen zehn Minuten nachgeladen werden
- Sehr guter cW-Wert ab 0,21, geringe Spreizung innerhalb der Baureihe
- Vorbereitet für bidirektionales Laden (V2G und V2H)
- Erstmals Mittenairbag in dieser Fahrzeugklasse verfügbar
- Hohes Niveau an Aktiver und Passiver Sicherheit und mehrstufiges Hochvolt-Schutzsystem
Der neue CLA mit EQ Technologie ist das „Ein-Liter-Auto“ für das elektrische Zeitalter. Mit einem bemerkenswert niedrigen Verbrauch und einer in diesem Segment beachtlichen Reichweite hebt er die Elektromobilität im Alltag auf ein neues Niveau. Zunächst kommen CLA 250+ mit EQ Technologie (Energieverbrauch kombiniert: 14,1-12,2 kWh/100 km | CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km | CO₂-Klasse: A)[2] und CLA 350 4MATIC mit EQ Technologie (Energieverbrauch kombiniert: 14,7-12,5 kWh/100 km | CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km | CO₂-Klasse: A)2 auf den Markt. Ende des Jahres wird die Modellpalette um weitere batterieelektrische Varianten sowie den CLA mit Hightech-Hybridmotor ergänzt (siehe separates Kapitel).
Mit einer Reichweite von bis zu 792 Kilometern nach WLTP2 bietet der CLA 250+ mit EQ Technologie einen in seiner Klasse großen Radius. Damit kann diese 200 kW starke Modellvariante ohne Ladestopps beispielsweise von Stuttgart nach Kiel oder von Bremen nach München fahren. Der 260 kW starke CLA 350 4MATIC mit EQ Technologie ist als Performance-Version am oberen Ende der Modellpalette positioniert. Er kombiniert hohe Effizienz mit viel Fahrspaß und herausragenden Fahrleistungen. So bewältigt er den Spurt von 0 auf 100 km/h binnen 4,9 Sekunden. Beide Leistungsstufen sind bis zu 210 km/h schnell.
800-Volt-Technologie macht Laden fast so schnell wie Tanken
Zu den Highlights des elektrischen CLA zählen die 800-Volt-Elektroarchitektur und die fortschrittlichen Antriebseinheiten samt Zwei-Gang-Getriebe am Hauptantrieb an der Hinterachse. Das 800-Volt-System maximiert Effizienz sowie Leistung und kann die Ladezeit im Zusammenspiel mit der neuen Batterie-Generation wesentlich verkürzen. So kann beim CLA mit EQ Technologie binnen zehn Minuten eine Reichweite von bis zu 325 Kilometern[3] nachgeladen werden. Schnelles DC-Laden ist bei CLA 250+ und CLA 350 4MATIC mit bis zu 320 kW möglich.
Die ersten beiden elektrischen CLA auf einen Blick:
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| CLA 250+ mit EQ Technologie | CLA 350 4MATIC |
| Leistung (Spitze) | kW | 200 | 260 |
| Drehmoment (Spitze) | Nm | 335 | 515 |
| Batterie: Zellchemie |
| Nickel-Mangan-Kobalt | |
| Batterie: Energieinhalt nutzbar | kW | 85 | |
| AC-Ladeleistung max. | kW | 11 | |
| DC-Ladeleistung max. | kW | 320 | |
| DC-Laden: Reichweite nach 10 Minuten (WLTP)[4] | km | 285-325 | 275-315 |
| Beschleunigung 0-100 km/h | s | 6,7 | 4,9 |
| Höchstgeschwindigkeit | km/h | 210 | |
| Energieverbrauch komb. (WLTP)[5] | kWh/100 km | 14,1-12,2 | 14,7-12,5 |
| CO₂-Emissionen komb. (WLTP)5 | g/km | 0 | 0 |
| Reichweite (WLTP)5 | km | 694-792 | 672-771 |
| CO₂-Klasse |
| A | A |
Neu entwickeltes, elektrisches Antriebs-System mit 93 Prozent Wirkungsgrad
Mit dem Hauptantrieb an der Hinterachse für beste Traktion und Fahreigenschaften übernimmt Mercedes-Benz ein aus der Mittel- und Oberklasse bekanntes Antriebslayout jetzt im Einstiegssegment. Die 200 kW starke elektrische Antriebseinheit mit permanenterregter Synchronmaschine (PSM) an der Hinterachse wurde vollständig im Unternehmen entwickelt und ist direkt vom Aggregat des VISION EQXX abgeleitet. Der Wirkungsgrad auf der Langstrecke liegt bei 93 Prozent von der Batterie bis zum Rad.
