Sicherheit im neuen EQA
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EQA 250 (Stromverbrauch kombiniert: 15,7 kWh/100 km; CO₂-Emissionen kombiniert: 0 g/km)
Die Fahrassistenzsysteme
Aufmerksam und reaktionsschnell
Der EQA verfügt über intelligente Fahrassistenzsysteme mit kooperativer Unterstützung des Fahrers. Erweiterte Funktionen des Fahrassistenz-Pakets sind beispielsweise die Abbiegefunktion, die Rettungsgassenfunktion, die Ausstiegswarnfunktion vor herannahenden Radfahrern oder Fahrzeugen sowie die Warnung vor erkannten Personen im Bereich von Zebrastreifen.
Serienmäßig an Bord sind der Aktive Spurhalte-Assistent sowie der Aktive Brems-Assistent. Letzterer hat in vielen Situationen die Aufgabe, mit einer autonomen Bremsung eine Kollision zu verhindern oder ihre Schwere zu vermindern. Auch auf stehende Fahrzeuge und querende Fußgänger kann das System bei stadttypischen Geschwindigkeiten bremsen und sogar situationsabhängig Kollisionen vermeiden.
In bestimmten Situationen kann der EQA teilautomatisiert fahren. Dafür hat er das Verkehrsumfeld genauestens im Blick: Verbesserte Kamera- und Radarsysteme lassen ihn weit vorausschauen. Außerdem nutzt der EQA Karten- und Navigationsdaten für Assistenz-Funktionen. So kann der Aktive Abstands-Assistent DISTRONIC als Teil des optionalen Fahrassistenz-Pakets den Fahrer in einer Vielzahl von Situationen streckenbasiert unterstützen und die Geschwindigkeit komfortabel vorausschauend vor z.B. Kurven, Kreuzungen oder Kreisverkehren anpassen. Er interagiert hierbei mit dem ECO Assistent. Hinzu kommt u.a. der Aktive Nothalt-Assistent.
Zum Fahrassistenz-Paket (länder- und ausstattungsabhängige Sonderausstattung) gehören unter anderem:
- Aktiver Abstands-Assistent DISTRONIC mit den Funktionen:
- Bremsen auf stehende Fahrzeuge,
- Erweitertes automatisches Wiederanfahren im Stau in Verbindung mit Aktivem Park-Assistenten
und Navigation,
- Aktiver Lenk-Assistent mit den Funktionen:
- Aktiver Nothalt-Assistent – mit automatischer Entriegelung und Absetzen eines Notrufs an die Mercedes-Benz Notrufzentrale nach Stillstand des Fahrzeugs (länderabhängig),
- Rettungsgassenfunktion: im Stau auf Autobahnen bei Geschwindigkeiten unter 60 km/h.
- Aktiver Geschwindigkeitslimit-Assistent mit Reaktion auf Änderung der Geschwindigkeitsbegrenzung in Verbindung mit dem Verkehrszeichen-Assistent, streckenbasierte Geschwindigkeitsanpassung vor Kurven, Kreisverkehren, Mautstellen, T-Kreuzungen sowie vor dem Abbiegen/Abfahren von Autobahnen/Schnellstraßen – Reduktion der Fahrgeschwindigkeit auch bei Streckenevent „Stauende“, in Verbindung mit Live Traffic Navigation,
- Ausweich-Lenk-Assistent,
- Aktiver Spurhalte-Assistent,
- Aktiver Totwinkel-Assistent,
- Aktiver Brems-Assistent mit Abbiege- und Kreuzungsfunktion,
- PRE-SAFE® PLUS: kann eine drohende Heckkollision erkennen. Bei anhaltender Kollisionsgefahr kann das System das stehende Fahrzeug vor einer Heckkollision festbremsen und damit das Risiko eines Schleudertraumas durch Reduzierung des aufprallbedingten Vorwärtsrucks minimieren.
Bereits in seiner rein anzeigenden Ausführung kann der Totwinkel-Assistent bei niedrigen Geschwindigkeiten vor Fahrzeugen, unter anderem auch Fahrrädern, im Gefahrenbereich warnen. Im Stillstand vor dem Aussteigen kann er mit einer optischen Warnung im Außenspiegel signalisieren, dass ein Fahrzeug im kritischen Bereich vorbeifährt. Betätigt der Fahrer oder Rücksitzpassagier in diesem Moment den Türgriff, ertönt zusätzlich eine akustische Warnung und die Ambientebeleuchtung in der Tür blinkt rot. Dabei muss sich der vorbeifahrende Verkehrsteilnehmer mit mehr als 7 km/h bewegen. Die Ausstiegswarnfunktion des Totwinkel-Assistenten ist bei stehendem Fahrzeug und bis zu drei Minuten nach dem Ausschalten der Zündung verfügbar. Der Aktive Totwinkel-Assistent, Bestandteil des Fahrassistenz-Pakets, kann darüber hinaus während der Fahrt mit einem aktiven Bremseingriff auf Fahrzeuge im toten Winkel sowie im kritischen Bereich reagieren und damit eine Kollision vermeiden.
Verkehrszeichen-Assistent: Durch Bilderkennung und Informationen der digitalen Straßenkarte des Navigationssystems werden die zulässige Höchstgeschwindigkeit und eventuell gültige Überholverbote für den aktuellen Streckenabschnitt angezeigt. Die gefahrene Geschwindigkeit wird mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit verglichen. Bei entsprechender Einstellung durch den Fahrer wird die Überschreitung durch eine optisch/optisch-akustische Warnmeldung signalisiert. Zusätzlich werden Einfahrverbote erkannt. Außerdem erfolgt eine Warnung vor erkannten Fußgängern im Bereich von Zebrastreifen.
