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Mercedes-Benz Classic Motorsport-Newsletter 2/2026

Mercedes-Benz Classic Motorsport-Newsletter 2/2026

Mercedes-Benz feiert „140 Years of Innovation“ – auch im Motorsport. Hier kurz notiert: wichtige Jubiläen und Meilensteine. Weitere Daten, Geschichten und Fotos bietet das Mercedes-Benz Konzernarchiv im Motorsport-Bereich des Multimedia-Archiv- und Recherche-Systems M@RS

  • 09/1926: Alfred Neubauer: Debüt als Mercedes-Benz Rennleiter (100 Jahre)
  • 10/2001: „Mr. Safety Car“ Bernd Mayländer siegt beim DTM-Abschlussrennen in Hockenheim (25 Jahre)
  • 10/2006: Bernd Schneider gewinnt seinen fünften DTM-Titel (20 Jahre)
  • 11/1956: Walter Schock und Rolf Moll werden Rallye-Europameister (70 Jahre)
  • 11/2016: Nico Rosberg gewinnt die Formel-1-Weltmeisterschaft (10 Jahre)
  • Geburtstage von Jochen Mass, Emerson Fittipaldi und Andrew Cowan

12. September 1926 – vor 100 Jahren

Beim Solitude-Rennen tritt Alfred Neubauer erstmals als Mercedes-Benz Rennleiter auf

  • Prägender Stratege und Organisator der Renneinsätze von 1926 bis 1955
  • Neubauer professionalisiert die Kommunikation zwischen Fahrern und Box
  • Der Automobilingenieur kommt als Mitarbeiter von Ferdinand Porsche zu Mercedes

Seinen Platz direkt an der Strecke lässt sich der Mercedes-Benz Ingenieur Alfred Neubauer beim Solitude-Rennen am 12. September 1926 nicht nehmen – auch wenn die Organisatoren protestieren. Er erklärt: „Ich bin der Rennleiter vom Mercedes-Team. Ich muß hier stehen, um meinen Leuten Zeichen geben zu können.“ Mit dieser Szene beginnt eine einzigartige Karriere im Motorsport des 20. Jahrhunderts. Neubauer organisiert und leitet überaus erfolgreich Rennen der Marke in gleich drei Epochen: jener der Kompressor-Tourenwagen der S-Reihe, der der ersten Silberpfeil-Ära von 1934 bis 1939 sowie der glänzenden Rückkehr von Mercedes-Benz in den Rennsport nach dem Zweiten Weltkrieg von 1952 bis 1955. Zu seinen großen Verdiensten gehört die Entwicklung einer Kommunikations- und Signaltechnik zwischen Box und Fahrern mit Fahnen und Tafeln. Alfred Neubauer kommt 1891 im mährischen Neutitschein (heute Tschechien) zur Welt. Er absolviert eine Ausbildung zum Automobiloffizier in der österreichischen Armee und wird nach dem Ersten Weltkrieg Mitarbeiter Ferdinand Porsches bei Austro-Daimler. Mit Porsche wechselt er 1923 zur damaligen Daimler-Motoren-Gesellschaft nach Stuttgart. Nach einigen Erfolgen als Rennfahrer findet Neubauer ab 1926 seine Erfüllung in der neu geschaffenen Rolle des Rennleiters. Seine Memoiren „Männer, Frauen und Motoren“ (1958) sowie „Herr über 1000 PS“ (1959) gehören zu den besonders erfolgreichen Motorsportbüchern der Epoche und werden in mehrere Sprachen übersetzt.

7. Oktober 2001 – vor 25 Jahren

„Mr. Safety Car“ Bernd Mayländer gewinnt das DTM-Saisonfinale in Hockenheim

  • Stammfahrer des Official FIA F1® Safety-Cars von Mercedes-AMG seit 2000
  • Auf dem alten Kurs von Hockenheim ein Rundenrekord „für die Ewigkeit“
  • Ein stabiles Reglement für zwei Jahrzehnte

Bernd Mayländer ist weit über die Motorsport-Community hinaus als Stammfahrer des Official FIA F1® Safety-Cars bekannt. Seit 2000 absolviert er über 500 Einsätze mit den Safety-Cars, die Mercedes-AMG seit 30 Jahren stellt. So viele Starts kann kein aktiver Formel-1-Fahrer aufweisen. Bis 2004 fährt der Schwabe auch in der DTM und gewinnt am 7. Oktober 2001 das Saisonfinale im Mercedes-Benz CLK-DTM auf dem alten Kurs von Hockenheim. Es ist das letzte Rennen auf der 6,823-Kilometer-Strecke mit den langen Waldgeraden. Deren Rundenrekord für Tourenwagen (2:07,288 Minuten) gehört für immer „Mr. Safety Car“. 2001 ist die zweite Saison mit einem neuen Reglement nach einer DTM-Pause zwischen 1997 und 1999 aus Kostengründen. „Der Gedanke einer DTM-Wiederbelebung war stets präsent“, sagt der damalige Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug im Rückblick. Er und AMG Gründer Hans Werner Aufrecht führen Gespräche mit Herstellern und Sponsoren, im Jahr 2000 startet die „neue“ DTM. Das Reglement rund um einen überaus zuverlässigen Vier-Liter-V8-Motor und mit einem Gleichteilekonzept führt zu einem engen Kostenrahmen. Es hat in seinen Grundzügen bis 2020 Bestand.