Die Magnete im Rotor sind in Doppel-V-Form angeordnet. Ein weiteres Merkmal ist die Wicklung des Stators mit sogenannten gesehnten Spulen. Diese Maßnahmen zahlen auf einen besonders leisen Antrieb ein. Der PSM weist zudem einen deutlich geringeren Anteil – nahezu null Prozent – an schweren Seltenen Erden auf als frühere Motor-Generationen. Die High-Performance-Leistungselektronik ist mit einem Siliziumkarbid (SiC)-Wechselrichter für eine besonders effiziente Energienutzung ausgerüstet. Getriebesteuerung und Inverter sind hochintegriert in einem Bauteil zusammengefasst.
Sprinter und Marathonläufer in einem: Zwei-Gang-Getriebe verbindet Dynamik mit hoher Effizienz
Zur Antriebsarchitektur gehört ein Zwei-Gang-Getriebe an der Hinterachse. Es kombiniert Dynamik mit Effizienz. Der erste Gang ist mit 11:1 kurz übersetzt. Er ermöglicht eine ausgezeichnete Beschleunigung vom Start weg, eine hohe Anhängelast und viel Effizienz auch im urbanen Verkehr. Der zweite Gang (Übersetzungsverhältnis 5:1) ist für die Leistungsentfaltung bei hohen Geschwindigkeiten und für eine hohe Effizienz auf der Autobahn ausgelegt. Er sorgt für hervorragende Reichweite und Komfort auf langen Strecken. Auch die Höchstgeschwindigkeit wird im zweiten Gang erreicht.
Die Schaltpunkte hängen von der Fahrsituation und dem gewählten Fahrprogramm ab. Zudem passt sie der sogenannte Online-Optimierer permanent an aktuelle Parameter wie beispielsweise Batterie-Ladezustand, Leistung und Fahreranforderung an. Der Kraftschluss erfolgt über Klauen (1. Gang) bzw. Lamellen (2. Gang). Das Getriebe besitzt eine spezielle Wärme-Isolierung.
Die Electric Drive Unit (EDU) 2.0 löst den Zielkonflikt zwischen maximalem Drehmoment, Höchstgeschwindigkeit und vorbildlicher Effizienz – insbesondere im realen Fahrbetrieb. Denn das hohe Drehmoment sorgt nicht nur für dynamische Fahrleistungen. Es ist auch hilfreich, wenn Steigungen auf Passstrecken zu bewältigen oder Anhängelasten zu ziehen sind. Bis zu 1,8 Tonnen dürfen die elektrischen CLA[6] an die teilelektrische Anhängekupplung (Sonderausstattung) nehmen. Damit eignen sie sich beispielsweise als Zugfahrzeuge für kompakte Wohnwagen.
Zusätzliche Kraft, nur wenn sie gebraucht wird: 4MATIC-Modelle mit Disconnect Unit
Als Allradmodell verfügt der CLA 350 4MATIC zusätzlich über eine 80 kW leistende Drive Unit an der Vorderachse. Diese ist im Sinne der Effizienz ebenfalls mit einem Inverter mit Siliziumkarbid (SiC) ausgerüstet und als Permanenterregte Synchronmaschine (PSM) ausgeführt. Der vordere Elektromotor fungiert als „Boost“-Antrieb. Abhängig von Fahrsituation oder Fahrprogramm wird er also nur bei entsprechender Leistungsanforderung oder Traktionsbedarf zugeschaltet. Diese Aufgabe übernimmt die sogenannte Disconnect Unit (DCU), die Mercedes-Benz erstmals in diesem Segment einsetzt.
Zugunsten höherer Effizienz kann die DCU bei geringer Last blitzschnell die E-Maschine an der Vorderachse entkoppeln, sodass der Elektromotor und Teile des Getriebes stillstehen. Dadurch reduzieren sich die Verluste der Vorderachse um bis zu 90 Prozent und die Reichweite erhöht sich.
