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Mercedes-Benz Classic Notizen 2/2026

Mercedes-Benz Classic Notizen 2/2026

Stuttgart. Mercedes-Benz erfindet als innovationsgetriebene Marke das Automobil immer wieder neu. Seit 1886 setzt das Unternehmen kontinuierlich Maßstäbe und begleitet den gesellschaftlichen Wandel. Deshalb feiert die Marke in diesem Jahr „140 Jahre Innovation“. Aus dieser Zeit nennen die Classic Notizen ausgewählte Höhepunkte der Innovations-, Produkt- und Unternehmensgeschichte. Viele weitere Daten, Geschichten und Fotos bietet Mercedes-Benz in seinem Multimedia-Archiv- und Recherche-Systems M@RS.

  • 09/1966: Kombilimousine Mercedes-Benz „Universal“ (60 Jahre)
  • 09/2001: Mercedes-Benz Neuheiten auf der IAA (25 Jahre)
  • 10/1951: Premiere des Mercedes-Benz 300 S (75 Jahre)
  • 12/1926: Hanns Klemm übernimmt Flugzeugbau der Daimler-Benz AG (100 Jahre)
  • Geburtstag von Rudolf Uhlenhaut

September 1966 – vor 60 Jahren

Der Mercedes-Benz „Universal“ markiert einen Schritt in Richtung T-Modell

  • Mercedes-Benz nimmt den Kombiwagen 230 S „Universal“ ins Programm auf
  • Aufgebaut von der belgischen Firma IMA in Lüttich auf Mercedes-Benz Fahrgestellen
  • Der Vertrieb über Mercedes-Benz bereitet den Weg für die späteren T-Modelle

Mercedes-Benz nimmt im August 1966 den Kombiwagen 230 S „Universal“ ins Modellprogramm auf. Er basiert auf der Oberklasselimousine der Baureihe W 111 und bietet viel Laderaum für Freizeit und Gewerbe. Damit ist das vielseitige Fahrzeug ein Vorläufer der Mercedes-Benz T-Modelle. Diese Lifestyle-Kombis haben 1977 in der Baureihe 123 Premiere. Den „Universal“ produziert Mercedes-Benz nicht selbst, sondern der belgische Karosseriebauer IMA in Lüttich. Der 230 S „Universal“ wird bis 1968 hergestellt. Umfangreicher ist die Produktion von „Universal“-Varianten der „Heckflosse“-Limousinen mit Vierzylindermotor (W 110). Hier werden die Typen 200 D, 200 und 230 als „Universal“ angeboten. Technisch unterscheiden sich die von IMA gebauten Kombiwagen unter anderem durch 15-Zoll-Räder von den Limousinen mit 13-Zoll-Rädern – das erhöht die Bodenfreiheit.

11. bis 23. September 2001 – vor 25 Jahren

Neuheiten auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt am Main

  • Mercedes-Benz präsentiert auf der IAA 2001 zahlreiche neue Fahrzeugtypen
  • S 63 AMG und CL 63 AMG erhalten einen auf 6,3 Liter vergrößerten V12-Motor
  • G 270 CDI und Vaneo erweitern das Angebot im Geländewagen- und Compact-Van-Segment

Zwei exklusive Spitzenmodelle von AMG führen auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt am Main vom 11. bis 23. September 2001 die Riege der Neuheiten an. Mercedes-Benz feiert auf der Leitmesse das hundertjährige Markenjubiläum von Mercedes unter dem Motto „The Story of Passion“. Dazu passen der S 63 AMG lang (V 220) und der CL 63 AMG (C 215) mit dem von AMG weiterentwickelten 6,3-Liter-V12-Motor M 137 mit 326 kW (444 PS). Sie sind die Topmotorisierung der S-Klasse und CL-Klasse, bevor 2002 der S 65 lang und der CL 65 mit 6-Liter-V12-Turbomotor (450 kW/612 PS) folgen. Zu den Premieren auf der IAA gehören auch ein neues Einstiegsmodell in der G-Klasse (Baureihe 463) und der vielseitige Vaneo (Baureihe 414). Der G 270 CDI wird von einem 2,7-Liter-Fünfzylinder-Dieselmotor mit Common-Rail-Direkteinspritzung angetrieben (115 kW/156 PS). Er übertrifft seine Vorgänger G 290 D und G 300 Turbodiesel beim Drehmoment und eignet sich gleichermaßen für den Gelände- und Straßeneinsatz. Der Compact-Van Vaneo nutzt viele Komponenten der A-Klasse, unter anderem Frontdesign mit Motor, Sandwichboden sowie Vorder- und Hinterachse. Mit 550 Kilogramm Nutzlastkapazität und Zubehörpaketen wie Surf, Snow, Bike und Carry richtet er sich an Kunden mit vielseitigen Freizeit- und Transportanforderungen.