15. Oktober 2006 – vor 20 Jahren

Bernd Schneider wird mit seinem fünften DTM-Titel Rekordchampion

  • Beim Rennen in Le Mans genügt ein fünfter Platz zum Gewinn der Meisterschaft
  • Seit 35 Jahren ist „Mr. DTM“ mit der Marke eng verbunden
  • Viele Siege auch nach der DTM-Karriere

2006 gewinnt Bernd Schneider mit dem Mercedes-Benz CLK-DTM seine fünfte DTM-Meisterschaft und krönt so seine Karriere im Tourenwagensport. Das bringt dem 1964 geborenen Rennfahrer den Ehrentitel „Mr. DTM“ ein. Zuvor gewinnt er die Serie in den Jahren 1995, 2000, 2001 und 2003. Erste Testeinsätze absolviert Schneider 1991 für Mercedes-Benz, er ist somit seit 35 Jahren eng mit der Marke verbunden. Für die Saison 1992 unterschreibt er einen ersten Dreijahresvertrag als Werksfahrer für Mercedes-AMG. Treibende Kraft hinter der Verpflichtung von Schneider, der zuvor unter anderem in der Formel 1® fährt, ist der damalige Mercedes-Benz Motorsportchef Norbert Haug. Ende 2008 verabschiedet sich Schneider mit Platz sechs in Hockenheim von der DTM, nach 226 Rennen und 43 Siegen für Mercedes-Benz. Er bleibt aktiver Motorsportler: So gewinnt er 2013 mit dem SLS AMG GT3 sämtliche bedeutenden Langstreckenrennen im GT-Sport. Heute ist er als Markenbotschafter von Mercedes-AMG ein gefragter Interviewpartner und gibt seine Erfahrungen als Instruktor und Testfahrer auf der Rennstrecke weiter.

4. bis 11. November 1956 – vor 70 Jahren

Mit 300 SL „Flügeltürer“ und „Ponton“ werden Walter Schock und Rolf Moll Rallye-Europameister 1956

  • Mercedes-Benz unterstützt das private Team nach Rückzug der Werksmannschaft aus dem Rennsport
  • Siege mit dem 300 SL bei der Rallye Sestriere und der Akropolis-Rallye
  • Platz zwei bei der Rallye Monte Carlo mit dem 220 a (W 180)

1956 ist das Jahr nach dem Rückzug der Mercedes-Benz Silberpfeile aus dem Rennsport auf dem Höhepunkt ihres Erfolgs. 1955 gewinnt Juan Manuel Fangio seine zweite Formel-1-Weltmeisterschaft mit Mercedes-Benz in Folge, die Marke holt zudem die Sportwagen-Weltmeisterschaft. Doch 1956 gibt es weitere Motorsporterfolge für Mercedes-Benz: Die Stuttgarter Walter Schock und Rolf Moll werden Rallye-Europameister. Bei ihren Starts in der dreizehn Rallyes umfassenden Meisterschaft erhalten sie erhebliche Unterstützung von einer kleinen Mannschaft um Mercedes-Benz Rennleiter Karl Kling. So werden die Fahrzeuge vom Werk vorbereitet. Saisonauftakt im Januar ist die Rallye Monte Carlo mit einer Sternfahrt und anschließender Schleife in die Berge der französischen Seealpen. Das Duo wählt dafür die „Ponton“-Limousine 220 a (W 180). Der Viertürer bietet eine hohe Bodenfreiheit. Das ist wegen der schneereichen Etappen ein Vorteil gegenüber dem für den Rest der Saison eingesetzten 300 SL „Flügeltürer“ (W 198). Mit diesem 1954 vorgestellten Supersportwagen gewinnen Schock und Moll die Rallye Sestriere sowie die Rallye Akropolis.

27. November 2016 – vor 10 Jahren

Nach hartem Kampf mit Teamkollegen Lewis Hamilton: Nico Rosberg wird Formel-1-Weltmeister 2016

  • Das Mercedes GP PETRONAS F1 Team beendet die Saison mit 19 Siegen in 21 Grands Prix
  • Entscheidung der Fahrerwertung im Saisonfinale in Abu Dhabi am 27. November 2016
  • 2026 gehören die Teamkollegen Kimi Antonelli und George Russell zu den Titelanwärtern

Am 27. November 2016 gibt es ein Herzschlagfinale zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton im letzten Grand Prix der Formel-1®-Weltmeisterschaft des Jahres. Vor dem Rennen in Abu Dhabi weist die Statistik für die beiden Fahrer des Mercedes GP PETRONAS F1 Teams jeweils neun Siege aus. Lewis Hamilton gewinnt das Rennen, doch dem nach Punkten in der Rangliste führenden Nico Rosberg genügt der zweite Platz für den Titelgewinn. Nach einem mutigen Überholmanöver gegen Max Verstappen (Red Bull) kommt Rosberg als Zweiter ins Ziel und ist Champion. Im Anschluss an die aufreibende Saison beendet er seine Rennkarriere. Hamilton setzt seine Erfolgsserie fort. Er wird nach 2014 und 2015 sowie 2017 bis 2020 Formel 1®-Weltmeister mit Mercedes-AMG. Seinen ersten Titel hat er 2008 mit McLaren-Mercedes gefeiert. Teamduelle gehören zur Formel 1®. Kimi Antonelli und George Russell (AMG PETRONAS F1 Team) gehören 2026 zu den Titelanwärtern.