„Gratis“-Wärme für effiziente Vorklimatisierung: Multi-Source-Wärmepumpe serienmäßig
Als erstes Mercedes-Benz Fahrzeug verfügt der elektrische CLA serienmäßig über eine luftseitige Wärmepumpe. Sie geht nicht mehr den Umweg über einen Wasserkreis und kann als sogenanntes Multi-Source-Modell zudem drei Energiequellen parallel nutzen: die Abwärme des elektrischen Antriebs und der Batterie sowie die Umgebungsluft. Die Luft-Luft-Wärmepumpe trägt durch die Nutzung dieser „Gratis“-Wärme zur hohen Effizienz des CLA bei. Sie kommt mit rund einem Drittel der elektrischen Energie aus, die ein vergleichbarer Zuheizer für dieselbe Leistung benötigen würde.
Neben dem hohen thermischen Komfort für die Insassen ermöglicht die Multi-Source-Wärmepumpe auch die sehr hohe Lade-Performance des CLA. Sie bringt die Hochvolt-Batterie vor dem Schnellladen in den idealen Temperaturbereich. Die Batterie ist in das intelligente Thermomanagement eingebunden. Ist die Navigation mit Electric Intelligence aktiviert, wird sie bei Bedarf während der Fahrt vorgewärmt. Durch diese Vorkonditionierung erreicht sie am Ladepunkt die optimale Temperatur für schnelles DC-Laden. Mercedes‑Benz achtet dabei darauf, dass die Effizienz nicht zu Lasten des Wärmekomforts geht und der Innenraum beim Schnellladen weiterhin angenehm temperiert bleibt.
Intelligente Rekuperation für eine möglichst lange Reichweite
Der elektrische CLA verfügt über ein neues One-Box-Bremssystem. Dort sind die bisher separaten Bauteile Bremskraftverstärker mit Hauptbremszylinder und ESP-Regelung zu einem kompakten Modul zusammengefasst – daher die Bezeichnung. Das System optimiert die Rückgewinnung von Bremsenergie und erhöht damit die Reichweite. Das By-Wire-Konzept sorgt bei Fahrerin und Fahrer für ein stets gleichbleibendes, souveränes und transparentes Bremspedalgefühl – unabhängig davon, ob die Bremsung durch Rekuperation oder Reibbremsung erfolgt. Darüber hinaus erfüllt die neue Bremsanlage die markentypisch hohen Sicherheitsstandards. Bei Fehlern schaltet das System zuverlässig in die hydraulische Rückfallebene und bietet damit stets ein sicheres Bremsverhalten.
Aus Effizienzgründen finden nahezu alle Bremsvorgänge vollständig per Rekuperation statt. Die Rekuperationsleistung beträgt bis zu 200 kW. Prinzipiell können die Modelle sogar bis in den Stillstand des Fahrzeugs elektrisch bremsen und so kinetische Energie zurückgewinnen. Die starke Verzögerung (bis zu 3 m/s2 pro Achse) bedeutet mehr zurückgewonnene Energie und damit unter dem Strich eine längere Reichweite. Selbst im ABS-Regelfall oder bei vereister Fahrbahn kann rekuperiert werden.
