GT World Challenge: Mercedes-AMG Motorsport holt Platz zwei im Hauptrennen und feiert weitere Erfolge in GT2 und GT4
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- Lucas Auer (AUT), Maro Engel und Luca Stolz (beide GER) vom Mercedes-AMG Team MANN-FILTER belegten beim zweiten Lauf der GT World Challenge Europe im Endurance Cup auf dem Autodromo Nazionale Monza Rang zwei in einem ereignisreichen Rennen.
- Im dreigeteilten Qualifying am Sonntagmorgen schafften zwei Mercedes-AMG GT3 den Sprung in die Top 10. Das Mercedes-AMG Team Verstappen Racing qualifizierte sich zunächst auf Platz zwei, das Mercedes-AMG Team MANN-FILTER auf Platz sechs. Nach einer Strafe wegen Überholens unter gelber Flagge im ersten freien Training rückte der Mercedes-AMG GT3 #3 von Daniel Juncadella (ESP), Jules Gounon (AND) und Christopher Lulham (GBR) jedoch auf Startplatz sieben zurück.
- Eine Kollision mit mehreren Fahrzeugen prägte die Startphase. Maxime Martin (BEL) im Mercedes-AMG GT3 #17 vom Team GetSpeed hatte auf der rechten Seite einen sehr guten Start, traf in der Anfahrt auf die erste Schikane auf langsamere Fahrzeuge vor ihm, musste ausweichen und überquerte dabei die weiße Linie. In einer Situation mit zeitweise fünf Fahrzeugen nebeneinander kam es beim Wiedereinscheren mehrerer GT3 zu einer Kettenreaktion, bei der acht Fahrzeuge unmittelbar aus dem Rennen ausschieden. Die #17 war dabei nach Einschätzung der Rennleitung ursächlich für den Zwischenfall. Die Mercedes-AMG GT3 im vorderen Feld blieben von der Kollision verschont und reihten sich anschließend auf den Positionen eins (#17), zwei (#48) und fünf (#3) ein.
- Maxime Martin (BEL) erhielt wegen Überfahrens der weißen Linie beim Ausweichmanöver eine Drei-Minuten-Stop-and-Go-Strafe, die in Runde 21 abgesessen wurde. In dieser Phase übernahm Maro Engel im Mercedes-AMG GT3 #48 die Führung. Der Mercedes-AMG GT3 #17 wurde schließlich mit zwei Runden Rückstand abgestellt.
- Beim zweiten Fahrerwechsel von Luca Stolz auf Lucas Auer wurde der Mercedes-AMG GT3 #48 eine Runde später an die Box gerufen als viele andere Fahrzeuge und fiel zwischenzeitlich bis auf Position 28 zurück. Eine weitere Full Course Yellow-Phase rund 23 Minuten vor Rennende ermöglichte jedoch die Rückkehr in die Spitzengruppe.
- Vier Minuten vor Rennende wurde der auf Rang zwei liegende Mercedes-AMG GT3 #87 von Marvin Dienst (GER), Gabriele Piana (ITA) und Rinat Salikhov (FIA), die bis dahin ein herausragendes Rennen gezeigt hatten, bei einem weiteren schweren Unfall von einem anderen Fahrzeug getroffen und unverschuldet aus dem Rennen genommen.
- Der Mercedes-AMG GT3 #48 entging der Kollision nur knapp und sicherte sich mit Platz zwei ein wichtiges Podiumsergebnis. Nach den ersten beiden Rennwochenenden führt das Mercedes-AMG Team MANN-FILTER damit die Fahrer- und Teamwertung Overall und im Endurance Cup an.
- Weitere Ergebnisse der Mercedes-AMG Kundensportteams: Platz fünf im Silver Cup (Gesamtplatz 13) für das GetSpeed Team Bartone Bros #6, Platz zehn im Bronze Cup (Gesamtplatz 31) für das GetSpeed Team Dubai #12 sowie Platz elf im Bronze Cup (Gesamtplatz 32) für das Grupo Prom Racing Team #177. Der GT3 des Mercedes-AMG Team Verstappen Racing erlitt bei der Startkollision einen Schaden vorne rechts und musste das Rennen vorzeitig beenden. Auch der Mercedes-AMG GT3 #222 schied aufgrund eines technischen Defekts frühzeitig aus.