4. bis 14. Oktober 1951 – vor 75 Jahren

Mercedes-Benz 300 S: sportliche Exklusivität in der automobilen Spitzenklasse

  • Debüt auf dem Pariser Autosalon 1951
  • Coupé, Cabriolet und Roadster verbinden Repräsentation mit sportlicher Leistung
  • Wichtiges Modell für Mercedes-Benz auf dem US-Markt

Auf dem Pariser Autosalon vom 4. bis 14. Oktober 1951 präsentiert Mercedes-Benz den neuen Typ 300 S – angeboten als Cabriolet A, Roadster und Coupé. Die sportlich-exklusiven Personenwagen sind technisch eng verwandt mit der Repräsentationslimousine Mercedes-Benz 300 (W 186). Sie erhalten jedoch die eigene Baureihennummer W 188. Gegenüber dem Typ 300 schärft Mercedes-Benz den Charakter des besonders repräsentativen und leistungsstarken 300 S hin zu noch mehr Exklusivität und Sportlichkeit. Der 110 kW (150 PS) starke 300 S wird von dem 3-Liter-Reihensechszylindermotor M 188 mit drei Solex-Fallstromvergasern und höherer Verdichtung als im Mercedes-Benz 300 angetrieben. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt über 175 km/h, damit gehört der 300 S zu den schnellsten deutschen Personenwagen seiner Ära. Für die Marke wird der 300 S zu einem wichtigen Türöffner auf dem US-Markt der frühen 1950er-Jahre. Diese Rolle übernimmt 1954 mit noch größerer Strahlkraft der Sportwagen 300 SL „Gullwing“ (W 198). Der weiterentwickelte 300 Sc mit dem Motor M 188 löst den 300 S in den Jahren 1955 (Coupé) und 1956 (Cabriolet und Roadster) ab.

15. Dezember 1926 – vor 100 Jahren

Hanns Klemm übernimmt den Flugzeugbau der Daimler-Benz AG

  • Die Klemm-Leichtflugzeuge und der Flugmotor F 7502 prägen die zivile Luftfahrt der 1920er-Jahre
  • Am 15. Dezember 1926 übernimmt der Leiter des Konstruktionsbüros Sindelfingen den Flugzeugbau
  • Tradition des Flugzeugbaus bei Daimler und bei Benz reicht bis in die 1910er-Jahre zurück

Der 1885 in Stuttgart geborene Ingenieur Hanns Klemm übernimmt am 15. Dezember 1926 den Flugzeugbau der damaligen Daimler-Benz AG und gründet die Leichtflugzeugbau Klemm GmbH. Damit wird aus dem angestellten Ingenieur ein Unternehmer. Denn Klemm leitet zuvor das Konstruktionsbüro für Flugzeugbau und später den Karosseriebau der Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG) im Werk Sindelfingen. Nach der Fusion von DMG mit Benz & Cie. verantwortet er das Mercedes-Benz Konstruktionsbüro in Sindelfingen. Die Tradition des Flugzeugbaus reicht bei der DMG bis zum Jahr 1915 zurück. Klemms Name ist eng mit Leichtflugzeugen verbunden. 1922 stößt er den Bau der von ihm konstruierten Daimler L 15 an. 1924 folgt das weiterentwickelte Kleinflugzeug L 20, das ab 1925 den von Ferdinand Porsche konzipierten, luftgekühlten Zweizylinder-Boxermotor F 7502 erhält. Berühmt wird die Daimler-Klemm L 20 im August 1928, als der 22-jährige Friedrich Freiherr von Koenig-Warthausen in Berlin-Tempelhof mit seiner L 20 zu einem Weltflug startet, den er am 22. November 1929 abschließt. Im Mercedes-Benz Museum ist eine authentische Rekonstruktion der L 20 „Kamerad“ des Rekordfliegers zu sehen.

