Die Technik der neuen Mercedes-Maybach S-Klasse
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Die neue Mercedes-Maybach S-Klasse: Unter der Lupe: das DIGITAL LIGHT
Hochauflösende Lichtprojektion mit neuartigen Assistenzfunktionen
Im Vorgänger hat diese Zukunftstechnologie ihre Weltpremiere in Kleinserie gefeiert, mit der neuen S-Klasse Generation startet DIGITAL LIGHT jetzt in der Großserie. Die Scheinwerfertechnologie (Sonderausstattung) ermöglicht ganz neue Funktionen, etwa die Projektion von Hilfsmarkierungen oder Warnsymbolen auf die Fahrbahn. DIGITAL LIGHT besitzt in jedem Scheinwerfer ein Lichtmodul mit drei extrem lichtstarken LED, deren Licht mit Hilfe von 1,3 Millionen Mikrospiegeln gebrochen und gerichtet wird. Pro Fahrzeug beträgt die Auflösung also über 2,6 Millionen Pixel.
Untergebracht sind die Mikrospiegel auf der Fläche eines Daumennagels. Ein Steuergerät mit leistungsstarkem Grafik‑Rechner generiert über eine HDMI-ähnliche Verbindung einen permanenten Videostream zu den Spiegeln. Digital Light greift damit die Technik von Videobeamern auf. Zu erkennen ist der neuartige Scheinwerfer in der Mercedes-Maybach S-Klasse an seiner konkaven Linse, dem Schriftzug und einer blau leuchtenden Bodenblende.
Das in 1,3 Millionen Pixel gegliederte Licht macht eine punktgenaue Lichtverteilung möglich. Der Fernlichtassistent ist beim Ausblenden von Gegenverkehr oder Verkehrsschildern somit über 100-mal genauer als das 84-Pixel-Licht. Auch die Hell-Dunkel-Grenzen und die Lichtverteilung aller übrigen adaptiven Lichtfunktionen werden mit einer deutlich verbesserten Präzision dargestellt, was beispielsweise im Nebellicht, Autobahnlicht oder Citylicht die Ausleuchtung optimiert.
Besonders hervorzuheben sind diese Assistenzfunktionen1:
- Warnung vor erkannten Baustellen durch die Projektion eines Baggersymbols auf die Fahrbahn
- Warnung und Markierung durch ein Spotlight auf erkannte Fußgänger am Fahrbahnrand
- Hinweis auf Ampel, Stoppschild oder Einfahrverbot durch Projektion eines Warnsymbols auf die Fahrbahn
- Unterstützung auf verengten Fahrbahnen (Baustelle) durch Projektion von Führungsmarkierungen auf die Fahrbahn
Das topographische Licht berücksichtigt auf der Basis von Daten der Navigationskarten Bergfahrten, insbesondere Kuppen und Senken: Beim Überfahren einer Kuppe beispielsweise leuchtet der Scheinwerfer nicht in den Himmel, sondern wird parallel zur Fahrbahn heruntergeschwenkt. In Senken wird der Lichtkegel angehoben und somit die gewünschte Reichweite erhalten.
DIGITAL LIGHT begrüßt und verabschiedet den Fahrer zudem mit einer speziellen Lichtinszenierung.
1Aufgrund der Zulassungsregularien können die Verfügbarkeit und der Funktionsumfang dieser neuen Assistenzfunktionen marktspezifisch eingeschränkt sein.
Die neue Mercedes-Maybach S-Klasse: Der Geräuschkomfort
Außergewöhnlich leise und vibrationsarm
Das Vorgängermodell war bei seiner Einführung 2015 im Fond die leiseste Limousine der Welt. Der neue Mercedes-Maybach bietet jetzt noch mehr Geräuschkomfort. Getestet wurde das NVH-Verhalten (Noise, vibrations, harshness, Geräusch, Vibrationen, Rauigkeit) unter anderem im Technologiezentrum für Akustik und Schwingungen (TAS) in Sindelfingen sowie im Prüf- und Technologiezentrum (PTZ) in Immendingen.
Die neue Luxus-Limousine baut auf der sehr guten NVH-Basis der neuen S-Klasse Generation auf. Auch bei ihr ist die Karosseriesteifigkeit das Fundament für den ausgezeichneten Geräusch- und Schwingungskomfort. Weitere S-Klasse Details wie die doppelte Abdichtung der Durchbrüche der Kabeltüllen an der Stirnwand, die großflächige Stirnwandisolation und Akustikschäume in ausgewählten Rohbauprofilen wurden übernommen.
Die noch weiter gehenden NVH-Maßnahmen in der Mercedes-Maybach S-Klasse zielen vor allem auf den Fond. So wird zusätzlicher Dämmschaum im Bereich des hinteren Radlaufs eingesetzt, da dort im Vergleich zu den Modellbrüdern ein neuer Hohlraum entstand. Die zusätzlichen festen Dreiecksfenster in der C-Säule erhielten ein dickeres Verbundglas, da sie sich in unmittelbarer Nähe der Köpfe der Fondpassagiere befinden.
