Fahrerlager-Geschichten
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- Acht Siege und die WM-Führung – die F1-Zwischenbilanz 2026
- 250. GT3-Einsatz von AKM Motorsport: Drei Fragen an Teambesitzer Marco Antonelli
- IMSA: Meisterschaftsführung für Winward Racing nach drittem GTD-Sieg in Folge
Formel 1
Zurück an der Spitze: Die bisherige F1-Saison 2026 im Rückblick
Kimi Antonelli (ITA) und George Russell (GBR) ließen zum Start in die neue Reglement-Ära auf dem Podium in Melbourne am 8. März die Champagnerkorken knallen. Sechs Monate später führt das Mercedes-AMG PETRONAS F1 Team sowohl die Fahrer- als auch die Konstrukteurswertung an.
„Wenn uns jemand diese Position vor Saisonbeginn angeboten hätte, hätte ich sie sofort genommen. Aber angesichts der Konkurrenzfähigkeit des Autos, das wir dieses Jahr hatten, denke ich, dass wir mehr Punkte hätten holen müssen, als wir es getan haben. Gleichzeitig bedeutet es, dass wir uns auf die zweite Saisonhälfte freuen und auf die Möglichkeit, einige dieser verpassten Chancen wiedergutzumachen.“
James Allison, Technischer Direktor, Mercedes-AMG PETRONAS F1 Team
Nach dem Sieg von George beim Saisonauftakt in Australien sicherten er und sein Teamkollege sich in den ersten elf Saisonrennen weitere sieben GP-Siege. Zum Start in die zweite Saisonhälfte nach der Sommerpause sicherte sich das Team in Zandvoort die bislang zweitbeste Punkteausbeute der Saison. Doch die vergangenen Jahre haben gezeigt hat, dass selbst der größte Vorsprung schneller verschwinden kann, als man denkt.
„Wenn wir das Auto weiter verbessern und gleichzeitig für eine saubere Ausführung und Zuverlässigkeit sorgen können, werden wir uns in die stärkstmögliche Position für den Endspurt der Weltmeisterschaft bringen.“
James Allison, Technischer Direktor, Mercedes-AMG PETRONAS F1 Team
Einsatz der Woche: Premiere für das neue Official FIA F1 Safety Car in Zandvoort
Fünf Wochen nach seiner Vorstellung als neues Official FIA F1 Safety Car in Ungarn feierte der Mercedes-AMG GT63 PRO 4MATIC+ beim Großen Preis der Niederlande seine Einsatzpremiere. In Ungarn war das Safety Car noch nicht auf die Strecke gerufen worden. In Zandvoort war es dann erstmals soweit: Bernd Mayländer (GER) führte das Feld aufgrund der zunächst noch feuchten Fahrbahn durch die Formationsrunde. Eine weitere Runde auf dem Circuit Zandvoort absolvierte das Fahrzeug nach der frühen Rennunterbrechung, um die 21 verbliebenen Fahrzeuge erneut sicher auf ihre Startpositionen zu bringen.
GT Sport
Auftritt der Woche: Maro Engel übergibt Pirelli Pole Position Award an Lando Norris
Mercedes-AMG Performance-Fahrer Maro Engel (GER) war am Samstag beim Formel 1 Grand Prix in Zandvoort zu Gast und überreichte dem Schnellsten der Qualifikation den Pirelli Pole Position Award. Der DTM-Meisterschaftsführende übergab die traditionelle Reifen-Trophäe an den amtierenden Weltmeister, Pole-Setter und späteren Rennsieger Lando Norris (GBR).