Geburtstag

  • 120 Jahre: Rudolf Uhlenhaut wird am 15. Juli 1906 in London geboren, wo er auch seine ersten Lebensjahre verbringt. Nach dem Maschinenbaustudium tritt er 1931 in die Versuchsabteilung von Mercedes-Benz ein. Er wird 1936 technischer Leiter der Rennabteilung und übernimmt 1949 zudem die Abteilung Personenwagenversuch. Schließlich wird Uhlenhaut Leiter der Personenwagenentwicklung. Der Ingenieur denkt technisch umfassend, für ihn ist die Konstruktion eines Serienfahrzeugs anspruchsvoller als die eines Rennwagens. Seine Wahrnehmung im Unternehmen ist geprägt durch die Verbindung aus Technikautorität, Fahrkönnen und Menschlichkeit. Rudolf Uhlenhaut geht 1972 in den Ruhestand, er stirbt 1989. Seinen Namen trägt das wertvollste Automobil der Welt, der Mercedes-Benz 300 SLR „Uhlenhaut-Coupé“ (W 196 S).

Weiteres Recherche- und Multimediamaterial:
mercedes-benz-archive.com/marsmuseum
 
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Mercedes‑Benz Jubiläumsjahr „140 Years of Innovation“
Seit Carl Benz vor 140 Jahren das Patent für das erste Automobil angemeldet hat und Gottlieb Daimler kurz darauf die Motorkutsche baute, hat sich Mercedes‑Benz der stetigen Innovation verschrieben, um die begehrenswertesten Autos der Welt für seine Kundinnen und Kunden zu bauen. Dieser Anspruch hat jede Innovation vorangetrieben – vom ersten Automobil der Welt im Jahr 1886 bis hin zur aktuell laufenden größten Modelloffensive der Unternehmensgeschichte. Mit Leidenschaft für Leistung und Pioniergeist, Exzellenz und konsequenter Kundenorientierung hat die Marke mit dem Stern stets die Zukunft der Mobilität geprägt. Das Ergebnis geht weit über technische Errungenschaften hinaus – es schafft das unverwechselbare Gefühl, für das Mercedes‑Benz in seinem ganzen Wirken steht: Welcome home.

Mercedes‑Benz feiert 140 Jahre Innovation und schickt drei neue S‑Klasse Limousinen auf eine transkontinentale Reise zu 140 Zielen weltweit. Jeder Ort stellt die Technologie, das Erbe, den Pioniergeist und die weltweite Präsenz der Marke heraus. Unterwegs können Kundinnen und Kunden, Fans sowie Kolleginnen und Kollegen an den Feierlichkeiten teilhaben – auf einer epischen Reise, die bis Oktober dauert. Verfolgen Sie die „140 Years. 140 Places“-Tour über sechs Kontinente in unserem „140 Years of Innovation | Mercedes‑Benz Media“-Special sowie in der Mercedes‑Benz Community.

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Mercedes-Benz Classic Notizen 2/2026
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Peter Becker
Pressesprecher Mercedes-Benz Classic
Frank Scheibner
Pressesprecher Mercedes-Benz Classic
Tobias Walburg
Pressesprecher Mercedes-Benz Classic
*Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren WLTP (Worldwide harmonised Light vehicles Test Procedure) ermittelt. Der Energieverbrauch und der CO₂-Ausstoß eines Pkw sind nicht nur von der effizienten Ausnutzung des Kraftstoffs bzw. des Energieträgers durch den Pkw, sondern auch vom Fahrstil und anderen nichttechnischen Faktoren abhängig. Pressekontakte
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