Auf Wunsch sind für den Mercedes-Maybach geräuschoptimierte Reifen mit Schaumabsorbern erhältlich. Schaumstoff auf der Innenseite der Laufflächen wirkt dort wie ein Schalldämpfer und macht den Innenraum noch leiser. Als Sonderausstattung ist ferner wärme- und geräuschdämmendes sowie Infrarot reflektierendes Verbundsicherheitsglas rundum verfügbar. Die zusätzlichen Folien zwischen den Scheiben des Verbundsicherheitsglases mindern unter anderem die Windgeräusche. Zusätzlich halten sie auch von Leitplanken reflektierten Lärm oder Geräuschentwicklungen entgegenkommender Fahrzeugen ab.
Ihre Premiere im gesamten Unternehmen Daimler erlebt die Aktive Fahrgeräuschkompensation. Das System verringert unerwünschte, tieffrequente Geräusche mit Hilfe gegenphasiger Schallwellen (siehe separates Kapitel).
Die Ingenieure von Mercedes-Benz testen die Fahrzeugakustik im Technologiezentrum für Akustik und Schwingungen (TAS) in Sindelfingen. Erstmals kam auch „Dascha“, eine Entwicklungspuppe, die die zu messenden Geräusche selbst erzeugt, zum Einsatz (Daimler-Schallquelle).
Im TAS lassen sich an diversen Prüfständen Geräusche in verschiedenen Situationen innerhalb und außerhalb des Fahrzeugs messen und entsprechend analysieren, hier einige Beispiele:
- In einem Testlabor findet eine berührungslose, vollautomatische Schwingungsmessung statt. Die Schwingungen an Oberflächen werden dort mit Laser-Hilfe gescannt und anschließend wie bei einer Wärmebildkamera visualisiert. Dazu sind drei Laserabtastköpfe auf dem Arm eines auf Linearachsen verfahrbaren Roboters montiert. Die (Ersatz-)Anregung einzelner Fahrzeugkomponenten erfolgt über einen Shaker. Das System kann einzelne Komponenten ebenso messen wie komplette Fahrzeuge. Dazu ist im Labor ein Kran an der Decke befestigt.
- Bei den Außengeräusch-Rollenprüfständen kommen Mikrofon-Arrays mit zum Teil über 800 in Reihe geschalteten Mikrofonen zum Einsatz. Mit ihrer Hilfe lässt sich trotz stehendem Fahrzeug eine Vorbeifahrt simulieren, unabhängig von Jahreszeit und Witterung. Zugleich können die Schallquellen analysiert werden. Keilabsorber an den Wänden sorgen für eine möglichst leise Raumakustik, einem Freifeld sehr ähnlich.
- Auf dem Akustik- und Schwingungskomfort-Prüfstand lassen sich hochfrequente Straßenanregungen über alle vier Fahrzeugräder simulieren. Ausgeführt als sogenannter Flachbahnprüfstand ist dieser bezüglich des Fahrbahnkontakts der Reifen näher an der Realität als ein Rollenprüfstand. Über unterschiedliche Anregungen der Räder in vertikaler und horizontaler Richtung werden Straßenunebenheiten nachgeahmt: Plattenstöße auf Autobahnen ebenso wie Rauhasphalt.
- Auf dem Regengeräusch-Prüfstand wird getestet, welche Geräusche unterschiedlich starker Niederschlag zum Beispiel auf Dach und Scheiben erzeugt. Exakt 1.648 Wasserdüsen befinden sich dazu unter der hohen Decke.
Durch Simulationen und Messungen im TAS können die Fahrzeugakustiker bereits einen hohen Reifegrad erreichen, bevor es mit Testfahrzeugen unter anderem zum Prüf- und Technologiezentrum (PTZ) in Immendingen geht. Die Asphaltdeckschicht der dortigen Akustik-Prüfstrecke besitzt einen exakt nach den Normen ISO 362 und ISO 10844 definierten Reibwert. Dadurch können dort neben Akustikversuchen auch Zertifizierungs-Schallmessungen durchgeführt werden. In Ausbuchtungen am Rande der Strecke ist Platz für Mikrofone vorgesehen.
Die neue Mercedes-Maybach S-Klasse: Unter der Lupe: die Aktive Fahrgeräuschkompensation
Mehr Ruhe dank Schallwellen
Mit der Aktiven Fahrgeräuschkompensation wird die im Innenraum ohnehin sehr leise Mercedes-Maybach S-Klasse noch leiser. Ähnlich wie bei Kopfhörern mit Geräuschunterdrückung verringert das System unerwünschte, tieffrequente Geräusche mit Hilfe gegenphasiger Schallwellen. Für die Wiedergabe werden die Basslautsprecher des Burmester® High-End 4D-Surround-Soundsystems genutzt.
