Innovationen und Sicherheit in der neuen C-Klasse
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Das Fahrwerk: Komfort und Agilität
Wesentliche Komponenten des neuen, dynamisch ausgelegten Fahrwerks sind eine neue Vierlenkerachse vorne und eine Raumlenker-Hinterachse, die an einem Fahrschemel aufgehängt ist. Das neue Fahrwerk bildet die Basis für Federungs-, Abroll- und Geräuschkomfort, agile Fahreigenschaften und Fahrspaß. Auf Wunsch ist die neue C-Klasse auch mit kontinuierlicher Verstelldämpfung sowie mit Sportfahrwerk lieferbar. Bei den Plug-in-Hybriden sowohl der Limousine als auch des T-Modells ist eine Luftfederung an der Hinterachse serienmäßig.
Die Hinterachslenkung: handlicher und dynamischer
Besonders agil und gleichzeitig stabil fährt sich die neue C-Klasse mit der optionalen Hinterachslenkung und der damit kombinierten direkteren Lenkübersetzung an der Vorderachse. Der Lenkwinkel an der Hinterachse beträgt 2,5 Grad. Der Wendekreis verringert sich dadurch um 43 Zentimeter auf 10,64 Meter.
Darüber hinaus benötigt der Fahrer auch weniger Umdrehungen am Lenkrad zum Volleinschlag. Mit Hinterachslenkung sind es unabhängig vom Antriebskonzept 2,1 statt 2,35 (Hecktriebler mit Komfort-Lenkung) bzw. 2,3 Umdrehungen (4MATIC Versionen mit Komfort-Lenkung).
Bei Geschwindigkeiten von weniger als 60 km/h lenken die Hinterräder in die entgegengesetzte Richtung der Vorderräder – beim Einparken um bis zu 2,5° gegen den Vorderachswinkel. Der Radstand verkürzt sich situationsabhängig virtuell und das Fahrzeug fährt dadurch wendiger, leichtfüßiger und agiler. Ab einer Geschwindigkeit von mehr als 60 km/h lenken die Hinterräder bis zu 2,5° in die gleiche Richtung wie die Vorderräder. Der dadurch virtuell verlängerte Radstand bietet spürbare Vorteile: eine erhöhte Fahrstabilität und Fahrsicherheit bei hohen Geschwindigkeiten, schnellen Spurwechseln oder plötzlichen Ausweichmanövern.
Zudem sind bei dynamischen Manövern, etwa bei der Fahrt auf einer Landstraße, deutlich weniger Lenkwinkel aufzubringen – und das Fahrzeug reagiert sportlicher auf Lenkbefehle. Unterstützt wird das von der integrierten Fahrdynamikregelung des ESP®.
Die Fahrassistenzsysteme: Entlastung und Unterstützung in Gefahrensituationen
Die neueste Generation des Fahrassistenz-Pakets enthält im Vergleich zur vorigen C-Klasse Baureihe zusätzliche und weiterentwickelte Funktionen. Der Fahrer kann in Alltagsituationen durch Entlastung komfortabel und sicher fahren. Bei Gefahr helfen ihm die Systeme, situationsgerecht auf eine drohende Kollision zu reagieren. Die Funktionsweise der Systeme wird durch ein neues Anzeigekonzept im Fahrer-Display erlebbar.
Die Weiterentwicklung der Assistenzsysteme: drei Beispiele
- Der Aktive Abstands-Assistent DISTRONIC kann auf allen Straßentypen – Autobahn, Landstraße sowie in der Stadt – automatisch den vorgewählten Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen halten. Neu ist die Reaktion auf stehende Fahrzeuge, die sich auf der Fahrbahn befinden, bei einer Geschwindigkeit bis 100 km/h (bisher: 60 km/h).
- Der Aktive Lenk-Assistent unterstützt den Fahrer im Geschwindigkeitsbereich bis 210 km/h beim Folgen der Fahrspur. Neu sind die Spurerkennung zusätzlich mit 360°-Kamera, besonders im niedrigen Geschwindigkeitsbereich beim Bilden einer Rettungsgasse; die signifikant erhöhte Verfügbarkeit und Kurvenperformance auf Landstraßen sowie die erhöhte Fahrbahnzentrierung auf Autobahnen.
