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Flexibel, digital, effizient und nachhaltig: Die Factory 56 am Standort Sindelfingen verkörpert die Zukunft der Produktion bei Mercedes-Benz und setzt neue Maßstäbe für den Automobilbau.

Factory 56 setzt neue Maßstäbe bei der Nachhaltigkeit in der Automobilproduktion: Als CO₂-neutrale Fertigungsstätte erfüllt die Factory 56 höchste Umweltanforderungen

Mit der Factory 56 erfüllt Mercedes-Benz nicht nur höchste Anforderungen an die effiziente und digitale Automobilproduktion, sondern ist auch wegweisend in Sachen Nachhaltigkeit. Vom Rohbau über die Klimatisierung und das Lichtkonzept bis hin zur Wasseraufbereitung wurden alle Aspekte auf höchstmögliche Schonung von Ressourcen und Umwelt ausgelegt.

Mit der „Ambition2039“ hat Mercedes-Benz im vergangenen Jahr seinen Weg zu einer CO₂-neutralen Mobilität vorgestellt. Das Unternehmen betrachtet mit der „Ambition2039“ die gesamte Wertschöpfungskette von der Entwicklung über das Lieferantennetzwerk, die eigene Produktion und die Elektrifizierung der Produkte bis hin zu erneuerbaren Energien für die Nutzungsphase von Elektrofahrzeugen.

Auch im globalen Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz Cars wird das Thema Nachhaltigkeit aus einer ganzheitlichen Perspektive betrachtet und umgesetzt. Dazu gehört neben einer umwelt- und ressourcenschonenden Produktion auch die soziale und gesellschaftliche Verantwortung, stets vor dem Hintergrund wirtschaftlichen Handelns. Dabei ist die CO₂-neutrale Produktion ein ganz entscheidender Schritt.

CO₂-neutrale Produktion

Die Factory 56 wurde von Beginn an CO₂-neutral und damit als Zero Carbon Fabrik konzipiert. Alle eigenen Werke im globalen Produktionsnetzwerk von Mercedes-Benz Cars folgen ab 2022. Für eine klimaneutrale Produktion werden in einem ersten Schritt Emissionen, die in der Mercedes-Benz Fahrzeug-Produktion und bei der Energieversorgung der Werke anfallen, konsequent reduziert, beziehungsweise wo möglich ganz vermieden. Das Unternehmen setzt dabei auf die drei strategischen Säulen: kontinuierliche Steigerung der Energieeffizienz, Nutzung von Grünstrom sowie Implementierung einer nachhaltigen Wärmeversorgung.

Für die Reduktion und Vermeidung des CO₂-Ausstoßes und damit auch für die Umstellung auf eine CO₂-neutrale Fahrzeugfertigung ist die Energieeffizienz von größter Bedeutung; denn jede nicht verbrauchte Kilowattstunde Energie trägt positiv zur Umweltbilanz bei. So ist das Energiekonzept der Factory 56 auf höchstmögliche Nachhaltigkeit ausgelegt: Der spezifische Energiebedarf liegt rund 25 Prozent unter dem Stromverbrauch einer vergleichbaren Fertigungsstätte.

Maximale Energieeffizienz kennzeichnet auch das moderne Beleuchtungskonzept der Factory 56: Eine LED-Beleuchtung mit intelligenter, tageslichtabhängiger Steuerung ergänzt die Blue-Sky-Architektur, die ein Arbeiten im Tageslicht ermöglicht. Dies schafft eine angenehme Arbeitsatmosphäre und spart gleichzeitig Energie. Bedarfsoptimiert geplante und intelligent gesteuerte Lüftungsanlagen in der Factory 56 führen in Kombination mit Frequenzumrichtern, hocheffizienten Antrieben sowie Wärmerückgewinnungsanlagen ebenso zu einer erheblichen Energieeinsparung.

Eine wichtige Säule der CO₂-neutralen Produktion ist die nachhaltige Stromversorgung. Auf dem Dach der Halle befindet sich eine hocheffiziente Photovoltaikanlage. Die jährlich erzeugte Strommenge deckt rund 30 Prozent des Gesamtverbrauchs der Halle ab und entspricht etwa der Batterieladung von 70.000 Elektrofahrzeugen. Als Pilotanlage wurde in der Factory 56 erstmals in einem Mercedes-Benz Werk ein innovatives Gleichstromnetz installiert, das ohne Wechselrichter und Verluste den erzeugten Strom direkt in das werkseigene Gleichstromnetz einspeist. An das Gleichstromnetz gekoppelt ist ein stationärer Stromspeicher – basierend auf Fahrzeugbatterien - mit einer Kapazität von 1.400 kWh. Dieser kann auch Solarstrom speichern und an sonnenarmen Tagen wieder abgeben. Zusätzlich wird die Halle mit zugekauftem Strom aus erneuerbaren Energiequellen versorgt.