Durch Fahrbahnanregung entstehen niederfrequente Geräusche, die im Innenraum als störendes Dröhnen oder Wummern wahrgenommen werden können. In der Mercedes-Maybach S-Klasse mit Aktiver Fahrgeräuschkompensation sitzen sechs Beschleunigungssensoren am Fahrwerk. Sie übermitteln Referenzsignale an das Steuergerät. Mit Hilfe eines speziellen Algorithmus wird mit diesen Informationen im Voraus berechnet, welcher Gegenschall erzeugt werden muss. Die passenden, also um 180 Grad phasenverschobenen Schallwellen werden über die Basslautsprecher des Burmester® High-End 4D-Surround-Soundsystems wiedergegeben.
Ein entsprechendes BUS-System sorgt quasi mit Überschallgeschwindigkeit für die Übertragung der Audiosignale. Denn diese müssen ja gleichzeitig am menschlichen Ohr sein wie der vom Abrollen verursachte Schall. Für die Wiedergabe stehen nur rund drei Millisekunden zur Verfügung.
Da sich das Geräuschverhalten ändern kann, wenn der Fahrbelag wechselt oder die Geschwindigkeit variiert, nutzt das System darüber hinaus vier Mikrofone im Innenraum zum Monitoring und zur Adaption. Diese zusätzlichen Mikrofone sitzen sehr nahe an den Passagieren direkt neben den Mikrofonen der Freisprechanlage.
Die Gegenschallwellen der Aktiven Fahrgeräuschkompensation sind von den Passagieren nicht zu hören. Sie werden aber auch erzeugt, wenn das Burmester® High-End 4D-Surround-Soundsystem scheinbar ausgeschaltet ist, denn die Endstufen sind immer in Betrieb. Die Aktive Fahrgeräuschkompensation schaltet sich hingegen automatisch ab bei niedrigen Geschwindigkeiten unter circa 20 km/h sowie oberhalb von etwa 180 km/h, wenn die Windgeräusche dominieren. Auch wenn die Seitenscheiben oder das Schiebedach geöffnet wird, wird kein Gegenschall erzeugt, da die Regelstrecke im Auto dann anders ist.
Entwickelt wurde die Aktive Fahrgeräuschkompensation zusammen mit der Harman-Tochter HALOsonic.
Die neue Mercedes-Maybach S-Klasse: Das Fahrwerk
Komfortabel abgestimmt und bemerkenswert handlich dank mitlenkender Hinterräder
Serienmäßig ist die Luftfederung AIRMATIC mit Niveauausgleich und kontinuierlicher Verstelldämpfung ADS+. Die optionale Hinterachslenkung mit einem Lenkwinkel von bis zu 10° steigert die Handlichkeit und reduziert den Wendekreis um bis zu zwei Meter. Das optionale vollaktive Fahrwerk E-ACTIVE BODY CONTROL auf 48‑V‑Basis scannt mit einer Stereokamera die Fahrbahn und bügelt langwellige Hindernisse glatt. Es bietet darüber hinaus noch zusätzlichen Schutz bei einem Seitencrash.
DYNAMIC SELECT bietet gegenüber der Mercedes-Benz S-Klasse ein zusätzlich entwickeltes Fahrprogramm MAYBACH an. Mit dieser Einstellung wird die Antriebsleistung noch komfortabler freigesetzt und die Fahrt damit noch ruhiger und entspannter:
- Flachere Gaspedalkennline für Chauffeurmodus
- Noch komfortablere, schaltberuhigte Getriebeabstimmung
- Bestmöglicher Komfort durch Anfahren im zweiten Gang
Die Einstellung von Luftfederung AIRMATIC und E-ACTIVE BODY CONTROL ist auf höchsten Federungskomfort auf allen Sitzplätzen ausgerichtet.
Das Fahrzeugniveau wird stets gehalten
Die serienmäßige Luftfederung AIRMATIC spricht besonders feinfühlig an. Sie verbindet Luftfederbälge und adaptive ADS+-Dämpfer, deren Kennung vollautomatisch geregelt an jedem Rad individuell veränderlich ist, und zwar in Zug- und Druckstufe getrennt. Die Niveauregulierung ist Bestandteil der AIRMATIC. Sie hält die Bodenfreiheit unabhängig von der Beladung des Wagens konstant. Zur Reduzierung des Luftwiderstands und damit des Kraftstoffverbrauchs wird das Niveau bei höheren Geschwindigkeiten automatisch abgesenkt.
Noch mehr Fahrkomfort und Agilität sowie innovative Funktionen, wie ein Anheben der Karosserie beim Seitencrash, bietet das Aktive Fahrwerk E-ACTIVE BODY CONTROL, das mit der serienmäßigen Luftfederung AIRMATIC kombiniert ist. Es kann die Feder- und Dämpferkräfte an jedem Rad individuell regeln. ROAD SURFACE SCAN vermisst dabei die Straße mit einer Stereokamera und adaptiert die Federung schon, bevor das Rad eine Unebenheit überfährt. Durch diese vorausschauende Regelung „schwebt“ die Karosserie nahezu ohne Vertikalbewegung über langwellige Hindernisse. Mit der Kurvenneigefunktion CURVE legt sich die Karosse in die Kurve, statt nach außen zu kippen. Dadurch wirken geringere Querkräfte auf die Insassen und der Komforteindruck wird nochmals gesteigert.
