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Der EQS: das erste Elektrofahrzeug in der Luxusklasse

EQS 450+ Stromverbrauch NEFZ kombiniert: 18,9-16,2 kWh/100 km; CO₂-Emissionen: 0 g/km | EQS 580 4MATIC Stromverbrauch NEFZ kombiniert: 19,6-17,6 kWh/100 km; CO₂-Emissionen: 0 g/km

Komfortfunktionen im neuen EQS

ArchivinhaltDiese Pressemeldung gibt den Stand zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wieder. Sie kann inzwischen veraltet sein.

EQS 450+ Stromverbrauch NEFZ kombiniert: 18,9-16,2 kWh/100 km; CO₂-Emissionen: 0 g/km | EQS 580 4MATIC Stromverbrauch NEFZ kombiniert: 19,6-17,6 kWh/100 km; CO₂-Emissionen: 0 g/km

HEPA-Filter gegen Schadstoffe aus der Luft

Der neue EQS: ENERGIZING AIR CONTROL Plus

Wir müssen leider draußen bleiben, heißt es beim EQS für Feinstaub, Kleinstpartikel, Pollen und weitere Stoffe. Denn sein HEPA-Filter (High Efficiency Particulate Air) reinigt die einströmende Außenluft auf seinem sehr hohen Filtrationsniveau. Im Umluftbetrieb wird die Luft durch den Innenraumfilter der Klimaautomatik gefiltert. Schwefeldioxid und Stickoxide sowie Gerüche werden außerdem dank Aktivkohlebeschichtung am HEPA-Filter und Innenraumfilter reduziert. Der HEPA-Filter ist Bestandteil der Sonderausstattung ENERGIZING AIR CONTROL Plus und nutzt den Raum unter der Fronthaube des EQS. Er trägt die Zertifizierung „OFI CERT“ ZG 250-1 im Bereich Viren und Bakterien.

Das System baut auf den Säulen Filtration, Sensorik, Anzeigekonzept und Luftkonditionierung auf. Kombiniert mit der intelligenten Frischluft-/Umluftschaltung sorgt ENERGIZING AIR CONTROL Plus für gute Luft im Innenraum des Fahrzeugs. Die Feinstaubwerte werden zudem in Echtzeit in MBUX angezeigt. Über die Vorklimatisierung ist eine Reinigung der Innenluft bereits vor dem Einsteigen möglich.

Dank seines Purpose-Designs findet beim EQS unter der vorderen Haube ein sehr großes Filtersystem seinen Platz. Mit 596/412/40 Millimeter hat der HEPA-Filter fast die Fläche eines DIN-A2-Blatts (420/594 mm), ist also etwa vier Mal so groß wie ein DIN-A4-Blatt. Sein Volumen erreicht mit 9,82 dm³ fast zehn Liter. Die Filtration erfolgt dreistufig. Ein Grobvorfilter hält Laub, Schnee und Sand zurück und scheidet größere Partikel ab. Zugleich schützt er den HEPA-Filter vor einer hohen Grobpartikelkonzentration. In diesem HEPA-Filter (High Efficiency Particulate Air) findet die Abscheidung mechanisch mit Hilfe einer synthetischen Membran statt: Die Mikrofaserschicht fängt Feinstäube der sogenannten Klasse PM 2.5 bis PM 0.3 – diese Partikel sind also kleiner als 2,5 μm. Über 99,65 Prozent der Partikel aller Größen werden abgeschieden, so die Effizienz des Filters gemäß seiner Zertifizierung nach DIN EN 1822. Die erzielte Reduzierung von Schadstoffen am Filter ist mit der in Reinräumen und Operationssälen vergleichbar.

Im letzten, dritten Schritt werden weitere Feinpartikel sowie Schwefeldioxid, Stickoxide und unangenehme Gerüche filtriert. Die Filtration von Schwefeldioxid und Stickoxide übernehmen spezielle Aktivkohlen im HEPA-Filter und im Innenraumfilter. Aufgrund ihrer Porenstruktur haben sie eine sehr große innere Oberfläche. Im HEPA-Filter des EQS werden rund 600 Gramm Aktivkohle eingesetzt. Die Adsorptionsfläche entspricht ungefähr 150 Fußballfeldern. Die Aktivkohle wird aus Kokosnussschalen gewonnen, die in der Kosmetikindustrie anfallen.