Das Mercedes-Benz Werk Sindelfingen, zu dem die Factory 56 gehört, verfügt zudem über eine eigene hocheffiziente Gas-KWK Anlage (Kraft-Wärme-Kopplung) zur klimaschonenden Eigenerzeugung von Wärme und Strom. Zur Klimatisierung kommen modernste Absorptionsanlagen zum Einsatz, die mit Wärme betrieben werden. Die Kälteleistung wird überwiegend als so genannte Humankälte über die Lüftungsanlagen zur Temperierung der Halle genutzt, sodass selbst im Hochsommer angenehme Bedingungen für die Mitarbeiter herrschen.

Die durch den Einsatz der hocheffizienten KWK-Anlagen entstehenden, unvermeidbaren CO₂-Emissionen werden durch qualifizierte Projekte kompensiert. Die Kompensationsprojekte entsprechen den hohen Qualitäts-Ansprüchen des Clean Development Mechanism (CDM) der Vereinten Nationen (UN) sowie dem zusätzlichen Gold Standard. Die Projekte fördern eine nachhaltige, soziale und ökologische Entwicklung in den Projektländern und vermeiden so nicht nur CO₂-Emissionen. Zum Portfolio gehören Projekte zur erneuerbaren Energieversorgung, wie beispielsweise aus Geothermie in Indonesien, oder zur CO₂-reduzierten Trinkwasseraufbereitung in Uganda.

Nachhaltigkeit durch innovative Konzepte

Etwa 40 Prozent der Dachfläche der Factory 56 werden begrünt. Dadurch lässt sich die versiegelte Bodenfläche ausgleichen. Zudem wird die Temperierung der Halle verbessert. Weiteres Merkmal der nachhaltig ausgelegten Produktionsstätte ist das durchdachte Trennwassersystem, das Regen- von Schmutzwasser abscheidet. Bei Regen wird das Wasser über die Dachbegrünung abgefangen und im Anschluss über einen eigens angelegten Regenwasserkanal mit bis zu drei Meter Durchmesser geführt. Dieser Kanal hat bei Starkregenereignissen eine zusätzliche Staufunktion und dient als Regenrückhalt, um den benachbarten Flusslauf nicht zusätzlich zu belasten. Der Regenwasserkanal hat mit dem Zielschacht zusammen ein Fassungsvolumen von 4.920 Kubikmetern, was etwa dem Volumen von zwei Olympiaschwimmbecken entspricht. Dadurch lassen sich auch größere Regenmengen zwischenspeichern.

Der Regenrückhaltekanal gibt das Niederschlagswasser nach und nach zur Reinigung an eine rein physikalisch arbeitende Regenwasser-Behandlungsanlage ab, bevor es schließlich in den nahe gelegenen Fluss Schwippe eingeleitet wird. Damit wird der Flusslauf nicht nur vor unerwünschten Inhaltsstoffen, sondern auch vor den Belastungen geschützt, die mit starken Strömungen einhergehen. Darüber hinaus reduziert sich durch die Einleitung in die Schwippe das Abwasservolumen im Vergleich zur bisherigen Einleitung des Niederschlagswassers in die Kläranlage. Ergebnis: Der Energie- und Chemikalieneinsatz zur Wasserreinigung sinkt erheblich, der lokale Wasserhaushalt des natürlichen Gewässers wird durch die Verteilung auf zwei Einleitstellen zusätzlich verbessert.

Im Sinne nachhaltiger Produktion werden in der Factory 56 Ressourcen maximal schonend eingesetzt und Abfallstoffe - wenn möglich - recycelt. Bei der Außenfassade des Kopfbaus kam Recycling-Beton zum Einsatz, der aus Abbruchmaterial stammt. Betonaußenfassaden aus Recyclingmaterial sind eine absolute Innovation. Mercedes-Benz leistet in der Factory 56 Pionierarbeit in diesem Bereich.

Soziale Verantwortung

Nicht zuletzt ist die Factory 56 ein klares Bekenntnis des Unternehmens zum Traditionsstandort Sindelfingen. Mit der umfassenden Investition im Rahmen des Zukunftsbildes leistet Mercedes-Benz einen wesentlichen Beitrag zur Zukunfts- und Arbeitsplatzsicherung des Werks Sindelfingen und stärkt damit auch die gesamte Region. Seit der Werksgründung vor mehr als 100 Jahren ist Daimler für das kulturelle und gesellschaftliche Leben in der Region mehr als nur ein Arbeitgeber. Das Mercedes-Benz Werk Sindelfingen ist Nachbar, Partner und Teil des vielfältigen Lebens in der Stadt. Die Factory 56 ist hierfür das beste Beispiel: Bereits während der Bauphase diente sie als Austragungsort der Symphonic-Rock-Konzerte „Meilensteine“ im Rahmen der Biennale Sindelfingen 2019.