Beide Achsen können lenken und reduzieren so den Wendekreis
Das großzügige Innenraumangebot der Mercedes-Maybach S-Klasse erfordert natürlich auch entsprechende äußere Abmessungen. Um den Wagen handlich und präzise auch auf engem Raum zu manövrieren, ist er mit einer Hinterachslenkung (Sonderausstattung) ausgestattet. Der Wendekreis verringert sich damit um bis zu zwei Meter. Kunden haben die Wahl zwischen zwei Varianten: Hinterachslenkung 4,5° und 10°. Statt 13,4 Meter beträgt der Wendekreis dann 12,4 beziehungsweise 11,4 Meter.
In Fahrzeugen mit der Sonderausstattung Hinterachslenkung kommt an der bewährten Vierlenker-Vorderachse eine Lenkungsvariante mit einer um circa 15 Prozent direkteren Lenkübersetzung zum Einsatz. Im Zusammenspiel mit der Hinterachslenkung senkt dies den Lenkbedarf erheblich, was den Fahrkomfort zusätzlich steigert. Agilität und Manövrierbarkeit werden objektiv erhöht, und gleichzeitig werden die souveräne Stabilität und Präzision einer Luxuslimousine mit langem Radstand im höheren Geschwindigkeitsbereich noch verstärkt.
Die neue Mercedes-Maybach S-Klasse: Die Rückhalte- und die Fahrassistenzsysteme
Mehr Schutz vor und bei Unfällen
Gerade in der Mercedes-Maybach S-Klasse gilt das Augenmerk seit jeher auch besonders der Sicherheit im hinteren Abteil. Das zeigt auch die Innovation Fondairbag: Diese Serienausstattung kann bei schweren Frontalkollisionen die Belastungswerte auf Kopf und Nacken für die angeschnallten Insassen auf den äußeren Rücksitzplätzen deutlich reduzieren. Neue und erweiterte Fahrassistenzsysteme entlasten im Alltag durch situationsgerechte Unterstützung bei Geschwindigkeitsanpassung, Abstandregelung, Lenken und Spurwechsel. Der Fahrer kann so länger fit bleiben und sein Ziel sicherer und komfortabler erreichen. Bei Gefahr können Fahrassistenzsysteme situationsabhängig auf die Gefahr reagieren und so mögliche Kollisionen in ihrer Schwere mindern oder sogar ganz vermeiden.
Die Executive Sitze im Fond verfügen über
- Sitzkissenairbags. Sie wirken bei angelegtem Sicherheitsgurt einem Durchrutschen unter dem Beckengurt entgegen.
- Beltbags (Sonderausstattung). Dieses aufblasbare Gurtband verteilt die wirkenden Kräfte auf eine größere Fläche.
- Gurtbringer (Sonderausstattung) erleichtern das Anschnallen.
- Die Gurttragekomfortschaltung schaltet die Rückzugskraft des Sicherheitsgurtes nach dem Anschnallen auf ein besonders angenehmes Niveau. Serienmäßig sind Gurtstraffer und Kraftbegrenzer, welche die Belastungswerte der Insassen reduzieren helfen.
- Die Fondairbags für beide Fondinsassen sind eine Neuheit.
- Sidebags stehen auch hinten besonders als Schutz beim schweren Seitencrash zur Verfügung.
- Windowbags. Angeordnet im Bereich des Dachrahmens, decken sie den Kopfaufprallbereich für Front- und Fondpassagiere großflächig ab.
In kritischen Fahrsituationen fährt die PRE-SAFE® Positionierungsfunktion auch die hinteren Sitze in eine für den Crashfall günstigere Position. Die Aktiv-Multikontursitze des Sitzkomfort-Pakets Fond ermöglichen zusätzlichen Schutz in Kombination mit PRE-SAFE®: Wird eine kritische Fahrsituation erkannt, kann das PRE-SAFE® System den Druck in denjenigen Luftkammern erhöhen, die sich in den Seitenwangen der Multikontursitze befinden. So können die Fondpassagiere besser fixiert und Pendelbewegungen reduziert werden.
Umfassende Sicherheit auch auf den vorderen Sitzen
Fahrer und Beifahrer besitzen jeweils einen Dreipunkt-Sicherheitsgurt mit pyrotechnischer Aufrollerstraffung und Gurtkraftbegrenzung sowie als Teil des serienmäßigen PRE-SAFE® den elektrisch reversiblen Gurtaufrollstraffer inklusive der abschaltbaren, automatischen Gurtanpassung. Beim Fahren liegt der Gurt besonders sanft am Körper an. Bei einem schweren Frontalaufprall kann PRE-SAFE® Impuls die auf Fahrer und Beifahrer wirkenden Kräfte reduzieren. Das System strafft die vorderen Gurte an allen drei Befestigungspunkten und hält die Insassen so frühzeitig im Sitz zurück.