„Es war eine besondere Ehre, den Pirelli Pole Position Award an Lando Norris zu übergeben. Die Initiative kam über die DTM zustande. Als aktueller DTM-Meisterschaftsführender durfte ich diese besondere Aufgabe übernehmen, was mich natürlich sehr gefreut hat. Pirelli ist auch Reifenpartner der DTM und ich finde es schön, dass sich auf diese Weise eine Verbindung zwischen DTM und Formel 1 herstellen lässt. Das zeigt auch, wie wertvoll solche Partnerschaften sind und welche besonderen Möglichkeiten sich daraus ergeben können.“
Maro Engel, Mercedes-AMG Performance-Fahrer
Drei Fragen an: Marco Antonelli, Teambesitzer AKM Motorsport
Vom 4. bis 6. September findet in Imola das sechste Wochenende der Italian GT Championship 2026 statt. Zwei Mercedes-AMG Kundensportteams gehen in der Meisterschaft an den Start, darunter AKM Motorsport, das Team von Marco Antonelli – dem Vater des Mercedes-AMG PETRONAS F1 Team Fahrers Kimi Antonelli (beide ITA). Marco Antonelli gründete sein eigenes Rennteam 1993 unter dem Namen Antonelli Motorsport. Heute tritt die Mannschaft unter dem Namen AKM Motorsport im Kartsport, Formelsport und GT Sport an. Seit 2019 setzt das Team in verschiedenen GT-Meisterschaften Mercedes-AMG Rennfahrzeuge aus Affalterbach ein – unter anderem in der International GT Open, der Italian GT Championship und der GT Winter Series. Marco Antonelli selbst bestritt bislang 14 Rennen mit einem Mercedes-AMG GT3. In Imola erreicht AKM Motorsport einen besonderen Meilenstein: den 250. Renneinsatz mit einem Mercedes-AMG GT3. Aus diesem Anlass hat Marco Antonelli an unserer Rubrik „Drei Fragen an“ teilgenommen.
Marco, Du hast vor mehr als 30 Jahren Dein eigenes Rennteam gegründet. Was hat Dich damals zu diesem Schritt bewogen, und siehst Du Dich heute eher als den besseren Rennfahrer oder den besseren Teamchef?
Marco Antonelli: „Ich würde sagen, es war eine ganz natürliche Entwicklung. Mein ganzes Leben lang war ich immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Ich war nur um Haaresbreite davon entfernt, Profirennfahrer zu werden. Irgendwann entschied ich mich jedoch, mein eigenes Team zu gründen. Angefangen haben wir 1993 mit einem Peugeot 106. Zunächst waren wir im Tourenwagensport aktiv, bevor wir später in die World Touring Car Championship (WTCC) wechselten. 2007 folgte schließlich der Schritt in den GT Sport. Seit 2019 setzen wir in verschiedenen Rennserien auf Mercedes-AMG Rennfahrzeuge, hauptsächlich den GT3. Darüber hinaus haben wir aber auch Mercedes-AMG GT2- und Mercedes-AMG GT4-Fahrzeuge. Ich spreche nicht gerne über mich selbst, aber ich denke, dass ich sowohl als Fahrer als auch als Teamchef gute Ergebnisse erzielt habe.“
Warum hast Du Dich 2019 für eine Partnerschaft mit Mercedes-AMG entschieden?
Marco Antonelli: „Wann immer ich GT-Rennen verfolgt habe, ist mir aufgefallen, dass Mercedes-AMG Fahrzeuge sowohl mit Profi- als auch mit Amateurfahrern konstant schnell und konkurrenzfähig waren. Mir wurde schnell klar, dass sich die Fahrzeuge sehr gut und einfach fahren lassen – genau das macht sie für den Kundensport so attraktiv. Mercedes-AMG Motorsport bietet eine hervorragende Balance zwischen Performance und Betriebskosten. Gleichzeitig gehört der Customer Racing Support weltweit zu den besten. Ich habe im Laufe der Jahre mit vielen verschiedenen Herstellern zusammengearbeitet und kann das mit voller Überzeugung sagen.“
Wie siehst Du den GT Sport heute, insbesondere für junge Fahrer?
Marco Antonelli: „Ich bin überzeugt, dass der GT Sport eine sehr große Zukunft hat. Zu viele Fahrer aus dem Formelsport sehen den GT Sport noch immer als das letzte Kapitel ihrer Karriere. Dabei müssen sie verstehen, dass er vielmehr der Beginn einer erfolgreichen Profikarriere sein kann. Ich bin ein großer Supporter von GT-Förderprogrammen. Jeder Hersteller sollte über ein eigenes Academy-Programm verfügen oder in ein bestehendes investieren, um junge Fahrer zu fördern, sie im GT Sport weiterzuentwickeln und echte Talente zu identifizieren.“
Zum Abschluss fragten wir Marco Antonelli noch nach seinem größten persönlichen Traum für die Zukunft. Seine Antwort: „Eines Tages gemeinsam mit meinem Sohn Kimi ein Rennen zu bestreiten, wäre für mich ein wahr gewordener Traum.“
Kimi Antonelli bestritt 2023 zwei Rennen für das Team seines Vaters und feierte mit dem Mercedes-AMG GT3 direkt einen Sieg in der Italian GT Championship.