Das gesellschaftliche Engagement des Mercedes-Benz Werks Sindelfingen fokussiert sich vor allem auf fünf Themenfelder:

  • Kunst & Kultur stehen im Mittelpunkt der Zusammenarbeit mit der zweijährlich stattfindenden „Biennale Sindelfingen“. Unter dem Titel „WerkStadt“ kooperiert das Werk außerdem bereits seit 2001 mit der städtischen Galerie für verschiedene Kunstausstellungen.
  • Auch der Sport kommt beim Engagement in der Region nicht zu kurz: Der „WerkStadt-Lauf“ hat seit 2003 seinen festen Platz im Veranstaltungskalender von Sindelfingen. Die 6 und 11 Kilometer lange Laufstrecke reicht vom Werksgelände bis zum Marktplatz. Den Mercedes-Benz Junior Cup im Glaspalast Sindelfingen gibt es bereits seit 1991. Er gilt als bedeutendstes internationales Fußballturnier der A-Jugend.
  • Um das Bewusstsein für mehr Umweltschutz zu fördern, haben die Stadt Sindelfingen und das Mercedes-Benz Werk 2018 unter anderem eine gemeinsame Naturschutz-Ausstellung im Rathaus und im Mercedes-Benz Kundencenter konzipiert. Sie bot Einblicke in die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt, die auf dem Werksgelände und in der Region beheimatet ist.
  • Bildung ist ein Kernthema der jährlichen Sach- und Geldspenden, mit denen das Werk unter anderem Schulprojekte und Kindergärten fördert.
  • Zur aktiven Teilhabe am Leben der Stadt gehört unter anderem die Beteiligung an Stadtfesten. Seit 2010 haben sich außerdem zehntausende Beschäftigte an der Weihnachtsaktion „Schenk ein Lächeln“ für benachteiligte Kinder in der Region beteiligt.

Während der weltweiten Corona-Pandemie wurde das Unternehmen zusätzlich seiner gesellschaftlichen Verantwortung gerecht. Das globale Mercedes-Benz Produktionsnetzwerk setzte beispielsweise sein technologisches Fachwissen für die Herstellung von Gesichtsschilden mit additiven Fertigungsverfahren ein, die schließlich gespendet werden konnten. Im Juni hat Mercedes-Benz im Werk Sindelfingen zudem den Betrieb einer Produktionsanlage für Mund-Nasen-Masken aufgenommen. Die vollautomatische Fertigungslinie verfügt über eine tägliche Kapazität von mehr als 100.000 Masken. Diese sollen in den europäischen Mercedes-Benz Pkw-Werken zum Einsatz kommen, die seit Mitte April nach einer Phase der Arbeitsunterbrechung in Folge der COVID-19-Pandemie sukzessive die Produktion wiederaufgenommen haben. Mercedes-Benz wird die in Sindelfingen produzierten Masken nicht nur den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Verfügung stellen, sondern will im Rahmen seiner gesellschaftlichen Verantwortung zusätzlich externe Institutionen unterstützen. Neben dem Einsatz von Einweg-Mund-Nasen-Masken setzt Mercedes-Benz zum Schutz seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusätzlich auch breitangelegt auf den Gebrauch von waschbaren Mehrweg-Varianten. Unter anderem konnte das Unternehmen dabei auf die interne Kompetenz der Näherinnen und Näher der Mercedes-Benz designo Manufaktur und deren Auszubildenden in Sindelfingen zurückgreifen, die normalerweise exklusive maßgefertigte und individuelle Interieur-Bauteile für die weltweite Produktion von Mercedes-Benz Fahrzeugen fertigen.

Bilder
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Flexibel, digital, effizient und nachhaltig: Die Factory 56 am Standort Sindelfingen verkörpert die Zukunft der Produktion bei Mercedes-Benz und setzt neue Maßstäbe für den Automobilbau.
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Pressekontakte
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Birgit Zaiser
Leiterin Produktions- & Lieferkettenkommunikation
Stefanie Bloß
Pressesprecherin Kommunikation Integrität und Governance / Künstliche Intelligenz, Autonomes Fahren
*Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren WLTP (Worldwide harmonised Light vehicles Test Procedure) ermittelt. Der Energieverbrauch und der CO₂-Ausstoß eines Pkw sind nicht nur von der effizienten Ausnutzung des Kraftstoffs bzw. des Energieträgers durch den Pkw, sondern auch vom Fahrstil und anderen nichttechnischen Faktoren abhängig. Pressekontakte
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