Als erster Automobilhersteller hat Mercedes-Benz die Zertifizierung „OFI CERT“ ZG 250-1 vom Österreichischen Forschungs- und Prüfinstitut (OFI) erhalten. Luftfilter mit diesem Zertifikat reduzieren Bakterien und Viren direkt am Filter. Zum Nachweis ihrer Qualität müssen die Luftfilter Normtests erfüllen und werden mit zusätzlichen wissenschaftlichen Analysen geprüft. Testergebnisse bescheinigen ENERGIZING AIR CONTROL Plus

  • Viren-Rückhaltefähigkeit von mehr als 86 Prozent im Neuzustand
  • Viren-Rückhaltefähigkeit von mehr als 80 Prozent im gealterten Zustand nach Klimawechseltest mit unterschiedlichen Temperaturen und Luftfeuchten
  • Bakterien-Rückhaltefähigkeit von mehr als 90 Prozent im Neuzustand
  • Bakterien-Rückhaltefähigkeit von mehr als 88 Prozent im gealterten Zustand nach Klimawechseltest
  • Sehr geringe Wiederablösung von gefilterten Viren auf der Filterrückseite v unterhalb der Infektionsschwelle

Immer informiert: Anzeige der Feinstaubwerte außerhalb und innerhalb des Fahrzeugs

Kombiniert mit der automatischen Frischluft-/Umluftschaltung sorgt ENERGIZING AIR CONTROL Plus für gute Luftqualität im Innenraum des Fahrzeugs. Die klimatisierte Umluft wird im Umluftfall mehrfach gefiltert, in regelmäßigen Abständen erfolgen Spülungen mit Frischluft. Über die Vorklimatisierung ist eine Reinigung der Innenluft bereits vor dem Einsteigen möglich.

Die Feinstaubwerte außerhalb und innerhalb des Fahrzeugs werden zudem in MBUX angezeigt. Im eigenen Air-Quality-Menü sind sie im Detail erlebbar. Bei geringer Qualität der Außenluft kann das System auch Empfehlungen geben, die Seitenscheiben oder das Schiebedach zu schließen.

No.6 MOOD Linen: Feige trifft auf Leinen

Den Geruchssinn spricht ebenso die aktive Beduftung des EQS an, die ein Teil des AIR-BALANCE Pakets ist. Für das neue Elektro-Oberklassemodell wurde ein eigener Duft komponiert: No.6 MOOD Linen. Bei diesem Duft sorgt Feige für eine grüne Note. Abgerundet wird der Duft durch Leinen. Es entsteht der leichte Eindruck eines Feigenbaums, der in einer Höhenlage steht und umgeben ist von frischer, kühler Luft.

Die neue Nomenklatur der Mercedes Düfte setzt sich aus einer ikonischen Zahl der jeweiligen Marke, der Bezeichnung „MOOD“ und dem Hauptbestandteil des Dufts zusammen. Die Düfte von Mercedes-EQ tragen die Nummer 6, da 1906 mit den „Mercédès Electrique“-Fahrzeugen die ersten Elektroautos ins Modellprogramm aufgenommen wurden. Ihre elektrischen Radnabenmotoren wurden von einer Batterie gespeist. Sie waren als Personenwagen, Lastwagen, Omnibusse, Kranken- und Feuerwehrwagen in den unterschiedlichsten Ausführungen erhältlich.

 

Akustische Oasen mit Sommerregen, Möwenlauten und Blätterrascheln

Der neue EQS: ENERGIZING COMFORT

Beim EQS erreicht ENERGIZING COMFORT die nächste Stufe: Neu sind die drei ENERGIZING NATURE Programme Waldlichtung, Meeresrauschen und Sommerregen. Sie bieten ein immersives, also beeindruckend realitätsnahes Sounderlebnis im Fahrzeug. Die beruhigenden Klänge entstanden in Kooperation mit dem Natur-Akustiker Gordon Hempton. Wie bei den anderen Programmen von ENERGIZING COMFORT werden mit Lichtstimmungen und Bildern weitere Sinne angesprochen. Neu beim Kurzschlaf-Programm während einer Pause ist die erweiterte Konditionierung des Innenraums: So werden das Rollo des Panorama-Schiebedachs (Sonderausstattung) geschlossen und der Fahrersitz in Ruheposition gebracht. Das sorgt für eine schlaffördernde Atmosphäre. Der Power Nap kann die Leistungsfähigkeit des Fahrers steigern und neue Energie bringen.

