Rarität in „Mercedesblau“: Mercedes-Benz 170 V „Kundendienst“ von 1952
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- Eins der Exponate in der Sonderausstellung „130 Jahre Nutzfahrzeuge“
- Seltener Kasten-Lieferwagen mit Ottomotor und „Sindelfinger Karosserie“
- Komfort für Kundendienstmechaniker sowie Raum für Werkzeug und Ersatzteile
„Close-up“ – der Name der Serie des Mercedes-Benz Museums ist Programm. Jede Folge erzählt Überraschendes, Spannendes, Hintergründiges zu Fahrzeugen aus der Ausstellung. Diesmal im Blick: der Mercedes-Benz 170 V Kastenwagen (W 136) als Kundendienstfahrzeug in der neuen Sonderausstellung „130 Jahre Nutzfahrzeuge“. Sie zeigt sieben Exponate aus der Geschichte der Transporter und Lastwagen von Mercedes-Benz seit 1896 und ist bis zum 4. April 2027 zu sehen. Hinzu kommen im Atrium des Museums temporär ausgestellte authentische Rekonstruktionen des Daimler Lastwagens von 1896 und des Benz Combinations-Lieferungswagens von 1899 – die Wegbereiter der Nutzfahrzeuggeschichte.
Nr. 7/2026: Mercedes-Benz 170 V Kundendienstfahrzeug (W 136) von 1952
Service ist blau: Die Lackierung dieses Mercedes-Benz 170 V Kastenwagens fällt noch heute ins Auge. In den 1950er-Jahren wissen die Menschen sofort: Diese Farbe steht für Service von Mercedes-Benz. Denn in „Mercedesblau“ sind damals Kundendienstfahrzeuge der Marke lackiert. Der formschöne Kompaktvan wird ab 1952 in der Schweiz eingesetzt. Auch Ikonen wie beispielsweise der Rennwagen-Schnelltransporter „Blaues Wunder“ von 1955 tragen den Farbton.
Blech, Holz, Teppich: Üblicherweise ist das Kundendienstfahrzeug damals voller Werkzeug und Ersatzteile unterwegs. Der Kastenaufbau mit links angeschlagener Hecktür bietet dafür reichlich Raum: Eine sichtbare Unterkonstruktion aus Holz trägt das elegant geformte Blechkleid. Im Innern sind die Holzbögen seitlich mit jeweils fünf Latten verbunden, die bis zur Fahrerhauswand laufen. Unter dem mit Teppichboden abgedeckten Laderaumboden kann weitere Ausrüstung verstaut werden. Dort hat auch das Ersatzrad des 170 V Platz.
Sindelfinger Eleganz: Vor der Fahrertür befindet sich direkt über dem hellgrau lackierten Kotflügel eine silberfarbene Plakette. „Sindelfinger Karosserie. Daimler-Benz A.G.“ steht darauf, und in der Mitte glänzt der Mercedes Stern. Die Plakette verweist auf die Tradition hochwertiger Werkskarosserien der Marke seit den 1930er-Jahren.
Komfort für den Einsatz: Die Kundendienstmechaniker nehmen im Fahrerhaus Platz auf einer mit hellgrauem Kunstleder bezogenen Sitzbank. Der Getriebetunnel ist ebenfalls mit Kunstleder belegt. Die Pedalerie umgeben sorgfältig befestigte Matten aus robustem Gewebe, die exakt auf den Fußraum zugeschnitten sind. Das hellgrau lackierte Armaturenbrett trägt zentral vor dem Fahrer den Tachometer mit Kilometerzähler, links davon ein Kombiinstrument für Tankanzeige und Öldruck sowie rechts die Zeituhr. Die Knöpfe der verschiedenen Bedienelemente sind in elfenbeinfarbenem Kunststoff ausgeführt. Mit dem schwarzen Hupenring im schwarzen Lenkrad werden auch die Fahrtrichtungsanzeiger bedient: Vorn vor den Türen sind klassische Winker mit Blinkfunktion angebracht, hinten sind es moderner wirkende Blinklichter.
Zeitzeugen des Wiederaufbaus: Dieser elegante 170 V Kasten-Lieferwagen ist der direkte Nachkomme automobiler Zeitzeugen, die den Neubeginn der Serienproduktion bei Mercedes-Benz nach dem Zweiten Weltkrieg unter schwierigen Bedingungen des Wiederaufbaus markieren. Den Anfang machen ab Mai 1946 sehr einfache, aber damals dringend benötigte Fahrzeuge: Pritschenwagen, Kastenwagen und Krankenwagen, alle auf Basis des 170 V. Die ersten Limousinen folgen wieder ab 1947. Der 1936 vorgestellte 170 V (Baureihe W 136) ist für Mercedes-Benz wirtschaftlich, technisch und strategisch eines der bedeutendsten Fahrzeuge der gesamten Vorkriegszeit – und damit optimal geeignet für die erneute Fertigung.