IMSA: Winward Racing gewinnt in Virginia und setzt sich an die Spitze der GTD-Wertung
Philip Ellis (SUI), Russell Ward (USA) und Winward Racing haben am achten Rennwochenende der IMSA WeatherTech SportsCar Championship die Führung in der GTD-Meisterschaft übernommen. Philip Ellis gelang das entscheidende Überholmanöver zum Klassensieg auf dem Virginia International Raceway sieben Minuten vor dem Ende. Nach den Triumphen im Canadian Tire Motorsport Park und auf der Road America ist es bereits der dritte GTD-Sieg in Folge für den Mercedes-AMG GT3 #57. Damit belegt die Meistermannschaft von 2024 und 2025 bei noch zwei ausstehenden Rennen erneut den ersten Platz in der Fahrer- und Teamwertung. Mercedes-AMG übernimmt gleichzeitig die Spitzenposition im Herstellerklassement. Der nächste Saisonlauf findet auf dem Indianapolis Motor Speedway (18. bis 20. September) statt. Den Schlusspunkt bildet das zehnstündige Motul Petit Le Mans auf der Road Atlanta (30. September bis 3. Oktober).
ADAC Motorsport Team Germany besucht Mercedes-AMG Teams bei der DTM am Nürburgring
Beim DTM-Wochenende auf dem Nürburgring erhielten Nachwuchsfahrer des Motorsport Team Germany, darunter auch Mercedes-AMG F1 Junior Devin Titz (GER), exklusiven Zugang in die Welt des GT Sports. Thomas Jäger (Sportlicher Leiter DTM, Mercedes-AMG Motorsport) gab der Gruppe in der Box des Mercedes-AMG Team Winward Racing hautnahe Einblicke in die Abläufe während des Qualifyings. Nachdem die Youngsters bei einer Pit-Stop-Challenge ihr Geschick am Schlagschrauber unter Beweis gestellt hatten, folgte ein exklusives Mittagessen mit DTM-Rekordchampion Bernd Schneider, Thomas Jäger sowie den Mercedes-AMG Performance-Fahrern Lucas Auer (AUT) und Maro Engel. Im Anschluss verfolgten die Nachwuchsfahrer das DTM-Rennen von der Mercedes-AMG Tribüne aus.
Devin Titz ist das erste deutsche Talent, das über das Förderprojekt des Motorsport Team Germany den Sprung in das Junior-Programm des Mercedes-AMG PETRONAS F1 Teams geschafft hat.
„Für mich war es ein richtig cooles Erlebnis. Es war unfassbar spannend, in der Box das Headset zu tragen. Im Funk konnte man wirklich alles hören, was die Fahrer während der Sessions sagen. Das war richtig interessant.“
Devin Titz, Mercedes-AMG F1 Junior-Team
DTM: Emotionaler Moment für Tom Kalender nach erstem Podium seiner DTM-Karriere
Tom Kalender (GER) hat dank eines starken Auftritts beim Sonntagsrennen am Nürburgring seinen Platz in den Geschichtsbüchern sicher: Der zweite Rang macht ihn zum jüngsten Piloten aller Zeiten, der es auf das DTM-Podium geschafft hat. Rund eine Woche später blickt der Mercedes-AMG Junior-Fahrer noch einmal auf seinen Erfolg zurück:
„In der DTM auf dem Podium zu stehen, war ein Kindheitstraum von mir. Das Emotionalste daran ist, wie schnell nun alles ging. Vor vier Jahren saß ich noch im Kart und jetzt durfte ich mit zwei DTM-Champions auf das Podium. Ich habe mir immer vorgestellt, wie es sein würde, aber gedanklich lag es in weiter Ferne. Das wirklich zu erleben, war unbeschreiblich. An dem Sonntag am Nürburgring hat einfach alles zusammengepasst: Eine starke Teamleistung, eine gute Strategie, funktionierende Boxenstopps und ich bin fehlerfrei gefahren.“
Tom Kalender, Mercedes-AMG Team Landgraf #84
1 Die angegebenen Werte wurden nach dem vorgeschriebenen Messverfahren WLTP (Worldwide harmonised Light-duty vehicles Test Procedures) ermittelt. Der Energieverbrauch und der CO₂-Ausstoß eines Pkw sind nicht nur von der effizienten Ausnutzung des Kraftstoffs bzw. des jeweiligen Energieträgers durch den Pkw, sondern auch vom Fahrstil und anderen nichttechnischen Faktoren abhängig.
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