Die neuen ENERGIZING NATURE Programme in der Übersicht:

  • Waldlichtung: Kann helfen, dem lärmenden Alltag zu entfliehen und die Konzentration zu fördern. Vogelgesänge, Blätterrascheln und ein leichter Wind sorgen für ein Wohlfühlambiente. Abgerundet wird das Programm durch warme Musikflächen und eine dezente Beduftung.
  • Meeresrauschen: Kann durch die Kombination von weichen Musikflächen, Wellengeräuschen und Möwenlauten positiv und entspannend wirken. Wärmt und kühlt zugleich durch den beruhigend langsamen Rhythmus der Meereswellen in Kombination mit Luftstößen aus der Klimaanlage.
  • Sommerregen: Kann im lauten Straßenverkehr als akustische Oase dienen und mit Geräuschen von Regentropfen auf Blätterdächern, entferntem Donner, prasselndem Regen und ambienten Musikflächen abkühlend und beruhigend wirken.

Die Klänge basieren auf der Audiothek „Quiet Planet“, die der Natur-Akustiker Gordon Hempton über Jahre hinweg erstellt hat. Die Sounddesign-Abteilung von Mercedes-Benz hat die Klänge zu zehnminütigen Stücken arrangiert und für das Erlebnis im Fahrzeug abgemischt. Eigene Musikkompositionen verstärken den Gesamteindruck der Naturklänge und deren beruhigende Wirkung.

Power Nap: kurzes Erholungsprogramm für den Fahrer während einer Pause

Während einer Fahrtunterbrechung z.B. an einer Raststätte oder Ladestation lässt sich das Programm Power Nap (Kurzschlaf) wählen. Das Programm hat drei Phasen – Einschlafen, Schlafen, Aufwachen – und kann die Leistungsfähigkeit des Fahrers steigern und ihm neue Energie geben. Neu beim Kurzschlaf-Programm während einer Pause ist die erweiterte Konditionierung des Innenraums: Für eine schlaffördernde Atmosphäre sorgt der EQS, indem der Fahrersitz in eine Ruheposition gebracht, Seitenscheiben und Rollos geschlossen, die Ionisierung der Zu- und Umluft aktiviert und die Ambientebeleuchtung entsprechend angepasst werden. Beruhigende Klänge und eine Sternenhimmeldarstellung auf dem Zentral-Display unterstützen das Einschlafen – wenn Power Nap für den Beifahrersitzplatz gestartet wurde, auch auf dem Beifahrer-Display.

Das Aufwachen wird begleitet von einer angenehm aktivierenden Klangwelt, einer entsprechenden Beduftung sowie einer kurzzeitig aktiven, dezenten Massage und einer Sitzbelüftung. Abschließend wird der Sitz wieder aufgerichtet und das Rollo im Dachhimmel geöffnet. Das beendet das Programm und führt den Fahrer zur Fahraufgabe zurück.

ENERGIZING COMFORT und ENERGIZING COACH: angenehm reisen und fit bleiben

Das ENERGIZING COMFORT Angebot im EQS baut auf dem weiterentwickelten System der S-Klasse auf. Neben den drei neuen ENERGIZING NATURE Programmen umfasst es also die Programme Frische, Wärme, Vitalität, Freude und Behaglichkeit sowie Trainings und ENERGIZING Tipps.