Fahrer und Beifahrer verfügen außerdem über Frontairbags, der Fahrer auch über einen Kneebag. Windowbag und Sidebag werden auf der stoßzugewandten Seite ausgelöst, wenn das zentrale elektronische Steuergerät einen Seitencrash identifiziert. Zur Erkennung der Querbeschleunigung wird der zentrale Crashsensor von Satellitensensoren unterstützt, die außen im Bereich des B‑Säulenfußes angeordnet sind. Drucksensoren in allen vier Türen tragen ebenfalls zur Prognose der Aufprallschwere bei.
Zusätzlich wird serienmäßig das präventive und teilreversible Seitenrückhaltesystem PRE-SAFE® Impuls Seite zum Schutz der vorderen Insassen verbaut. Zusammen mit den bekannten PRE-SAFE® Schutzkonzepten für Frontal- und Heckcrash bildet PRE-SAFE® Impuls Seite eine Art virtuelle Knautschzone, die sich um das Fahrzeug erstreckt.
Da bei einem Seitenaufprall nur eine begrenzte Knautschzone zur Verfügung steht, kann PRE-SAFE® Impuls Seite den betroffenen Fahrer oder Beifahrer bereits vor dem Crash von der akuten Gefahrenzone wegbewegen, sobald das System eine unmittelbar bevorstehende Seitenkollision erkennt. Dazu werden in Sekundenbruchteilen Luftkammern in den Seitenwangen der Vordersitzlehne aufgeblasen. Jetzt kann zusätzlich bei einem drohenden Seitenaufprall eines anderen Fahrzeugs die Karosserie durch das E-ACTIVE BODY CONTROL Fahrwerk (Sonderausstattung) innerhalb weniger Zehntelsekunden angehoben werden. Dadurch wird der Stoß auf besonders widerstandsfähige Strukturen im unteren Teil des Fahrzeugs gelenkt. Der neue Mittenairbag (länderabhängige Ausstattung) positioniert sich bei einem schweren Seitenaufprall zwischen Fahrer und Beifahrer und kann so das Risiko eines gegenseitigen Kopfkontakts reduzieren. Er ist mittig im Fahrzeug in die Lehne des Fahrersitzes integriert. Der Mittenairbag kann bei Erkennen eines schweren Seitenaufpralls situationsspezifisch ausgelöst werden.
Erstmals Frontalairbags für beide Fondinsassen
Der Fondairbag ist eine Neuheit bei Mercedes-Benz. Bei schweren Frontalkollisionen kann er für die äußeren Fondinsassen die Belastungswerte auf Kopf und Nacken deutlich reduzieren. Der Fondairbag verwendet ein neuartiges Befüllkonzept zum Aufblasen und Positionieren des Luftsacks. Die spezielle Röhrenstruktur wird schnell mit Druckgas aus einem Kaltgasgenerator aufgeblasen. Der Raum dazwischen füllt sich mit Umgebungsluft. Die Röhrenstruktur selbst hat einen Inhalt von circa 16 Litern. Das wirksame Volumen dazwischen beträgt bis zu 70 Liter.
Ein Airbag im Sicherheitsgurt: der Beltbag
Der Beltbag ist ein aufblasbares Gurtband, das bei einem Frontalaufprall die Belastung auf den Brustkorb verringern und so das Verletzungsrisiko von Fondpassagieren reduzieren kann. Erkennen die Crashsensoren einen schweren Frontalaufprall, löst das Airbagsteuergerät die Entfaltung und Befüllung des Beltbag aus. Bis auf die fast dreifache Breite bläst dann ein Gasgenerator das mehrlagige, mit Reißnähten versehene Gurtband auf. Durch die nun zur Verfügung stehende größere Fläche wird die Kraft, die auf die Insassen wirkt, besser verteilt. Der Beltbag wird wie ein klassischer Sicherheitsgurt genutzt. Die Ausführung des Gurtbandes unterscheidet sich jedoch vom Standardgurt und besitzt wegen der besonders weichen Gurtbandkante einen sehr angenehmen Tragekomfort.
Ein Airbag für den Sitz: der Sitzkissenairbag
Der Sitzkissenairbag befindet sich unter dem Polster der Sitzfläche, aber auf der Sitzschale, die von der Sitzmechanik bewegt wird. Damit ist der Airbag bezogen auf den Insassen stets an der richtigen Position. In der Liegeposition bestünde ohne zusätzliche Maßnahmen bei einem Unfall die Gefahr, dass bei einer ebenen Sitzfläche das Becken des Passagiers unter dem Gurtband durchrutscht (sogenanntes Submarining). Durch den Sitzkissenairbag kann dies verhindert werden, denn er hebt den vorderen Bereich der Sitzpolsterung entsprechend an.
