„Rookie of the Year“ 2026: Mercedes-AMG Junior-Fahrer Tom Kalender zieht Bilanz seiner zweiten DTM-Saison
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Vor genau zehn Tagen sicherte sich Mercedes-AMG Junior-Fahrer Tom Kalender (GER) beim DTM-Finale auf dem Hockenheimring den Titel „Rookie of the Year“. Der erst 18-Jährige vom Mercedes-AMG Team Landgraf überzeugte bereits beim Auftakt in Spielberg mit zwei Top-Fünf-Platzierungen und fuhr auf dem Nürburgring erstmals auf das Podium – damit war er der jüngste Fahrer auf dem DTM-Podium. Mit dem Mercedes-AMG GT3 #84 ist er neunmal aus den Top 10 gestartet und steigerte seine Punkteausbeute gegenüber seinem Debütjahr von 25 auf 49 Zähler. In unserer Rubrik „Drei Fragen an“ blickt Tom Kalender auf die Höhepunkte seiner Saison zurück, spricht über die Herausforderung, Schule und Motorsport miteinander zu vereinbaren, und verrät, welche Ziele er sich für die Zukunft gesetzt hat.
Das DTM-Saisonfinale vor 112.000 Zuschauern liegt inzwischen zehn Tage zurück. Wie fällt Dein persönliches Fazit aus?
Tom Kalender: „Ich habe in meinem Kopf noch einmal alle Höhen und Tiefen der Saison durchgespielt und bin zu dem Resultat gekommen, dass es eine gute, aber auch herausfordernde Saison war. Denn am Ende schaut man vor allem auf die Ergebnisse und die waren leider noch nicht so, wie ich mir das gewünscht hätte. Oftmals hat dabei auch das nötige Glück gefehlt. Die Zusammenarbeit im Team jedoch hat auch in dieser Saison sehr gut funktioniert. Grundsätzlich haben wir in allen Bereichen einen Schritt nach vorne gemacht. Am deutlichsten hat man das an unserer Qualifying-Pace gesehen. Der Speed war also grundsätzlich da. Auch in den Rennen konnte ich mich verbessern und beim zweiten Rennen auf dem Nürburgring haben wir mit Platz zwei gemeinsam unser erstes Podium einfahren. Das war ganz klar der schönste Moment der Saison. Zum einen ist das erste Podium immer etwas Besonderes, zum anderen habe ich damit als jüngster DTM-Fahrer auf dem Podium einen neuen Rekord aufgestellt. Für mich war es gleichzeitig ein Heimrennen. Meine Familie und Freunde waren da. Es war einfach ein ganz spezieller Tag für mich, den ich sehr genossen habe. Es freut mich auch sehr, dass ich am Ende die „Rookie of the Year“-Auszeichnung gewinnen konnte. Das ist ein cooler Titel, der mich zuversichtlich stimmt.“
Neben deiner Rennfahrerkarriere gehst Du noch zur Schule – wie herausfordernd ist es, beides miteinander zu vereinbaren?
Tom Kalender: „Das ist sehr herausfordernd. Ich arbeite für beides sehr hart. Dieser Spagat ist nicht immer ganz leicht. Wenn du in der Regel von Montag bis Freitag jeden Tag sechs bis acht Stunden in der Schule verbringst, fehlt dir die Zeit, an Details zu arbeiten und alle Aspekte des Rennfahrens zu perfektionieren. Ich muss die Phasen zwischen den Rennen nicht nur für das Training nutzen, sondern auch, um für die Schule zu lernen. Im nächsten Jahr steht bei mir das Abitur an. Die schriftliche Prüfungsphase ist im März, April – genau dann starten auch die europäischen Rennserien in ihre Saison. Diese Phase wird ganz bestimmt nicht leicht, aber ich nehme die Schule sehr ernst und ich will einen guten Abschluss machen und nicht einfach nur irgendwie durchkommen.“
Welche Ziele hast Du Dir für die kommenden Jahre gesetzt?
Tom Kalender: „Ich würde auf jeden Fall gerne weiter in der DTM fahren und die gute Zusammenarbeit mit dem Mercedes-AMG Team Landgraf fortsetzen. Mein Ziel ist es, mich Schritt für Schritt zu verbessern. Langfristig möchte ich natürlich auch Meisterschaften gewinnen – darunter auch die DTM. Die DTM ist eine einzigartige Serie. Das Prinzip ‚Ein Auto, ein Fahrer‘gibt es im GT Sport nicht häufig. Du bist ganz allein dafür verantwortlich, welche Ergebnisse du erzielst. In dieser Hinsicht ist die DTM mit der Formel 1® vergleichbar. Aber auf meiner Wunschliste steht nicht nur die DTM. Ich möchte mich als Mercedes-AMG Fahrer kontinuierlich weiterentwickeln und auch in anderen Serien Erfahrung sammeln. Am vergangenen Wochenende war ich bei der GT World Challenge Europe in Portimão mit über 60 GT3-Fahrzeugen am Start. Solche Rennen sind für meine Entwicklung sehr wertvoll. Ganz oben auf meiner Liste stehen die 24-Stunden-Rennen am Nürburgring und in Daytona.“
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