Die Visualisierung profitiert von Aktiver Ambientebeleuchtung und großen Bildschirmen mit hochauflösenden Animationen. Mitfahrer können von ihrem Sitzplatz in ein laufendes Programm einsteigen („Join“-Mode) oder anderen Mitfahrern das eigene Programm zum Einstieg vorschlagen („Share“-Mode). Der Sprachassistent „Hey Mercedes“ ist eingebunden. Eine Aussage wie „Ich bin gestresst“ führt automatisch zum Start des Programms Freude mit regenerativem Charakter. Äußert der Fahrer „Ich bin müde“, wird er zu einer Pause aufgefordert, und ENERGIZING COMFORT startet das Programm Vitalität.

Der ENERGIZING COACH basiert auf einem intelligenten Algorithmus. Er empfiehlt situativ und individuell passend das Programm Frische, Wärme, Vitalität oder Freude. Sind die Mercedes-Benz vivoactive® 3 Smartwatch, die Mercedes-Benz Venu® Smartwatch oder ein anderes kompatibles Garmin® Wearable eingebunden, optimieren persönliche Werte wie Stresslevel oder Schlafqualität die Passgenauigkeit der Empfehlung. Die Mercedes me ENERGIZING App übermittelt via Smartwatch wichtige Vitaldaten des Trägers wie Herzfrequenz, Stresslevel und Schlafqualität an den ENERGIZING COACH. Über die Empfehlung in Form einer „Notification“ auf dem MBUX System kann das empfohlene Komfortprogramm direkt gestartet werden. Ziel ist es, sich auch bei anspruchsvollen oder eher monotonen Fahrten gut zu fühlen und entspannt anzukommen. Darüber hinaus wird der Puls vom eingebundenen Garmin® Wearable auf das Zentral-Display übertragen.

Für den EQS werden zwei ENERGIZING Pakete angeboten. Hier die Ausstattungsumfänge:

  • Das ENERGIZING Paket vorne umfasst ENERGIZING COMFORT, ENERGIZING COACH, AIR-BALANCE Paket, Sitzklimatisierung Fahrer und Beifahrer, Lenkradheizung und Multikontursitz-Paket vorne.
  • Das ENERGIZING Paket Fond erweitert die ENERGIZING Komfortsteuerung auf die hinteren Sitzplätze. Es umfasst das Sitzkomfort-Paket Fond, das Rücksitz-Paket und Fond-Entertainment Plus.1

 

 

Der nach der Stille ruft

Der neue EQS unter der Lupe: Gordon Hempton, amerikanischer Akustik-Ökologe

Die Klänge der neuen ENERGIZING NATURE Programme des EQS basieren auf der Audiothek „Quiet Planet“, die der Natur-Akustiker und Stille-Aktivist Gordon Hempton über Jahre hinweg erstellt hat. Für seine Aufnahmen reist er mit Mikrofonen und Messgeräten um die ganze Welt.

„Als ‚The Sound Tracker®‘ habe ich in den letzten 35 Jahren dreimal den Globus umrundet, um die seltensten Naturgeräusche der Erde zu verfolgen - Geräusche, die nur ohne künstlichen Lärm vollständig wahrgenommen werden können“, so Hempton. Orte, an denen nur die Natur zu hören ist, lässt er inzwischen zertifizieren. „Ich will die Stille konservieren, bevor sie ganz aus der Welt verschwindet.“

In seinem Buch „Die Erde ist eine solarbetriebene Musikbox“ erzählt der gebürtige Kalifornier, wie seine Karriere vor rund 40 Jahren zufällig an einem Sommernachmittag begann: „Ich parkte den Wagen am Straßenrand und legte mich in ein Feld, um mich auszuruhen. Der Himmel war voller Gewitterwolken. Der Sturm kam geradewegs auf mich zu. Und wie er so rollte und grollte, konnte ich mir sogar mit geschlossenen Augen ein klares Bild vom Tal und der ganzen Umgebung machen. Als der Sturm vorbei war, war ich erschrocken. Wie kann ich 27 sein und noch nie richtig zugehört haben?“ Hempton brach sein Biologie-Studium an der University of Wisconsin ab und jobbte als Fahrradkurier, bis er das Geld für einen teuren Kunstkopf für hochwertige Audio-Aufnahmen zusammengespart hatte.