Die Fahrassistenzsysteme
Die grundlegenden Funktionen der Systeme des serienmäßigen Fahrassistenz-Pakets finden sich hier. Nachfolgend die wichtigsten Neuerungen der Systeme in der Maybach S-Klasse:
Aktiver Abstands-Assistent DISTRONIC
Dieses intelligente System kann auf allen Straßentypen – Autobahn, Landstraße sowie in der Stadt – automatisch den vorgewählten Abstand zu vorausfahrenden Fahrzeugen halten. Neu sind die
- vorausschauende Geschwindigkeitsanpassung auf Tempolimits
- Reaktion bei einer Fahrgeschwindigkeit bis 100 km/h (bisher: 60 km/h) auf stehende Fahrzeuge, die sich auf der Fahrbahn befinden
- Wahl der Dynamik der DISTRONIC in MBUX, unabhängig von DYNAMIC SELECT
Aktiver Lenk-Assistent
Er unterstützt den Fahrer im Geschwindigkeitsbereich bis 210 km/h beim Folgen der Fahrspur. Neu sind
- Spurerkennung zusätzlich mit 360°-Kamera
- signifikant erhöhte Verfügbarkeit und Kurvenperformance auf Landstraßen
- erhöhte Fahrbahnzentrierung auf Autobahnen
- situationsspezifische außerspurmittige Fahrweise (z.B. Bildung einer Rettungsgasse, aber auch Orientierung am Fahrbahnrand auf Landstraßen ohne Mittenmarkierung)
Verkehrszeichen-Assistent
Er erkennt neben herkömmlich ausgeschilderten Geschwindigkeitsbeschränkungen auch Schilderbrücken und Baustellenbeschilderungen. Neu sind Warnungen vor Überfahren eines Stoppschilds und einer roten Ampel.
Aktiver Spurhalte-Assistent
Der Aktive Spurhalte-Assistent erkennt im Geschwindigkeitsbereich von 60 bis 250 km/h mittels einer Kamera das Überfahren von Fahrbahnmarkierungen sowie Fahrbahnrändern und unterstützt den Fahrer dabei, ein ungewolltes Verlassen der Fahrspur zu vermeiden. Bei Kollisionsgefahr mit erkannten Verkehrsteilnehmern in der Nachbarspur, zum Beispiel überholenden oder entgegenkommenden Fahrzeugen, greift das System ebenfalls ein. Neu sind
- die Reaktion auf Fahrbahnränder, z.B. eine Grasnarbe
- besonders intuitiver Eingriff über die Lenkung
- das Einstellen der Empfindlichkeit über ein Menü (Früh, Mittel, Spät)
- die Ergänzung der Gefahrenanzeige mithilfe der Aktiven Ambientebeleuchtung und des Augmented-Reality-Head-up-Displays
Aktiver Spurwechsel-Assistent
Der Aktive Spurwechsel-Assistent unterstützt den Fahrer der neuen S-Klasse kooperativ beim Spurwechsel auf die Nachbarspur. Der Spurwechsel nach links oder rechts wird nur dann unterstützt, wenn laut Sensorik die benachbarte Fahrspur durch eine unterbrochene Spurmarkierung von der eigenen getrennt ist und keine Fahrzeuge im relevanten Sicherheitsbereich erkannt wurden.
Aktiver Nothalt-Assistent
Der Aktive Nothalt-Assistent bremst das Fahrzeug in der eigenen Spur bis zum Stillstand ab, wenn er erkennt, dass der Fahrer während der Fahrt dauerhaft nicht mehr in das Fahrgeschehen eingreift. Dies funktioniert selbst dann, wenn der Aktive Abstands-Assistent DISTRONIC mit Lenk-Assistent nicht eingeschaltet ist. Weitere Neuerungen:
- Gurtstraffer und Bremsruck als letzte Hinweise vor der Bremseinleitung
- optionaler Spurwechsel um eine Spur (bei 80 km/h, keine Hindernisse auf Nachbarspur)
ATTENTION ASSIST
Das serienmäßige System kann typische Anzeichen von Ermüdung und starker Unaufmerksamkeit des Fahrers erkennen und fordert ihn mit einer Warnmeldung auf, rechtzeitig zu pausieren. Neu ist die zusätzliche Sekundenschlafwarnung. Sie analysiert den Lidschlag des Fahrers durch eine Kamera im Fahrer-Display (nur in Verbindung mit bestimmten Sonderausstattungen). Die Sekundenschlafwarnung ist bereits ab einer Geschwindigkeit von 20 km/h aktiv.
Aktiver Brems-Assistent mit Kreuzungsfunktion
Der Aktive Brems-Assistent nutzt die im Fahrzeug installierten Sensoren, um zu registrieren, ob eine Kollisionsgefahr mit vorausfahrenden, kreuzenden oder entgegenkommenden Fahrzeugen besteht. Im Falle einer drohenden Kollision kann das System den Fahrer optisch und akustisch warnen. Bei zu schwacher Bremsung durch den Fahrer ist es zudem möglich, diesen durch eine situationsgerechte Erhöhung des Bremsmoments zu unterstützen sowie eine autonome Notbremsung einzuleiten, wenn keine Reaktion durch den Fahrer erfolgt. Neu sind die Abbiegefunktion (u.a. querende Fußgänger beim Abbiegen), die Erweiterung der Kreuzungsfunktion auf Überlandstrecken (bis 120 km/h statt 72 km/h) und die Warnung und Bremsung bei Gegenverkehr.