Effizient mit Diesel: Die Rahmenbedingungen verbessern sich langsam ab 1948, insbesondere durch die Währungsreform in der Bundesrepublik Deutschland und das Anlaufen des Marshallplans der Vereinigten Staaten von Amerika. Das spiegelt auch das Programm der leichten Nutzfahrzeuge von Mercedes-Benz wider. Der effiziente 170 D kommt 1949 ins Programm der Baureihe W 136. Es gibt ihn ab Werk ebenfalls als Kastenwagen sowie als Fahrgestell für Aufbauten unabhängiger Karosserieunternehmen. Mit seinem 29 kW (40 PS) starken 1,7-Liter-Dieselmotor OM 636 ist er die passende Antwort auf den Bedarf vieler Gewerbetreibender und Handwerker in der Epoche des bundesdeutschen „Wirtschaftswunders“, das Anfang der 1950er-Jahre einsetzt.
Kleinserie mit Ottomotor: Als Kastenwagen mit Sindelfinger Karosserie werden 1952 sowohl der 170 V als auch der 170 D produziert. Die Dieselversion entsteht mehr als 500-mal. Von der leistungsfähigeren und dynamischeren Variante mit Ottomotor (33 kW/45 PS bei 3.600/min, Höchstgeschwindigkeit 116 km/h) hingegen werden nur 35 Exemplare gebaut. Damit ist der 170 V in der neuen Sonderausstellung „130 Jahre Nutzfahrzeuge“ nicht nur ein Zeitzeuge der 1950er-Jahre, sondern zugleich höchst selten. Als Kundendienstfahrzeuge verwendet Mercedes-Benz in den 1950er-Jahren verschiedene Varianten der Baureihe W 136. Darunter sind auch Kombilimousinen mit Aufbau externer Karosseriefirmen wie Lueg – teilweise mit eigens entwickeltem Anhänger für einen kompletten Werkzeugsatz.
Das Mercedes-Benz Museum ist täglich von Dienstag bis Sonntag von 9 bis 18 Uhr geöffnet.
Kassenschluss ist immer um 17 Uhr.
Anmeldung, Reservierung und aktuelle Informationen: Montag bis Samstag von 9 bis 18 Uhr unter
Telefon +49 711 17-30000, per E-Mail an classic@mercedes-benz.com oder online unter
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Mercedes‑Benz Jubiläumsjahr „140 Years of Innovation“
Seit Carl Benz vor 140 Jahren das Patent für das erste Automobil angemeldet hat und Gottlieb Daimler kurz darauf die Motorkutsche baute, hat sich Mercedes‑Benz der stetigen Innovation verschrieben, um die begehrenswertesten Autos der Welt für seine Kundinnen und Kunden zu bauen. Dieser Anspruch hat jede Innovation vorangetrieben – vom ersten Automobil der Welt im Jahr 1886 bis hin zur aktuell laufenden, größten Modelloffensive der Unternehmensgeschichte. Mit Leidenschaft für Leistung und Pioniergeist, Exzellenz und konsequenter Kundenorientierung hat die Marke mit dem Stern stets die Zukunft der Mobilität geprägt. Das Ergebnis geht weit über technische Errungenschaften hinaus – es schafft das unverwechselbare Gefühl, für das Mercedes‑Benz in seinem ganzen Wirken steht: Welcome home.
Mercedes‑Benz feiert 140 Jahre Innovation und schickt drei neue S‑Klasse Limousinen auf eine transkontinentale Reise zu 140 Zielen weltweit. Jeder Ort stellt die Technologie, das Erbe, den Pioniergeist und die weltweite Präsenz der Marke heraus. Unterwegs können Kundinnen und Kunden, Fans sowie Kolleginnen und Kollegen an den Feierlichkeiten teilhaben – auf einer epischen Reise, die bis Oktober dauert. Verfolgen Sie die „140 Years. 140 Places“-Tour über sechs Kontinente in unserem „140 Years of Innovation | Mercedes‑Benz Media“-Special sowie in der Mercedes‑Benz Community.
Pressebilder und weitere Presse-Informationen: media.mercedes-benz.com
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