Mittlerweile hat Hempton zahlreiche Alben mit Naturaufnahmen veröffentlicht und Bücher geschrieben. Für den Thriller „Überleben“ fing er das Pfeifen des Windes in den Anden ein. Den Softwarehersteller Microsoft beliefert er mit Klängen für PC-Spiele und die Enzyklopädie „Encarta“. Für seine Fernsehdokumentation „Vanishing Dawn Chorus“ (deutsch: „Verschwindender Morgenchor“) für den US-Sender PBS gewann er 1992 einen Emmy für „herausragende individuelle Leistungen“.

Im Herbst 2003 erlitt Hempton ironischerweise seinen ersten Hörsturz. 18 Monate dauerte es, bis er wieder richtig hören konnte. Als Konsequenz rief er im Jahr 2005 im Hoh-Regenwald im US-Bundesstaat Washington, einem seiner bevorzugten Reviere der Ruhe, den „Quadratzentimeter der Stille“ aus. Hempton: „Innerhalb eines Jahres brachte ich drei Fluggesellschaften dazu, ihre Flugrouten zu ändern. Ich schrieb ihnen, dass Stille eine geschützte natürliche Ressource sei, und schickte ihnen dazu Aufnahmen ihrer Lärmbelästigungen.“

Gibt es noch Orte, deren Klänge er gerne aufnehmen würde? Hempton: „Meine Wunschliste umfasst 527 solcher Orte ... Einige Beispiele: die Berge im Norden Venezuelas. In deren Höhlen tief im Wald lebt der Ölvogel. Ich möchte die Klanglandschaft der Höhle erkunden und hören, ob der Ölvogel anders zwitschert als sein enger Verwandter, die Grauwasseramsel. Auch singender Sand fasziniert mich seit langem. Den gibt es unter anderem am Great Sand Dunes National Monument in Namibia oder in der Mongolei. Und schließlich ist Adak, Teil der Inselkette der Aleuten, als ‚Geburtsort der Winde‘ bekannt. Ich würde gerne dort in Alaska das Geräusch von 80 km/h schnellem Nebel aufnehmen.“

 

 

Effiziente Nutzung der Abwärme des Antriebsstrangs

Der neue EQS: die Klimatisierung

Selbst die Wärme wird beim EQS recycelt: Das spart Energie und erhöht damit die Reichweite. Auch die Vorklimatisierung ist nicht nur angenehm, sondern ebenso effizient. Die Klimatisierungsautomatik THERMATIC mit zwei Klimazonen ist serienmäßig an Bord, als Option gibt es die Thermotronic mit vier Zonen. Feinfühlige Sensorsysteme und intelligente Umluftsteuerungen gehören jeweils dazu.

Das intelligente Thermomanagement des EQS umfasst mehrere Kreisläufe:

  • Der Antriebs-Kühlkreislauf dient zur Kühlung des elektrischen Antriebsstrangs, des DC/DC-Wandlers und der Ladekomponenten. Das ausgeklügelte Thermokonzept für hohe Belastbarkeit und mehrfache Beschleunigungen mit gleichbleibend hoher Performance umfasst auch die sogenannte Wasserlanze in der Welle des Rotors der E-Maschine. Weitere Kühlelemente im Kühlkreislauf sind Rippen am Stator und die nadelförmige Pin-Fin-Struktur am Inverter. Der Getriebeölkühler bringt auch mehr Effizienz bei Kaltfahrt: Das Getriebeöl übernimmt Wärme vom schneller aufgeheizten Gesamtsystem, wird somit dünnflüssiger, was die Reibung mindert.
  • Mit dem Antriebs-Kühlkreislauf ist ein Heizkreislauf für den Innenraum gekoppelt. Sobald geheizt wird, wird der Heizungswärmetauscher durchströmt (kleiner Heizkreislauf, elektrisches Heizgerät). Ist Abwärme im Triebstrang vorhanden, wird auf den großen Kreislauf umgeschaltet. Nur wenn dessen Wärme nicht ausreicht, beispielsweise bei besonders tiefen Außentemperaturen, wird über den Hochvolt-PTC-Zuheizer zusätzliche Wärme erzeugt (sogenannte Register- oder Reihenschaltung). Durch diese effiziente Abwärmenutzung ist in dem besonders häufig auftretenden Temperaturbereich oberhalb von 5°C häufig keine Zuheizung mehr notwendig.
  • Die Hochvolt-Batterie hat ihren eigenen Kühlkreislauf mit separatem Kühler und Chiller (Wärmeübertrager zwischen Kühl- und Kältekreislauf). Zugunsten einer hohen Dauerhaltbarkeit wird die Batterie im Normalbetrieb mit deutlich kälterem Kühlwasser gekühlt als der Antriebsstrang. Bei sehr hohen Außentemperaturen wird das Kühlwasser durch einen parallel zum Kühler verbundenen Chiller mit dem Kältemittel der Klimaanlage gekühlt. Diese Möglichkeit wird vor allem bei besonders hohen Schnellladeleistungen im Stand genutzt. In den Batterie-Kreislauf ist ein weiterer Hochvolt-PTC-Zuheizer integriert. Er hat die Aufgabe, die Batterie entweder auf ein zum Betrieb günstiges Temperaturniveau zu erwärmen (bei Temperaturen unter minus 25° C) oder sie für ein mögliches Schnellladen zu heizen (bei Temperaturen unter 10° C).
  • Der Innenraum wird über einen Kältemittelkreislauf mit elektrischem Verdichter und Verdampfer gekühlt. Zur Wärmeabfuhr wird ein luftgekühlter Kondensator im Kühlmodul verwendet.

