Zehn wissenswerte Fakten zum Daimler Design
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Gedanklich bewegen sich Designer bei Daimler meist weit in der Zukunft. Während auf Messen die neuesten Modelle vorgestellt werden, entwickeln sie schon Ideen für die nächste und übernächste Generation von Fahrzeugen. Design gehört zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren des Unternehmens, denn Kunden machen ihre Kaufentscheidung zunehmend von der Gestaltung der Fahrzeuge abhängig. Die Designphilosophie der Sinnlichen Klarheit verbindet Intelligenz und Emotion. Mit ihr schaffen die Designer Produkte, die für modernen Luxus stehen.
Designer sind Philosophen und Handwerker zugleich. Ihre Arbeit wird immer komplexer, auch aufgrund der steigenden Digitalisierung und Vernetzung der Fahrzeuge. Zudem bedarf es eines immer intensiveren Zusammenspiels von Design, Entwicklung und Produktion.
Zehn erstaunliche Fakten über die kreative Arbeit von Designern:
- Allein das Designstudio in Sindelfingen verbraucht jedes Jahr zwischen 60.000 und 80.000 Kilogramm Ton. Auch in Zeiten der Digitalisierung bauen die Designer nach wie vor hochwertige Tonmodelle, um daran formale Details ausarbeiten zu können.
- Die Designer stellen jedes Jahr rund 10.000 Bauteile im Stereolithografie-Verfahren her. Bei dieser Rapid Prototyping-Methode bauen sie auf Basis von CAD-Daten ein Werkstück schichtweise aus lichtaushärtendem Kunststoff auf. Nicht ganz so groß ist die Zahl der Fräsaufträge: rund 1.500 sind es pro Jahr.
- Der italienische Modeschöpfer Gianni Versace produzierte früher in der Villa des heutigen Advanced Design Studios von Mercedes-Benz in Como/Italien Fliegen und Krawatten. Dem Vernehmen nach ließ er sich für einige Muster auf Versace-Krawatten sogar von den Fresken an Decken und Wänden der um 1750 erbauten Villa Salazar inspirieren.
- Die Projektionsfläche der Power Wall im Virtual Reality Center im Sindelfinger Designcenter ist rund 17 Quadratmeter groß. Diese Großprojektionsfläche erlaubt die Abbildung eines kompletten Fahrzeugs im Maßstab 1:1. Mehrere Beamer projizieren von hinten
die errechneten Modelle entweder zwei- oder dreidimensional. - Nur 0,8 Millimeter misst das Fräswerkzeug, mit dessen Hilfe die Flowing Lines bei Zierteilen beispielsweise des Mercedes-Maybach S 650 Cabriolet entstehen. Mit einem speziellen Verfahren wird das Trägermaterial unter dem Edelholzfurnier des dreidimensionalen Zierteils freigelegt – eine Kombination aus maschineller Präzision und traditioneller Handwerkskunst.
- Bereits 1995 hat Mercedes-Benz als weltweit erster Automobilhersteller ein Forschungs- und Entwicklungszentrum im Silicon Valley eröffnet. In Sunnyvale arbeiten Ingenieure und Designer gemeinsam an der digitalen Gestaltung der automobilen Zukunft.
- 2015 gründete das Daimler Design einen eigenen Bereich für das Thema „Digital Design“. Die Experten sorgen für die Konzeption, Kreation und Umsetzung sämtlicher digitaler Inhalte im und um
das Fahrzeug. Dies umfasst sowohl Serien-, Konzept- und Forschungsfahrzeuge als auch anderweitige digitale Anwendungen. - Im Daimler Design arbeiten rund 600 Menschen aus über 20 Nationen. Das internationale Designnetzwerk besteht aus den Advanced Design Studios in Carlsbad und Sunnyvale (beide in Kalifornien/USA), Como (Italien) und Peking (China). Nutzfahrzeug Design Studios gibt es in Kawasaki (Japan), Portland (USA), Sao Paulo (Brasilien) und Chennai (Indien). Der Hauptsitz des Daimler Designbereichs befindet sich innerhalb des Mercedes-Benz Technology Centers (MTC) in Sindelfingen und Böblingen. Das Designstudio für die Busse ist in Ulm.
- Die Mitarbeiter im Daimler Designbereich verfügen über einen
bunten Ausbildungshintergrund. Neben Automobil-, Mode- und Industriedesignern arbeiten dort beispielsweise gelernte Grafiker, Modelleure, Schneider und 3D-Spezialisten. - Die Leitung des Daimler Design verantwortet Gorden Wagener, Chief Design Officer Daimler AG. Die Führungsmannschaft besteht aus: Robert Lesnik (Leiter Exterieur Design), Hartmut Sinkwitz (Leiter Interieur Design), Klaus Frenzel (Leiter Digital Graphic & Corporate Design), Kai Sieber (Leiter Design Brands & Operations), Steffen Köhl (Leiter Advanced Exterieur Design)
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