- Der Verkehrszeichen-Assistent erkennt neben herkömmlich ausgeschilderten Geschwindigkeitsbeschränkungen auch Schilderbrücken und Baustellenbeschilderungen. Selbst bedingte Gebote (z.B. „bei Nässe“) werden durch Auswertung aller fahrzeugseitigen Sensoren erkannt. Neu sind die Stoppschild- und die Rote-Ampel-Warnfunktion (als Teil des Fahrassistenz-Pakets).
Ausgefeilte Parksysteme unterstützen den Fahrer beim Rangieren
Dank leistungsfähigerer Umfeldsensorik können die Park-Systeme den Fahrer besser beim Rangieren unterstützen. Durch die Einbindung in MBUX gestaltet sich die Bedienung intuitiver und schneller. Die optionale Hinterachslenkung ist in die Park-Assistenten integriert, die Berechnung der Fahrspuren (Trajektorien) entsprechend darauf abgestimmt. Notbremsfunktionen dienen auch dem Schutz anderer Verkehrsteilnehmer.
Der optionale Anhängerrangier-Assistent für das T-Modell kann neben der Stabilisierung der Rückwärtsfahrt erstmalig auch frei einstellbare Kurvenfahrten bis zu 90° führen. Das ermöglicht das präzise und sichere Positionieren eines Anhängers.
Crashsicherheit: auf alle globalen Anforderungen eingestellt
Wenige Fahrzeuge werden global in so vielen Märkten angeboten wie die C-Klasse – derzeit gibt es sie in über 100 Ländern. Im Laufe der Entwicklung werden daher rund 1.000 Laststufen-Varianten untersucht, denn alle Motor- und Karosserievarianten, Recht- wie Linkslenker, Hybride wie 4MATIC-Fahrzeuge erfüllen die gleichen Anforderungen. Hinzu kommen besondere Ausstattungen, um spezielle Ratinganforderungen zu erfüllen – Fahrzeuge für Europa beispielsweise besitzen einen Mittenairbag. Er positioniert sich je nach Aufprallrichtung, Unfallschwere und Belegungszustand bei einem schweren Seitenaufprall zwischen Fahrer und Beifahrer und kann so das Risiko eines gegenseitigen Kopfkontakts reduzieren. Der Mittenairbag ist mittig im Fahrzeug in die Lehne des Fahrersitzes integriert.
Zusammen mit den bekannten PRE-SAFE® Schutzkonzepten für Frontal- und Heckcrash bildet PRE-SAFE® Impuls Seite (verfügbar in Verbindung mit dem Fahrassistenz-Paket Plus) eine Art virtuelle Knautschzone, die sich um das Fahrzeug erstreckt. Da bei einem Seitenaufprall nur eine begrenzte Knautschzone zur Verfügung steht, kann PRE-SAFE® Impuls Seite (Verfügbarkeit ausstattungsabhängig) dem betroffenen Fahrer oder Beifahrer bereits vor dem Crash einen Impuls weg von der Gefahr in Richtung Fahrzeugmitte geben, sobald das System eine unmittelbar bevorstehende Seitenkollision erkennt. Dazu werden in Sekundenbruchteilen Luftkammern in den Seitenwangen der Rückenlehne der Vordersitze aufgeblasen.
Insgesamt basiert das Sicherheitskonzept der C-Klasse auf einer intelligent konstruierten Karosserie mit besonders steifer Fahrgastzelle und gezielt deformierbaren Crashstrukturen im Zusammenspiel mit Sicherheitsgurten und Airbag-Systemen. Bei einem Unfall können Systeme zum situationsangepasstem Schutz der Insassen aktiviert werden, beispielsweise Gurtstraffer und Airbags. Mit Hilfe von zahlreichen numerischen Simulationen wurde die Fahrzeugstruktur so ausgelegt, dass für die Insassen im Crash-Fall ein besonders guter Schutz gegeben ist. Bei der unfallrelevanten Fahrzeugauslegung wurden neben den gesetzlichen Vorgaben zusätzlich interne Prüfanforderungen und Prüfkriterien berücksichtigt, die sich aus dem realen Unfallgeschehen ableiten lassen.
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