Mit dem Wählhebel hinter dem Lenkrad lassen sich nicht nur Fahrstufen einlegen. Fahrerin oder Fahrer können damit auch die Rekuperationsleistung einstellen. Wird der Wählhebel zum Lenkrad gezogen, erhöht sich die Stärke der Rekuperation auf eine Verzögerung von bis zu 3 m/s2. Wer den Hebel hingegen in Richtung Fahrerdisplay drückt, verringert die Energie-Rückgewinnung entsprechend. Durch weiteres Drücken des Wählhebels kann zwischen den Rekuperationsstufen D + und D Auto gewechselt werden. Welche Stufe ausgewählt ist, wird im unteren Teil des Displays angezeigt. Diese vier Rekuperationsstufen sind möglich:
- D Auto: intelligente Rekuperation
- D+: keine Rekuperation (Segeln)
- D: Standard-Rekuperation bis 1 m/s2
- D-: verstärkte Rekuperation bis 3 m/s2
Alle vier Rekuperationsstufen sind als „Last Mode“ möglich. In der Rekuperationsstufe D Auto ist der ECO Assistent automatisch aktiv. Je nach Ausstattung kann er die in der Navigationskarte hinterlegten Daten sowie Informationen von Sensoren und Kameras nutzen, um den voraussichtlichen Streckenverlauf des Fahrzeugs zu ermitteln. Dadurch kann das System dazu beitragen, die Fahrweise optimal an die vorausliegende Situation anzupassen, minimal Energie zu verbrauchen und maximal zu rekuperieren. Folgende Streckenereignisse können erkannt werden: Kreisverkehr, scharfe Kurve, Abzweigung, T-Kreuzung, Gefälle sowie Geschwindigkeitsbegrenzung. Der ECO Assistent kann auch auf andere Kreuzungen oder Abzweigungen reagieren, wenn rechtzeitig der Blinker gesetzt wird.
Wenn das System ein vorausliegendes Ereignis oder ein vorausfahrendes Fahrzeug erkannt hat und sich das eigene Fahrzeug dem Ereignis nähert, berechnet der ECO Assistent den optimierten Geschwindigkeitsverlauf auf Basis von Abstand, aktuellem Tempo und den verfügbaren Streckeninformationen. Im Fahrerdisplay erscheint das Symbol „Fuß vom Pedal“, das sich im CLA noch zentraler im Blickfeld befindet. Wird dieser Hinweis befolgt, setzt die intelligente Rekuperation im Schubbetrieb ein. Wenn der ECO Assistent ein vorausfahrendes oder stehendes Fahrzeug erkannt hat, kann er den CLA sogar bis zum Stillstand abbremsen. Das ist zum Beispiel an einem Stauende oder vor einer Ampel möglich.
Top-Batterie mit Siliziumoxid-Anoden und hoher Energiedichte
Das innovative Batteriesystem basiert auf einer hochintegrierten modularen Architektur. Die Batterien umfassen vier große Zellmodule mit Hardcase-Zellen und zeichnen sich durch eine kompakte und flache Bauform aus. Bei CLA 250+ und CLA 350 4MATIC kommt die Top-Variante der Lithium-Ionen-Batterien mit einem nutzbaren Energieinhalt von 85 kWh zum Einsatz. Die Zellen verfügen über Anoden, bei denen Siliziumoxid zum Graphit beigemischt ist. Im Vergleich zur Vorgänger-Batterie mit herkömmlichen Graphit-Anoden konnte die gravimetrische Energiedichte um bis zu 20 Prozent erhöht werden. Die volumetrische Energiedichte der Zellchemie liegt bei 680 Wh/l. Der Anteil an Kobalt konnte weiter reduziert werden. Ende des Jahres folgt ein CLA-Modell, das über eine Batterie mit Lithium-Eisen-Phosphat-Kathoden (LFP) verfügt. Der nutzbare Energieinhalt beträgt 58 kWh. Die volumetrische Energiedichte der Zellchemie liegt bei 450 Wh/l.
Trotz wesentlich gestiegener Ladeleistung gelten für den elektrischen CLA weiterhin die Umfänge des Batteriezertifikats der Baureihen EQA und EQB. Für die Dauer von insgesamt acht Jahren oder bis zu einer Fahrleistung von insgesamt 160.000 km (je nachdem was zuerst eintritt) garantiert Mercedes‑Benz, dass die maximale Batteriekapazität der Hochvoltbatterie nicht weniger als 70 Prozent beträgt.
Der CLA wird zum Stromspeicher fürs Haus: vorbereitet für bidirektionales Laden
Der elektrische CLA ist vorbereitet für die Vernetzung von Elektrofahrzeugen mit dem Stromnetz. Wenn das Fahrzeug an eine kompatible bidirektionale Gleichstrom-Ladestation angeschlossen ist, wird es zu einem Energiespeicher, der zum Beispiel Solarstrom für eine spätere Nutzung speichern kann. Vor allem aber kann es auch als Stromlieferant dienen, entweder Vehicle-to-Home (V2H) oder Vehicle-to-Grid (V2G).