Geburtstage

  • 80 Jahre: Jochen Mass wird am 30. September 1946 in Dorfen geboren. Seinen größten Sieg feiert der langjährige Formel 1®-Fahrer in der Sportwagen-Weltmeisterschaft: Mit Manuel Reuter und Stanley Dickens gewinnt er 1989 mit dem Sauber-Mercedes C 9 die 24 Stunden von Le Mans. Nach seinem Rücktritt vom Rennsport Ende 1991 vertritt Mass Mercedes-Benz als Markenbotschafter bei vielen Veranstaltungen und bewegt gekonnt klassische Silberpfeile der Marke. Er stirbt am 4. Mai 2025.
  • 80 Jahre: Der Rennfahrer Emerson Fittipaldi kommt am 12. Dezember 1946 in São Paulo, Brasilien, zur Welt. Er gewinnt 1972 und 1974 die Formel 1®-Weltmeisterschaft sowie 1989 und 1993 die 500 Meilen von Indianapolis. Ab 1994 wird sein Penske-Rennwagen mit Mercedes-Benz Motoren ausgerüstet. In jenem Jahr steht er mit dem überlegenen Mercedes-Benz Triebwerk 500 I vor seinem dritten Sieg in Indianapolis, fällt aber kurz vor Rennende nach einem Unfall aus. 1996 beendet er seine Karriere.
  • 90 Jahre: Am 13. Dezember 1936 wird Andrew Cowan in Duns, Schottland, geboren. Er gilt als Experte für Marathon-Rallyes. Herausragend ist sein Sieg mit einem Mercedes-Benz 280 E (W 123) bei der Rallye London–Sydney. Diese „längste Rallye der Geschichte“ führt vom 12. August bis 28. September 1977 über 30.000 Kilometer durch Europa, Asien und Singapur bis nach Sydney. Auch bei anderen Langstreckenrallyes feiert Cowan für die Marke große Erfolge. Er stirbt am 15. Oktober 2019.

Weiteres Recherche- und Multimediamaterial: mercedes-benz-archive.com/museum

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 Mercedes-Benz Jubiläumsjahr „140 Years of Innovation“

Seit Carl Benz vor 140 Jahren das Patent für das erste Automobil angemeldet hat und Gottlieb Daimler kurz darauf die Motorkutsche baute, hat sich Mercedes‑Benz der stetigen Innovation verschrieben, um die begehrenswertesten Autos der Welt für seine Kundinnen und Kunden zu bauen. Dieser Anspruch hat jede Innovation vorangetrieben – vom ersten Automobil der Welt im Jahr 1886 bis hin zur aktuell laufenden größten Modelloffensive der Unternehmensgeschichte. Mit Leidenschaft für Leistung und Pioniergeist, Exzellenz und konsequenter Kundenorientierung hat die Marke mit dem Stern stets die Zukunft der Mobilität geprägt. Das Ergebnis geht weit über technische Errungenschaften hinaus – es schafft das unverwechselbare Gefühl, für das Mercedes‑Benz in seinem ganzen Wirken steht: Welcome home. 

Mercedes‑Benz feiert 140 Jahre Innovation und schickt drei neue S‑Klasse Limousinen auf eine transkontinentale Reise zu 140 Zielen weltweit. Jeder Ort stellt die Technologie, das Erbe, den Pioniergeist und die weltweite Präsenz der Marke heraus. Unterwegs können Kundinnen und Kunden, Fans sowie Kolleginnen und Kollegen an den Feierlichkeiten teilhaben – auf einer epischen Reise, die bis Oktober dauert. Verfolgen Sie die „140 Years. 140 Places“-Tour über sechs Kontinente in unserem „140 Years of Innovation | Mercedes-Benz Media“-Special sowie in der Mercedes-Benz Community.

Anfragen per E-Mail an classic@mercedes-benz.com oder online unter www.mercedes-benz.com/classic

Pressebilder und weitere Presse-Informationen: media.mercedes-benz.com

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Peter Becker
Pressesprecher Mercedes-Benz Classic
Frank Scheibner
Pressesprecher Mercedes-Benz Classic
Tobias Walburg
Pressesprecher Mercedes-Benz Classic
*Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren WLTP (Worldwide harmonised Light vehicles Test Procedure) ermittelt. Der Energieverbrauch und der CO₂-Ausstoß eines Pkw sind nicht nur von der effizienten Ausnutzung des Kraftstoffs bzw. des Energieträgers durch den Pkw, sondern auch vom Fahrstil und anderen nichttechnischen Faktoren abhängig. Pressekontakte
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