Vorklimatisierung: prima Klima schon beim Start

Über Mercedes me, also auch per App aus der Ferne, oder über das Zentral-Display im Fahrzeug lassen sich vorab Abfahrtszeit und gewünschte Innenraumtemperatur wählen. Idealerweise wird der EQS während eines Ladevorgangs geheizt oder gekühlt, so dass die dafür notwendige Energie aus dem Netz kommt und keine Reichweite kostet.

Beim Vorwärmen durch die Vorklimatisierung werden neben der Innenraumluft – je nach Ausstattung – auch die Sitze beheizt. Beim Vorkühlen schaltet sich dagegen die elektrische Klimaanlage ein und senkt so die Innenraumtemperatur ab. Ausstattungsabhängig aktiviert sich zusätzlich die Sitzventilation.

Klimaanlagen: persönliche Einstellungen im Nutzerprofil

Individuellen Klimakomfort auf den vorderen Plätzen bietet die serienmäßige Klimatisierungsautomatik THERMATIC mit zwei Klimazonen: Fahrer und Beifahrer können die Temperatur separat für ihre Seite einstellen und in Nutzerprofilen speichern. Dank des feinfühligen Sensorsystems wird die Innenraumtemperatur automatisch konstant gehalten – auch bei veränderlichen Wetterbedingungen und wechselnder Sonneneinstrahlung.

Der integrierte Innenraumfilter auf Aktivkohlebasis arbeitet sehr effizient und kann in der einströmenden Luft neben Staub- und Rußpartikeln auch Pollen, Schadstoffe und unangenehme Gerüche reduzieren. Der EQS schaltet automatisch auf Umluftbetrieb, wenn das System über GPS eine Tunneldurchfahrt erkennt.

Neben der Komforteinstellung bietet die Klimatisierungsautomatik auch die Betriebsarten ECO und ECO+. Bei ECO ist die Bedienung der Klimatisierung bei verringerter Heiz- und Kühlleistung weiterhin uneingeschränkt möglich. Im Modus ECO+ werden nur das Gebläse und gegebenenfalls die Abwärme der eATS genutzt. Die HV-Komponenten Kompressor und Heizgerät bleiben dagegen ausgeschaltet. ECO und ECO+ reduzieren den Energieverbrauch der Klimatisierungsfunktionen und minimieren so Einbußen bei der Reichweite des Fahrzeugs.

Als Sonderausstattung gibt es den EQS mit der Klimatisierungsautomatik THERMOTRONIC mit vier Klimazonen. Hier kommen auch die Fondpassagiere in den Genuss eines persönlichen Wohlfühlklimas. Die Einstellungen können sie in der eigenen Klimabedieneinheit vornehmen. Ein weiterer Unterschied zur THERMATIC ist der noch intelligentere Umluftbetrieb: Ein Sensor für Luftgüte und schädliche Gase überwacht laufend die Qualität der angesaugten Außenluft und schaltet bei erhöhten Schadstoffwerten automatisch auf Umluftbetrieb.