Die Funktion des bidirektionalen Ladens wird zu einem späteren Zeitpunkt nach Marktstart mit Hilfe eines Over-the-Air Updates verfügbar sein. Die Nutzung des bidirektionalen Ladens kann marktspezifischen Bedingungen in Bezug auf die Gesetzgebung und die Anforderungen der Energieversorger unterliegen.
Klassenbeste Aerodynamik mit einem cw-Wert ab 0,21
Geringer Luftwiderstand bedeutet hohe Effizienz. Damit ist die aerodynamische Performance gerade bei Elektrofahrzeugen von entscheidender Bedeutung. Denn eine Reduzierung des Luftwiderstandsbeiwerts um nur 0,01 erhöht die Reichweite auf der Langstrecke um etwa 2,5 Prozent. Mit einem cw-Wert ab 0,21 setzt sich der vollelektrische CLA an die Spitze seines Segments.
Innerhalb der Baureihe fällt die Spreizung gering aus. Das liegt unter anderem am breiten Angebot an aerodynamisch optimierten Rädern. Darunter ist erstmals eine Bicolor-Vollblende für Leichtmetallräder, die eine Verbesserung um bis zu zwei cw-Punkte gegenüber einer konventionellen Felge bedeutet. Außerdem haben die Aerodynamikerinnen und Aerodynamiker über alle Zollgrößen hinweg die Radspoiler vor der Vorderachse und Hinterachse im Detail optimiert und so den Einfluss der Räder und Reifen auf den Luftwiderstand minimiert.
Im Umfeld von Kühlergrill und Scheinwerfern wurden die Fugen optimal platziert und teilweise abgedichtet. Das Unterbodenkonzept von EQS und EQE wurde weiterentwickelt. Der sehr glatte Unterboden ist nahezu vollständig geschlossen, auch die Federlenker und Zugstreben sind verkleidet. Die Hinterradabdeckung ist rohbaufest ausgeführt, hat damit keine Fugen zu den umgebenden Bauteilen und bewegt sich also nicht mit der Achse mit, wenn diese beispielsweise einfedert. Der CLA besitzt ein sogenanntes Aufsetzmanagement zum Schutz der Batterie. Auch seine vollintegrierten Bauteile wurden aerodynamisch optimiert. Um keine aerodynamischen Kompromisse eingehen zu müssen, verbaut Mercedes-Benz beim vollelektrischen CLA zwei Diffusor-Varianten am Heck: für Modelle ohne und mit Anhängekupplung.
Komfortfahrwerk mit Raumlenkerachse aus der Mittel- und Oberklasse
Serienmäßig hat der CLA ein stahlgefedertes Komfortfahrwerk mit einer neuentwickelten Dreilenker-Vorderachse. Die untere Lenkerebene umfasst die Quer- und Druckstrebe. Beide Lenker sind als Aluschmiedebauteile ausgeführt. Wie bei einer McPherson-Achse ist das Federbein radführend und direkt mit dem Achsschenkel verbunden. Der dritte Lenker, die Spurstange, ist als Teil der Zahnstangenlenkung definiert. Das querliegende Lenkgetriebe ist vor der Radmitte angeordnet. Dies führt zum erwünschten Eigenlenkverhalten und einem präzisen Ansprechen der Lenkung. Der Achsschenkel, der die untere Lenkerebene mit dem Federbein verbindet und das Rad sowie die Bremsanlage aufnimmt, ist als Alugussbauteil ausgeführt. Neben dem Leichtbau wurde bei diesem Bauteil Wert auf eine hohe Sturzsteifigkeit gelegt. Damit sind beste Voraussetzungen für ein gutes Ansprechverhalten beim Einlenken und einen hohen Geräuschkomfort geschaffen worden.
Hinten ist eine neu entwickelte Raumlenkerachse verbaut. Damit übernimmt Mercedes‑Benz das aus seiner Mittel- und Oberklasse für Radführungs-Qualitäten bekannte Konzept auch in diesem Segment.