Aktiver Totwinkel-Assistent und Ausstiegswarnfunktion
Der Aktive Totwinkel-Assistent kann optisch und bei Blinkerbetätigung auch akustisch im Geschwindigkeitsbereich von circa 10 bis 200 km/h vor seitlichen Kollisionen warnen. Wenn der Fahrer die Warnungen ignoriert und dennoch einen Spurwechsel einleitet, kann das System bei Geschwindigkeiten über 30 km/h im letzten Moment über einseitige Bremsung spurkorrigierend eingreifen. Zusätzlich kann die Ausstiegswarnfunktion im Stillstand vor dem Aussteigen signalisieren, dass ein Fahrzeug (auch Fahrräder) im kritischen Bereich vorbeifährt. Diese Funktion ist im Stillstand und bis zu 3 Minuten nach dem Ausschalten der Zündung verfügbar. Neu ist die Ergänzung der Gefahrenanzeige mithilfe der Aktiven Ambientebeleuchtung (auch bei der Ausstiegswarnung). Dank der Kameras des MBUX Interieur-Assistenten kann eine Gefahrenanzeige sogar bereits dann erfolgen, wenn Fahrer oder Beifahrer nur ihre Hand Richtung Türgriff bewegen.
Ausweich-Lenk-Assistent
Der Ausweich-Lenk-Assistent kann den Fahrer unterstützen, wenn dieser in einer Gefahrensituation einem vom System erkannten Verkehrsteilnehmer ausweichen will. In der neuen S-Klasse werden, neben stehenden und querenden Fußgängern, nun auch Fußgänger und Fahrzeuge in Längsrichtung sowie Fahrradfahrer berücksichtigt. Der Geschwindigkeitsbereich wurde bis 108 km/h (statt 72 km/h) erweitert, die Unterstützung erfolgt jetzt auch auf Überlandstrecken.
Die neue Mercedes-Maybach S-Klasse: Der DRIVE PILOT
Hochautomatisiertes Fahren wird Realität
Das Homeoffice wird bald mobil – auch für Menschen hinterm Steuer. Zumindest, wenn sie ein Fahrzeug mit Stern bewegen: Denn Mercedes-Benz will den sicheren Betrieb einer hochautomatisiert fahrenden S-Klasse technisch realisieren und den anspruchsvollen gesetzlichen Anforderungen an ein sogenanntes Level-3-System1 gerecht werden. Voraussichtlich ab dem zweiten Halbjahr 2021 wird der Maybach mit dem neuen DRIVE PILOT bei hohem Verkehrsaufkommen oder Stausituationen auf geeigneten Autobahnabschnitten in Deutschland hochautomatisiert fahren können. Das entlastet den Fahrer, ermöglicht ihm Nebentätigkeiten2 wie im Internet surfen oder im In-Car-Office E-Mails bearbeiten und schenkt dem Fahrer dadurch Zeit. Noch einen Schritt weiter geht Mercedes-Benz beim Parken: Mit entsprechender Vorrüstung für den INTELLIGENT PARK PILOT ist der Maybach für fahrerloses, vollautomatisiertes Parken (Automated Valet Parking; Level 43) vorbereitet.
Mit dem DRIVE PILOT geht das hochautomatisierte Fahren bei Mercedes-Benz voraussichtlich ab dem zweiten Halbjahr 2021 in Serie. Auf geeigneten Autobahnabschnitten und bei hohem Verkehrsaufkommen kann der DRIVE PILOT dem Fahrer anbieten, die Fahraufgabe zunächst bis zu den gesetzlich erlaubten 60 km/h zu übernehmen. Die entsprechenden Bedienelemente dafür sitzen im Lenkradkranz oberhalb der Daumenmulden rechts und links. Aktiviert der Fahrer den DRIVE PILOT, regelt das System Geschwindigkeit und Abstand und führt das Fahrzeug souverän innerhalb der Spur. Streckenverlauf, auftretende Streckenereignisse und Verkehrszeichen werden ausgewertet und entsprechend berücksichtigt. Der DRIVE PILOT kann auch unerwartet auftretende Verkehrssituationen erkennen und durch Ausweichmanöver innerhalb der Spur oder durch Bremsmanöver eigenständig bewältigen.