Bestandteil der Sonderausstattung ENERGIZING AIR CONTROL Plus ist ein HEPA-Filter (High Efficiency Particulate Air). Er reinigt die einströmende Außenluft auf einem sehr hohen Niveau und filtert Feinstaub, Kleinstpartikel, Pollen und weitere Stoffe. Eine Aktivkohlebeschichtung reduziert Schwefeldioxid und Stickoxide sowie Gerüche. Zu den Details von ENERGIZING AIR CONTROL Plus mit HEPA-Filter: siehe separates Kapitel.

 

 

Virtueller Rundumklang und umfangreiche Soundpersonalisierung

Der neue EQS unter der Lupe: das Burmester® Surround-Soundsystem

Das optionale Burmester® Surround-Soundsystem ist Voraussetzung, um die eigens designte Sound Experience mit den beiden Klangwelten Silver Waves und Vivid Flux erleben zu können (siehe eigenes Kapitel). Die High-End-Audioanlage mit 15 Lautsprechern, 15 separaten Verstärkerkanälen und einer Systemleistung von 710 Watt bietet aber noch viele weitere Finessen. Dazu gehören der dreidimensionale Raumklang, ein persönliches Klang-Setup, für einzelne Bereiche des Innenraums fokussierte Einstellungen sowie das edle Design der Lautsprecher mit Abdeckungen aus Metall und Burmester® Schriftzügen. MBUX Entertainment ist inklusive und ermöglicht die nahtlose Bedienung von Streamingdiensten über das Zentral-Display, das Lenkrad oder den Sprachassistenten „Hey Mercedes“.

Insgesamt umfasst das Burmester® Surround-Soundsystem 15 leistungsstarke Lautsprecher. Dabei nutzt Mercedes die selbst entwickelte Frontbass-Technologie: Die beiden Tieftöner sind in den Rohbau in die Stirnwand auf der Fahrer- und Beifahrerseite integriert.

Zwei Sound-Voreinstellungen ermöglichen unterschiedlichen Hörgenuss. Wer Musik unverfälscht bevorzugt, wählt den Stil „Pure“, der ohne Effekte auskommt. Besonderheit des Modus „3D-Sound“ ist hingegen der virtuelle Rundumklang. Mit Hilfe zweier 3D-Lautsprecher in der Dachbedieneinheit und eines entsprechenden Algorithmus, genutzt vom digitalen Soundprozessor im Verstärker, wird dort echter Surround-Sound im Mehrkanalformat generiert.

Weitere Individualisierungsmöglichkeiten bieten die Funktionen „Sound-Focus“ und „Equalizer“. Bei ersterer wird der Klang für die vorderen, die hinteren oder alle Sitzplätze optimiert. Mit der Equalizer-Funktion können Bässe, Mitten und Höhen eingestellt werden. Noch bequemer: Bei der Soundpersonalisierung lassen sich mit Hilfe eines Einrichtungsassistenten die Musikvorlieben eingeben und das Burmester® Soundsystem entsprechend konfigurieren. Das Ergebnis speichert der Assistent in einem persönlichen Profil.

Wer sich für das Burmester® Surround-Soundsystem entscheidet, hat automatisch die Funktion MBUX Entertainment an Bord. Sie ermöglicht die nahtlose Bedienung von Streamingdiensten wie Spotify, amazon music, TuneIn oder TIDAL über das Zentral-Display, das Lenkrad oder den Sprachassistenten „Hey Mercedes“.

Das Burmester® Surround-Soundsystem verfügt auch über Geräuschkompensation (Vehicle Noise Compensation, VNC). Dadurch bleibt der Klangeindruck bei wechselnden Fahrgeräuschen – auf der Autobahn wie im Stadtverkehr – erhalten. Ein intelligenter Algorithmus entscheidet kontinuierlich, ob ein gewünschtes Musiksignal oder ein Störgeräusch vorliegt, und regelt den Klang präzise nach.