Hohes Niveau an Aktiver und Passiver Sicherheit – erstmals Mittenairbag in dieser Fahrzeugklasse
Der neue CLA ist von Grund auf unter modernsten Sicherheitsaspekten entwickelt. Damit bleibt Mercedes‑Benz auch in diesem Segment Pionier der Aktiven und Passiven Sicherheit. Das Ziel ist klar: Mercedes-Benz will mit dem CLA das sicherste Auto seiner Klasse anbieten. Die neuen serienmäßigen Sicherheits-Assistenzsysteme können eine Vielzahl von Unfällen vermeiden. Sollte es dennoch zu einem Unfall kommen, sind die Knautschzonen, die stabile Fahrgastzelle und die Rückhaltesysteme gezielt so ausgelegt, dass die Wahrscheinlichkeit, schwer verletzt zu werden, möglichst gering ist.
Neu im CLA und damit erstmals in diesem Segment baut Mercedes-Benz serienmäßig einen Mittenairbag ein. Er positioniert sich bei einem schweren Seitenaufprall je nach Unfallschwere und Belegungszustand zwischen Fahrerin/Fahrer und Beifahrerin/Beifahrer. Der Mittenairbag ist mittig im Fahrzeug in die Lehne des Fahrersitzes integriert.
Bewährtes mehrstufiges Hochvolt-Schutzsystem und weiterentwickeltes Batterie-Frühwarnsystem
Bei einem Elektrofahrzeug legt Mercedes-Benz neben der Auslegung auf den Partner- und Insassenschutz auch ein besonderes Augenmerk auf den Schutz des Energiespeichers. Ein vollelektrisches Fahrzeug hat neben dem bekannten 12-Volt-System zusätzlich das Hochvoltsystem, das die Hochvoltbatterie und daran angeschossene Verbraucher umfasst. Das sind beispielsweise die Elektromotoren für den Antrieb, aber auch Komponenten wie die Klimaanlage. Über die gesetzlichen Vorgaben hinaus müssen sowohl das Gesamtfahrzeug als auch Hochvoltbatterie, Hochvolt (HV)-Leitungen und weitere HV-Komponenten zusätzlich strenge Mercedes-Benz Anforderungen erfüllen.
Beim neuen CLA ist das Batteriegehäuse als Teil der Fahrzeugstruktur in das Crashkonzept integriert. Darüber hinaus hat Mercedes-Benz bei der neuen Hochvoltbatterie-Generation mit entsprechenden Abständen zwischen den Batteriezellen sowie dem Aufbau der Zellen und der Zellmodule umfassende Vorkehrungen gegen eine potenzielle thermische Reaktion der Hochvoltbatterie getroffen. Das weiterentwickelte Frühwarnsystem umfasst neben der Alarmierung der Insassen weitere fahrzeugseitige Schutzmaßnahmen – beispielsweise schließen Seitenscheiben und Lüftungsklappen automatisch. Ein neuer, zentral in der Hochvoltbatterie positionierter Sensor überwacht die Akkus auch im abgestellten Zustand.
Mercedes-Benz hat auch im CLA sein mehrstufiges Schutzkonzept mit acht Elementen der Hochvoltsicherheit umgesetzt, damit nach einem Unfall keine Gefahr von elektrischen Komponenten für Insassen, Ersthelfer und Rettungskräfte ausgeht. Dieses Schutzkonzept hat sich bereits in den anderen vollelektrischen Modellen von Mercedes-Benz bewährt – bestätigt durch die Erkenntnisse der Mercedes-Benz Unfallforschung. Bei einem schweren Unfall wird das Hochvoltsystem automatisch abgeschaltet. Dabei wird zwischen einer reversiblen und einer irreversiblen Abschaltung unterschieden.
Die reversible Abschaltung findet bei leichteren Unfällen statt. Wenn Fahrerin oder Fahrer das Auto nach der automatischen Abschaltung versucht zu starten, erfolgt automatisch im Hintergrund eine Isolationsmessung. Ein Neustart ist nur bei einem fehlerfreien System möglich. So bleiben noch fahrfähige Fahrzeuge auch weiterhin fahrbereit. Nur bei schweren Unfällen, bei denen in der Regel das Fahrzeug nicht mehr fahrfähig ist, wird das Hochvoltsystem irreversibel abgeschaltet. Irreversibel bedeutet, dass nur eine Fachwerkstatt das Fahrzeug wieder aktivieren kann.