- Im Rahmenprogramm feierten die Mercedes-AMG Kundensportteams ebenfalls zahlreiche Erfolge. In der GT2 European Series fuhren David Thilenius (USA) und Jay Mo Härtling (GER) vom Team SR Motorsport by Schnitzelalm im ersten Rennen auf den dritten Platz. Dahinter komplettierten die beiden Fahrzeuge des NM Racing Teams das starke Ergebnis mit den Positionen vier (#116) und fünf (#115). Im zweiten Lauf gelang Thilenius und Härtling der Sieg. Alberto de Martín (ESP) und Nil Montserrat sicherten dem NM Racing Team im Mercedes-AMG GT2 #115 Rang zwei, während das Schwesterfahrzeug mit der Startnummer 116 das Rennen auf Platz vier beendete. Auch in der GT4 European Series setzte sich die Erfolgsserie fort: Enrico Förderer und Cedric Fuchs (beide GER) vom Team SR Motorsport by Schnitzelalm dominierten das zweite Saisonwochenende und feierten sowohl im ersten als auch im zweiten Rennen den Sieg.
>> Rennergebnis GT World Challenge Endurance Cup Monza (GT3)
„Monza war einmal mehr eine emotionale Achterbahnfahrt: Rein sportlich war es aus unserer Sicht ein erfolgreiches Wochenende. Sowohl im Hauptrennen als auch in der GT2 European Series und der GT4 European Series haben unsere Kundensportteams starke Leistungen gezeigt. Auch das Debüt in der SRO Driving Academy war ein Erfolg. Im GT3-Rennen hatten wir das nötige Glück, mit der #48 am Ende auf dem Podium zu stehen. Umso bitterer ist es, dass Winward Racing mit der #87 kurz vor Rennende ein mehr als verdientes Podiumsergebnis verlor. Auch die Ereignisse in der Startphase werden wir uns noch einmal sehr genau anschauen. Wir respektieren die Entscheidung der Rennleitung und können nachvollziehen, dass in einer solchen Situation gehandelt werden muss. Gleichzeitig halte ich es für wichtig, den Vorfall im Gesamtkontext mit teilweise fünf Fahrzeugen nebeneinander zu betrachten. Der Fokus richtet sich trotz allem bereits auf das Saisonhighlight Ende des Monats in Spa-Francorchamps, auf das wir uns sehr freuen.“
Stefan Wendl, Leiter Customer Racing, Mercedes-AMG Motorsport
„Für mich, meine beiden Teamkollegen und das gesamte Mercedes-AMG Team MANN-FILTER gab es am Ende ein Happy End. Ein großes Dankeschön an das gesamte Team, das zu keinem Zeitpunkt aufgegeben hat und uns diese Aufholjagd ermöglicht hat. Trotzdem verlässt man Monza auch mit einem weinenden Auge. Für Rinat, Marvin und Gabriele tut es mir unglaublich leid. Sie haben ein starkes Rennen gezeigt. Ich saß zu diesem Zeitpunkt im Auto, war direkt hinter Marvin und hatte großes Glück, nicht ebenfalls getroffen zu werden.“
Lucas Auer, Mercedes-AMG Team MANN-FILTER #48
„Zunächst einmal ist es nie schön zu sehen, wenn so viele Fahrzeuge bei einem Unfall schwer beschädigt werden. Umso wichtiger ist es, dass alle beteiligten Fahrer den Zwischenfall unverletzt überstanden haben. Auch einen Tag später fällt es mir noch schwer, die Entscheidung vollständig nachzuvollziehen. Ich hatte einen sehr guten Start und war schneller als die Fahrzeuge vor mir. In dieser Situation musste ich ausweichen, genauso wie andere Fahrer auch. Dass das Verlassen der Strecke bestraft wird, kann ich grundsätzlich nachvollziehen – gerade in Monza werden solche Situationen sehr konsequent bewertet. Was es für mich schwierig macht, ist die Tatsache, dass es weder zu einem Kontakt mit einem anderen Fahrzeug noch zu einem Schaden an meinem Auto gekommen ist. Letztlich müssen wir die Entscheidung akzeptieren und nach vorne schauen. Das gehört zum Motorsport dazu. Mein Fokus richtet sich jetzt auf das 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps Ende des Monats – mein Heimrennen und eines der absoluten Highlights der Saison.“
Maxime Martin, Mercedes-AMG Team GetSpeed #17
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