Der Insassen- und Partnerschutz
EQA spezifisches Schutzkonzept und umfangreiche Crashtests
Ein echter Mercedes: Dieses Prädikat gilt für den EQA auch beim Insassen- und Partnerschutz. Selbstverständlich musste er die umfangreiche Sicherheitsentwicklung und das gewohnt umfangreiche Crashtestprogramm der Marke absolvieren. Und für ein Elektroauto sind die internen Anforderungen noch strenger: Für die Batterie und für alle Bauteile, die Strom führen, gelten strenge Sicherheitsvorgaben, die in vielen Fällen über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgehen.
Aufbauend auf der soliden Rohbaustruktur des GLA wurde die Karosserie des EQA auf die besonderen Erfordernisse eines Elektroautos angepasst. Während die Seitenwände identisch sind, wurde der Hauptboden geändert, damit die Batterie untergebracht werden konnte. Die Batterie sitzt in einem Rahmen aus Strangpressprofilen. Dieser übernimmt Strukturaufgaben, die bislang die Querträger im Boden hatten. Im vorderen Bereich der Batterie kann ein sogenanntes Batterieschutzschild den Energiespeicher vor dem Eindringen von Fremdkörpern bewahren. Von Vorteil ist ebenso die Bodenfreiheit von über 200 Millimetern. Nicht die Batterie ist tiefster Punkt des Fahrzeugs, sondern die Seitenschweller.
Weil der EQA schwerer als ein GLA ist, muss im Crashfall mehr Energie umgesetzt werden. Die Trägerstrukturen an Front und Heck wurden über höhere Materialdicken bedarfsgerecht angepasst.
Die Unfallsicherheit des EQA wurde im Mercedes-Benz Technologiezentrum Fahrzeugsicherheit (TFS) validiert. In diesem modernen Crashtestzentrum wurden auch Prototypen mit großen Elektrobatterien unter harten Crashbedingungen getestet. Auch die Black-Panel-Front wurde in puncto Bruchverhalten getestet, um den Anforderungen an den Fußgängerschutz zu genügen.
Bei der unfallrelevanten Fahrzeugauslegung wurden neben den gesetzlichen Vorgaben zusätzlich interne Prüfanforderungen und Prüfkriterien berücksichtigt, die sich aus dem realen Unfallgeschehen ableiten lassen. Ein Beispiel dafür ist der sogenannte Dachfalltest. Damit überprüft Mercedes-Benz die Dachsteifigkeit, die z.B. bei einem Überschlagunfall wichtig ist. Beim Dachfalltest fällt die Karosserie aus 50 Zentimeter Höhe in leichter Schräglage auf die Dachstruktur, sodass anfangs nur eine der beiden A-Säulen belastet wird.
Im Entwicklungszentrum wurden einzelne Aspekte der Unfallsicherheit in Komponentenprüfungen der Batterie getestet. Zu den Prüfkriterien zählte unter anderem das Batterieverhalten bei Stoßbelastung und beim Eindringen von Fremdkörpern. Beim sogenannten Stempeltest wird beispielsweise mit einem 50 mal 50 Millimeter großen Prüfkörper getestet, was z.B. eine auf der Straße liegende Anhängekupplung am Unterboden anrichten kann. Simuliert wurden ferner Überhitzung und Überladung der Batterie.
Sicherheitskonzept für das Hochvolt-System: automatische Abschaltung im Crashfall möglich
Die umfangreichen Erfahrungen von Mercedes-Benz mit Antrieben im Hochvolt-Bereich haben zu einem mehrstufigen Sicherheitskonzept geführt. Das Hochvolt-System kann bei einem Crash je nach Unfallschwere reversibel oder irreversibel abgeschaltet werden. Zum umfassenden Sicherheitskonzept gehört auch, dass der Ladevorgang automatisch abgeschaltet wird, wenn im Stand während des Schnellladens (DC-Laden) ein Aufprall erkannt wird.
Zusätzlich zum autark arbeitenden Überwachungssystem ist der EQA mit einer speziellen Trennstelle ausgerüstet, über die Rettungskräfte das Hochvolt-System abschalten können.
Rückhaltesysteme: Partner der Sicherheitskarosserie
Das wichtigste Rückhaltesystem ist der Sicherheitsgurt. Fahrer und Beifahrer verfügen über Dreipunkt-Sicherheitsgurte mit pyrotechnischen Gurtstraffern und Gurtkraftbegrenzung. In Verbindung mit dem PRE-SAFE® System (Sonderausstattung) sind die Frontsitzplätze darüber hinaus mit elektrisch reversiblen Gurtaufrollstraffern ausgestattet. Die Fondsitze an den beiden äußeren Plätzen verfügen jeweils über einen Dreipunktgurt mit Aufrollstraffer und Gurtkraftbegrenzung. Der mittlere Gurt in Reihe Zwei ist ein Standard Dreipunkt-Automatikgurt.
Der neue EQA ist serienmäßig mit Fahrer- und Beifahrer-Airbag, Fahrer-Knieairbag und Windowbags ausgestattet. Die Windowbags decken die erste und zweite Sitzreihe ab. Sie reichen sehr weit nach vorne an die A-Säule und bieten auf diese Weise ein besonders hohes Schutzpotenzial. Thorax-Pelvis-Sidebags sind vorne ebenfalls serienmäßig und in der zweiten Reihe als Sonderausstattung erhältlich.
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