Beim automatischen Abschalten wird durch gezieltes Entladen der Komponenten sichergestellt, dass keine Gefahr von ihnen ausgeht. Für die Rettungskräfte sind zusätzlich auch Trennstellen vorgesehen, an denen sie das Hochvoltsystem manuell spannungsfrei schalten können.
Neuer elektrischer CLA reduziert CO₂-Fußabdruck um 40 Prozent gegenüber Vorgänger
Mit dem CLA geht der Vorreiter einer neuen, innovativen Elektrofahrzeug-Familie von Mercedes‑Benz in Serie. Beim neuen vollelektrischen CLA reduziert sich der CO₂-Fußabdruck bereits um 40 Prozent über die gesamte Wertschöpfungskette im Vergleich zu seinem nicht elektrifizierten Vorgänger. Durch die Umsetzung weiterer CO₂-Maßnahmen in der Lieferkette und beim Laden der Batterie können sich die Einsparungen auf bis zu zwei Drittel erhöhen.
Etwa 40 Prozent des eingesetzten Aluminiums werden in Elektrolyseanlagen mit erneuerbaren Energien hergestellt. Dadurch werden beim elektrischen CLA in Summe etwa 400 kg CO₂ pro Fahrzeug eingespart. Auch bei der neuen Batterie-Generation verringert sich der CO₂-Fußabdruck durch CO₂-Reduktionsmaßnahmen in der Hochvoltzelle um etwa 30 Prozent je Zelle im Vergleich zur Vorgänger-Batterie. Neben einer bilanziell CO₂-neutralen[7] Zellproduktion wird auch bei der Produktion von Kathoden-, Anoden- und Zellgehäusematerial Strom aus erneuerbaren Energien eingesetzt.
Neben den Interieur-Materialien weisen auch die Thermoplaste im neuen CLA einen hohen Anteil an Sekundärmaterialien auf. Er hat sich auf Gesamtfahrzeugebene im Vergleich zum Vorgänger vervierfacht. Insgesamt 50 Prozent des Sekundärmaterialanteils für Thermoplaste stammen aus Post-Consumer-Rezyklat. So bestehen die Aufnahmen für die Wagenheber zu 100 Prozent aus wiederverwerteten Stoßfängern aus Altautos. Die Wanne des Frunk kommt auf einen Rezyklat-Anteil von rund 70 Prozent.
MB.CHARGE Public: integrierter digitaler Ladedienst
Mit dem Digitalen Extra MB.CHARGE Public[8] (zuvor Mercedes me Charge) bündelt Mercedes-Benz alle Funktionen des öffentlichen Ladens und bietet seinen Kundinnen und Kunden zahlreiche exklusive Vorteile. Mit nur einem Ladevertrag[9] haben sie Zugang zu einem der größten Ladenetzwerke der Welt und können stets auf die gewohnte benutzerfreundliche Weise laden – unabhängig vom jeweiligen Ladestationsbetreibenden. Im elektrischen CLA erfolgt die Authentifizierung an den Ladestationen über die Mercedes-Benz App, die MB.CHARGE Public RFID-Karte oder direkt über Plug & Charge[10] bei teilnehmenden Ladesäulenbetreibenden. Jeder Ladevorgang wird automatisch über MB.CHARGE Public abgerechnet. Mercedes-Benz schafft zudem maximale Kostentransparenz an öffentlichen Ladestationen: Vor dem Ladevorgang können Nutzerinnen und Nutzer die spezifischen Kosten pro Kilowattstunde oder pro Minute sowie die voraussichtlichen Gesamtkosten für eine vollständige Ladung auf dem MBUX-Display oder in der Mercedes-Benz App einsehen. Zudem bietet MB.CHARGE Public je nach Region unterschiedliche Tarife und Pakete mit vergünstigten Ladekonditionen an.
Mercedes-Benz erweitert das Ladenetzwerk kontinuierlich durch eigene Aktivitäten zum Aufbau öffentlicher Ladeinfrastrukturen weltweit. Rund 45.000 Ladepunkte werden bis Ende des Jahrzehnts durch das globale Mercedes-Benz Charging Network sowie die Joint Ventures IONITY, IONNA und IONCHI in Europa, Nordamerika und China entstehen. Sie werden ebenfalls über MB.CHARGE Public zugänglich sein.