 

 

Emotionale Animationen, farbliches Feedback und zusätzliche optische Warnungen

Der neue EQS unter der Lupe: die Aktive Ambientebeleuchtung

In welchem Fahrmodus der EQS gerade elektrisch unterwegs ist, wird mit der Aktiven Ambientebeleuchtung (Sonderausstattung) im Innenraum erlebbar: Fahren, Boosten und Rekuperation werden mit Hilfe von rund 190 LED eindrucksvoll inszeniert. Darüber hinaus ist die Aktive Ambientebeleuchtung in die Fahrassistenzsysteme eingebunden und kann deren Warnungen optisch unterstützen. Farbliches Feedback ist auch bei der Bedienung der Klimatisierung oder des Sprachassistenten „Hey Mercedes“ möglich. Die ENERGIZING COMFORT Programme werden ebenso visuell unterstützt.

Das rund 190 LED umfassende Lichtband der Aktiven Ambientebeleuchtung liegt oberhalb des Lamellenzierelements. Entlang der Türen zieht es sich weiter bis in den Fond. Im ausgeschalteten Zustand ist eine mattweiße Linie zu sehen. Wird die Aktive Ambientebeleuchtung eingeschaltet, erscheint wie aus dem Nichts ein klar definierter Lichtstreifen – ein außergewöhnliches Erlebnis auch am Tag.

Die in Echtzeit angesteuerten einzelnen Lichtquellen inszenieren flüssige Darstellungen. So zeigt das Welcome-Szenario beim Einsteigen ein Lauflicht. Innerhalb der leuchtenden Linie sind neben den 64 Einzelfarben unterschiedliche Farbverläufe möglich. Damit wird auch das elektrische Fahren optisch erlebbar: Eindrucksvoll werden Fahren, Boosten und Rekuperation sowie die unterschiedlichen Ladezustände des EQS in Szene gesetzt.

Als zusätzlichen Beitrag zur Unfallvermeidung bindet die Aktive Ambientebeleuchtung Fahrassistenzsysteme mit ein und unterstützt mit einer Animation. So warnt etwa der Aktive Brems-Assistent mit einer roten Illumination der Instrumententafel bei Kollisionsgefahr. Auch beim Aktiven Totwinkel-Assistenten meldet ein rotes Licht in der Tür eine Gefahrensituation.

Der MBUX Sprachassistent wird ebenso optisch zum Leben erweckt und erkennt die Position der sprechenden Person. Die Aktive Ambientebeleuchtung signalisiert beispielsweise, dass das System auf eine Spracheingabe wartet.

Die Aktive Ambientebeleuchtung ist ebenso in die Programme von ENERGIZING COMFORT integriert. So wird beispielsweise im Programm Wärme die spürbare Wärme von Sitz-, Lenkrad- und Flächenheizung von warmen orange-rot gehaltenen Animationen von Bildschirm und Ambientebeleuchtung begleitet. Im Programm Vitalität verbreitet die Aktive Ambientebeleuchtung eine pink-rot-farbene Lichtstimmung im ganzen Innenraum.

 

 

1 Dieses Paket setzt das ENERGIZING Paket vorn sowie weitere Sonderausstattungen voraus

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Der EQS: das erste Elektrofahrzeug in der Luxusklasse
Der EQS: das erste Elektrofahrzeug in der Luxusklasse
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DEUTSCH: Der EQS: das erste Elektrofahrzeug in der Luxusklasse
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FRANZÖSISCH: L'EQS : le premier véhicule électrique de la catégorie luxe
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ITALIENISCH: EQS: la prima auto elettrica nella categoria luxury
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SPANISCH: El EQS: el primer automóvil eléctrico en la gama de lujo

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Jan Weber
Leiter Produkt- & Technologiekommunikation Vans & Cross Functions
*Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren WLTP (Worldwide harmonised Light vehicles Test Procedure) ermittelt. Der Energieverbrauch und der CO₂-Ausstoß eines Pkw sind nicht nur von der effizienten Ausnutzung des Kraftstoffs bzw. des Energieträgers durch den Pkw, sondern auch vom Fahrstil und anderen nichttechnischen Faktoren abhängig. Pressekontakte
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