Mit LiDAR-Sensor und redundanten Systemen
Der DRIVE PILOT baut auf der Umfeldsensorik des Fahrassistenz-Pakets auf und umfasst zusätzliche Sensoren, die Mercedes-Benz für unerlässlich für sicheres hochautomatisiertes Fahren hält. Dazu gehören LiDAR, eine weitere Kamera in der Heckscheibe und Mikrophone, insbesondere zum Erkennen von Blaulicht und Sondersignalen von Einsatzfahrzeugen. Ergänzend zu den Sensordaten erhält der DRIVE PILOT Informationen zu Straßengeometrie, Streckeneigenschaften, Verkehrszeichen sowie besonderen Verkehrsereignissen (z.B. Unfällen oder Baustellen) von einer HD‑Map. Diese wird über eine Backend-Anbindung zur Verfügung gestellt. Die Fahrzeugposition wird über ein hochgenaues Positionierungssystem ermittelt, das weit über übliche GPS-Systeme hinausgeht. Darüber hinaus verfügt die Mercedes-Maybach S-Klasse mit der Sonderausstattung DRIVE PILOT über redundante Lenk- und Bremssysteme sowie ein redundantes Bordnetz, um auch beim Ausfall eines dieser Systeme manövrierfähig zu bleiben und eine sichere Übergabe an den Fahrer zu gewährleisten.
Ein leistungsstarkes Zentralsteuergerät realisiert die fürs hochautomatisierte Fahren notwendigen, anspruchsvollen Software-Funktionen. Beispielsweise in der Bildverarbeitung kommt künstliche Intelligenz zum Einsatz. Im Rahmen der modernen Sicherheitsarchitektur werden wichtige Algorithmen doppelt gerechnet.
Während der Nutzung des DRIVE PILOT kann sich der Fahrer vom Verkehrsgeschehen ab- und bestimmten Nebentätigkeiten zuwenden, sei es mit den Kollegen via In-Car-Office kommunizieren, im Internet surfen oder entspannt eine Sitzmassage genießen. Denn im DRIVE PILOT Modus können Funktionen freigegeben werden, die sonst während der Fahrt gesperrt sind.
Hochautomatisiertes Fahren auf geeigneten Autobahnabschnitten bei hohem Verkehrsaufkommen
Nähert sich das Fahrzeug dem Ende des für den DRIVE PILOT geeigneten Streckenabschnitts, beispielsweise einem Tunnel, oder ändern sich andere Umstände, etwa das Wetter oder die Verkehrssituation (beispielsweise, wenn sich der Stau auflöst), wird der Fahrer rechtzeitig zur Übernahme der Fahrzeugsteuerung aufgefordert. Prinzipiell muss der Fahrer stets übernahmebereit bleiben und die Fahrzeugsteuerung manuell fortsetzen können, wenn ihn das System dazu auffordert oder er erkennen muss, dass die Voraussetzungen für die bestimmungsgemäße Verwendung des DRIVE PILOT nicht mehr vorliegen. Schlafen, dauerhaft nach hinten blicken oder gar den Fahrersitz verlassen sind deshalb nicht möglich. Um die Übernahmefähigkeit des Fahrers sicherzustellen, beobachtet die Kamera im Fahrer‑Display die Bewegung von Kopf und Augenlidern.
Übernimmt der Fahrer, z.B. aufgrund eines akuten gesundheitlichen Problems, die Fahrzeugsteuerung auch nach eskalierter Übernahmeaufforderung nicht, bremst der DRIVE PILOT das Fahrzeug im Rahmen eines Sicherheitsstopps kontrolliert und mit angemessener Verzögerung bis in den Stillstand. Zugleich werden das Warnblinklicht und im Stand das Mercedes-Benz Notrufsystem aktiviert und die Türen und Fenster entriegelt, um möglichen Ersthelfern den Weg in das Fahrzeug zu erleichtern. Unabhängig von einer Übernahmeaufforderung durch das System kann der Fahrer den DRIVE PILOT natürlich jederzeit deaktivieren. Das ist durch die Lenkradtasten oder beispielsweise durch einen bewussten manuellen Eingriff in die Steuerungseinrichtungen des Fahrzeugs möglich.
Das System wird immer besser
Die maximale Geschwindigkeit eines hochautomatisierten Systems ist in Deutschland rechtlich auf 60 km/h begrenzt. Der DRIVE PILOT ist aber dafür vorbereitet, über Over-the-air-Updates in der Zukunft möglicherweise auch höhere Geschwindigkeiten freizugeben, sofern dies der technische und rechtliche Rahmen zulässt. Die grundsätzliche Einführung des DRIVE PILOT in weiteren Ländern in Europa, in den USA und China soll Schritt für Schritt erfolgen, sobald es auch dort die nationale Rechtssituation vorsieht, dass eine Abwendung von der Fahraufgabe zulässig ist.
1SAE-Level 3: Die automatisierte Fahrfunktion übernimmt bestimmte Fahraufgaben. Dennoch ist weiterhin ein Fahrer notwendig. Der Fahrer muss jederzeit bereit sein, die Kontrolle über das Fahrzeug zu übernehmen, wenn er durch das Fahrzeug zum Eingriff aufgefordert wird.
2Die für den Fahrer gesetzlich zulässigen Nebentätigkeiten hängen von den jeweiligen nationalen Straßenverkehrsvorschriften ab.
3SAE-Level 4: Das Auto kann unter bestimmten Randbedingungen (z.B. ausgesuchte Straßen, nicht bei jedem Wetter) alle Verkehrssituationen selbstständig meistern. Ein Fahrer braucht nicht an Bord zu sein.
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