Green Charging: Mercedes-Benz setzt auf Strom aus erneuerbaren Energien
„Green Charging“ ist ein integraler Bestandteil von MB.CHARGE Public in Europa, Kanada und den USA. Sofern an der jeweiligen Ladestation noch kein Strom aus erneuerbaren Energien fließt, verwendet „Green Charging“ Grünstromzertifikate. Diese stellen sicher, dass für Ladevorgänge eine äquivalente Strommenge aus erneuerbaren Energien ins Stromnetz eingespeist wird. Dabei handelt es sich um Grünstromzertifikate von zertifizierten Energieerzeugungsanlagen[11], die jünger als sechs Jahre sind[12]. Die Grünstromzertifikate werden, wo möglich, in demselben Land gekauft und entwertet, in dem die Kundin oder der Kunde lädt. Dadurch trägt „Green Charging“ zum weiteren Ausbau von erneuerbaren Energien bei.
Beginnend mit der neuen Generation von Elektrofahrzeugen weitet Mercedes-Benz seine „Green Charging“-Initiative auf private Haushalte aus. Mit intelligenten Ladelösungen für zu Hause können Privatkunden beim Laden ihres Elektrofahrzeugs über eine Wallbox den Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien erhöhen und ihren CO₂-Fußabdruck reduzieren.
[1] Mercedes-Benz CLA 250+ mit EQ Technologie; an DC-Schnellladesäulen mit 500 Ampere auf Basis der WLTP-Reichweite.
[2] Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren WLTP (Worldwide harmonised Light vehicles Test Procedure) ermittelt. Die angegebenen Spannweiten beziehen sich auf den europäischen Markt. Der Energieverbrauch und der CO₂-Ausstoß eines Pkw sind nicht nur von der effizienten Ausnutzung des Kraftstoffs bzw. des Energieträgers durch den Pkw, sondern auch vom Fahrstil und anderen nichttechnischen Faktoren abhängig.
[3] An DC-Schnellladesäulen mit 500 Ampere auf Basis der WLTP-Reichweite.
[4] An DC-Schnellladesäulen mit 500 Ampere auf Basis der WLTP-Reichweite.
[5] Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren WLTP (Worldwide harmonised Light vehicles Test Procedure) ermittelt. Die angegebenen Spannweiten beziehen sich auf den europäischen Markt. Der Energieverbrauch und der CO₂-Ausstoß eines Pkw sind nicht nur von der effizienten Ausnutzung des Kraftstoffs bzw. des Energieträgers durch den Pkw, sondern auch vom Fahrstil und anderen nichttechnischen Faktoren abhängig.
[6] Mercedes-Benz CLA 350 4MATIC mit EQ Technologie
[7] Bilanziell CO₂-neutral bedeutet, dass nicht vermiedene oder reduzierte CO₂-Emissionen bei Mercedes-Benz durch zertifizierte Ausgleichsprojekte kompensiert werden.
[8] Für die Nutzung der Digitalen Extras müssen Sie sich eine Mercedes me ID anlegen und den Nutzungsbedingungen für Digitale Extras und den Mercedes me ID Nutzungsbedingungen in ihrer jeweils gültigen Fassung zustimmen. Zusätzlich muss das jeweilige Fahrzeug mit dem Benutzerkonto verknüpft sein. Nach Ablauf der limitierten Laufzeit können die Digitalen Extras kostenpflichtig verlängert werden, sofern diese dann noch für das entsprechende Fahrzeug angeboten werden.
[9] Um das Digitale Extra MB.CHARGE Public nutzen zu können, wird ein separater kundeneigener Ladevertrag mit einem ausgewählten Drittanbieter benötigt.
[10] Bei Plug & Charge startet der Ladevorgang mit dem Einstecken des Ladekabels. Das Fahrzeug kommuniziert die Daten des Ladevertrags dazu direkt an die Ladesäule. Voraussetzung ist ein MB.CHARGE Public Ladevertrag, über den die Abrechnung erfolgt.
[11] EKOenergy in Europa, Green-e in Nordamerika
[12] In allen Ländern außer in Großbritannien und Polen sichergestellt.